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31.07.2014

18:23 Uhr

Bundesamt für Geowissenschaften

Angst vor Fracking ist unbegründet

ExklusivDer Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Hans-Joachim Kümpel, hält Befürchtungen des sogenannten Gas-Frackings für unbegründet. Kümpel widerspricht damit direkt dem Bundesumweltamt.

„No Fracking“: Die Methode zur Rohstoffgewinnung ist stark umstritten. dpa

„No Fracking“: Die Methode zur Rohstoffgewinnung ist stark umstritten.

BerlinDer Präsident der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Hans-Joachim Kümpel, weist Vorbehalte gegenüber dem Gas-Fracking zurück. „Aus geowissenschaftlicher Sicht ist die Skepsis unbegründet. Das gilt zumindest dann, wenn man beim Fracking die erforderliche Sorgfalt walten lässt“, sagte Kümpel dem Handelsblatt (Freitagausgabe). Kümpel stellt sich damit in direkten Widerspruch zu seinen Kollegen vom Umweltbundesamt, die erst am Mittwoch eine strenge Regulierung gefordert und die Fördermethode als Risikotechnologie bezeichnet hatten.

Die Eckpunkte für ein Fracking-Gesetz, die Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) unmittelbar vor der Sommerpause vorgelegt hatten, sind aus Kümpels Sicht zu restriktiv: „Aus den Eckpunkten spricht, dass die Politik übervorsichtig ist.“

Es koste Mühe, überhaupt wissenschaftliche Argumente zu finden, die gegen das Fracking sprächen, sagte Kümpel. „Mit dieser Sichtweise stehe ich nicht allein. Die 16 geologischen Dienste in Deutschland und alle geologischen Dienste in der EU – alles staatliche, interessensneutrale Fachbehörden – sehen das ebenso“, sagte der Behördenchef. Sorgen um eine Beeinträchtigung des Grundwassers hält Kümpel für unbegründet: „Eine Gefährdung des Trinkwassers lässt sich ausschließen“, sagte Kümpel. Dieser Aspekt werde in der öffentlichen Debatte stark überzogen.

Von

str

Kommentare (13)

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Herr Billyjo Zanker

31.07.2014, 19:05 Uhr

Angst vor Fracking ist unbegründet
Wer weiß denn genau was mit dem Müll der da in den Tiefen der Erde verbleibt in einigen ( zwanzig, fünfzig ) Jahren geschieht und was sich genau durch den Müll in den Tiefen verändern kann und welche Folgen das haben kann.
NIEMAND, auch keine „schlauen“ Theoretiker.
Und deswegen muß diese Methode der Gasgewinnung verboten werden und bleiben

Herr herbert ax

31.07.2014, 19:16 Uhr

Niemand kann auf Dauer sagen und ausschließen was im Untergrund passiert. Die Erde ist dauernd in Bewegung und auch so ein Obertrollo kann das nicht ändern. Wenn auch erst in fünfzig oder Hundert Jahren plötzlich irgendwo Gifte mit im Grundwasser auftauchen dann haben die dann lebenden Menschen das Problem und nicht so ein sogenannter Fachheini. Der hat dann schon längst den Löffel abgegegeben. Fracking ist und bleibt ein Krimineller Akt gegen die Nachkommen gerichtet und unverantwortlich. Fracking ist schleichender Mord an den Grundlagen der Menschen. Oder ist etwa Absicht dahinter, die sich wie Karnickel auf der Erde vermehrenden Menschen, einer schleichenden Vergiftung auszusetzen. Die Geldelite kann sich ja immer sauberes Wasser leisten , egal was es dann kostet.

Herr Robert Behrendt

31.07.2014, 19:55 Uhr

Ich würde zunächst die anderen Länder Erfahrungen sammeln lassen und wenn es wirklich für unsere Volkswirtschaft notwendig werden sollte, kann man Fracking ganz schnell erlauben (so in 30 - 50 Jahren). Dann müssten genügend weltweite Erfahrungen vorliegen, um eine vernünftige Risikoabwägung machen zu können.

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