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30.12.2014

11:39 Uhr

Bundesamt für Migration

EU- Flüchtlingszentren in Nordafrika gefordert

Manfred Schmidt, Präsident des Bundesamtes für Migration, fordert die Errichtung von EU-Flüchtlingszentren in Nordafrika. Er will so weitere Todesfälle im Mittelmeer verhindern.

Man müsse den Flüchtlingen ermöglichen, „Schutz zu bekommen, bevor sie in der Wüste verdurstet oder im Mittelmeer ertrunken sind“, sagt Manfred Schmidt, Präsident des Bundesamtes für Migration. dpa

Man müsse den Flüchtlingen ermöglichen, „Schutz zu bekommen, bevor sie in der Wüste verdurstet oder im Mittelmeer ertrunken sind“, sagt Manfred Schmidt, Präsident des Bundesamtes für Migration.

NürnbergDer Präsident des Bundesamtes für Migration, Manfred Schmidt, hat sich für Flüchtlingszentren der Europäischen Union in Nordafrika ausgesprochen. Das könnte aus seiner Sicht weitere Flüchtlingsdramen mit Toten im Mittelmeer verhindern helfen.

Es müssten Modelle gefunden werden, die Schutzsuchenden die lebensgefährliche Flucht über das Mittelmeer ersparten, sagte Schmidt der Deutschen Presse-Agentur. Allein in diesem Jahr seien etwa 3500 Menschen bei der Flucht von Nordafrika nach Europa gestorben.

„Wir müssen uns zum einen etwas einfallen lassen, wie wir zusammen mit den Herkunfts- und Transitländern Schleusern das Geschäftsmodell verderben. Auf der anderen Seite müssen wir es den Flüchtlingen ermöglichen, Schutz zu bekommen, bevor sie in der Wüste verdurstet oder im Mittelmeer ertrunken sind“, sagte der Behördenchef.

Die Staaten mit den meisten syrischen Flüchtlingen

Libanon

Mit 1,2 Millionen registrierten Flüchtlingen trägt der Libanon im Verhältnis zu seinen 3,6 Millionen Einwohnern die größte Last. Der Großteil der Syrer lebt nicht in Lagern, sondern integriert in den Gemeinden. Doch gefährdet die Präsenz der überwiegend sunnitischen Flüchtlinge das fragile konfessionelle Gleichgewicht des Landes. Schiiten und Sunniten sind gespalten in ihrer Haltung zum Bürgerkrieg in Syrien. Anschläge in Beirut und wiederholte Gefechte in der nördlichen Hafenstadt Tripoli verdeutlichten die Gefahr eines Übergreifens des Konflikts.

Jordanien

Auch für Jordanien mit seinen 6,5 Millionen Einwohnern bedeuten die 620.000 registrierten Flüchtlinge aus Syrien, die überwiegend im Norden in großen Lagern wie Saatari leben, eine Herausforderung. Hinzu kommen rund 600.000 weitere Syrer, die in den Gemeinden verteilt leben. Außerdem haben in dem haschemitischen Königreich zahllose Kriegsflüchtlinge aus dem Irak sowie die Vertriebenen aus den Palästinensergebieten Zuflucht gefunden. Die UNO warnt, dass es erste Anzeichen der Abwehr gibt – nicht zuletzt, weil Amman ein Einsickern von IS-Kämpfern fürchtet.

Türkei

In der Türkei sind mehr als 1,5 Millionen Flüchtlinge aus Syrien angekommen. Überwiegend leben sie in Lagern entlang der Grenze im Süden. In der Türkei hält sich vermutlich ein recht hoher Anteil nicht registrierter Flüchtlinge auf. Zwar fällt es dem Land mit seiner stabilen und dynamischen Wirtschaft leichter, die Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Hilfsbereitschaft des Landes ist groß, doch wiederholte Proteste zeigen, dass inzwischen auch der Unmut über syrische Bettler und Tagelöhner wächst. Die Ausweitung des Konflikts in Syrien auf die Kurdengebiete verschärft zudem die Spannungen zwischen Ankara und den türkischen Kurden.

Ägypten

Rund 140.000 Syrer sind nach Ägypten sowie mehrere hunderttausend in die relative Sicherheit der Kurdengebiete im Norden des Irak geflohen. Angesichts der prekären Lage in der Region haben zudem zehntausende Syrer ihr Leben bei der gefährlichen Bootsreise über das Mittelmeer nach Europa riskiert.

Deutschland

Seit Beginn des Konfliktes im März 2011 hat Deutschland offiziellen Angaben zufolge knapp 70.000 Syrer aufgenommen, zum Teil im Zuge eines offiziellen Hilfsprogramms. Unter den Ländern Europas steht Deutschland damit mit an der Spitze.

„Eine Möglichkeit wäre, vor die Schleuser zu kommen.“ Aufnahmezentren der EU könnten etwa auf exterritorialem Gelände im Maghreb entstehen. „Da gibt es aber noch viele offene Fragen“, räumte Schmidt ein.

Schmidt wies Vorwürfe einzelner deutscher Politiker zurück, Italien habe Flüchtlinge ungehindert nach Deutschland weiterreisen lassen, anstatt ihre Asylanträge zu bearbeiten. Vielmehr seien die italienischen Behörden angesichts der hohen Zahl von Flüchtlingen in diesem Jahr häufig mit der Registrierung überfordert gewesen.

Zudem hätten Schlepper vielen Flüchtlingen geraten, sich auf keinen Fall in Italien registrieren zu lassen, weil ihnen damit die Weiterreise nach Deutschland versperrt sei. Manche hätten daher gleich nach ihrer Ankunft den Weg nach Deutschland gesucht, um erst dort Asyl zu beantragen. „Ich kann aber auch nicht ausschließen, dass die italienischen Behörden die Weiterwanderung von Flüchtlingen nicht offensiv genug verhindert haben“, sagte Schmidt.

Inzwischen hätten die italienischen Behörden die Registrierung von Asylsuchenden, die per Boot aus Nordafrika nach Europa flüchten, deutlich verstärkt. Seit rund drei Monaten würden 80 Prozent der in Italien eintreffenden Asylbewerber behördlich erfasst, sagte Schmidt.

„Von 160 000 Seelandungen von Asylbewerbern in Italien bis Ende Oktober haben rund 43 000 einen Asylantrag gestellt“, sagte Schmidt. Sie könnten damit nicht mehr ohne weiteres in andere europäische Länder weiterreisen.

Von

dpa

Kommentare (6)

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Herr Helmut Paulsen

30.12.2014, 12:01 Uhr

Austreten aus der Ev. Kirche, denn die ist unterwandert mit Gutmenschen, die nur unser Geld wollen um uns Deutsche weiter abzuschaffen.

Legt das Geld unters Kopfkissen als "Renten-Ergänzung", korrupte Entwicklungsgelder gibt es auch so genug die Deutschland in der Welt verteilt.

Geistlich ist die Kirche in Deutschland schon lange nicht mehr - nur ein "Toleranz-Lernverein" bis zu unserem Untergang. Es geht nur um den "geordneten Zerfall des Christentums" der da gesteuert von Politik und Medien abläuft.

Glauben kann man auch ohne Kirche. :-)

50 EUR oder mehr im Monat sparen = 600 EUR pro Jahr, das den Gutmenschen dann fehlt um uns auf der Nase zumzutanzen.

Einfach zum Standesamt gehen und Pass vorlegen. Unterschreiben, fertig. Schon im übernächsten Monat hat man 50 EUR mehr auf dem Lohnzettel.

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AUSTRETEN AUS DEN BLOCK-PARTEIEN !! Sie sind Deutschen-feindlich.

PROBLEM_1 - Deutschland hat keine Grenzen mehr - es kommt jeder ungehindert rein.

PROBLEM_2 - Und Deutschland hat kein Einwanderungs-Gesetz - über Asyl-Bleiberecht und Duldung kann jeder hier bleiben und wird vom Staat alimentiert auf Kosten der Bürger und Steuerzahler.

Solange beide PROBLEME nicht geklärt werden muss PEGIDA auf die Strasse gehen. LÜGEN-JOURNALISTEN ! MERKEL RÜCKTRITT WEGEN EID-BRUCH !

Merkel ist Deutschland egal - die Deutschen werden verdrängt und ausgeplündert. Gefragt hat sie die Deutschen dabei NICHT !

HINTERHÄLTIG ! PFUI !

Herr Helmut Paulsen

30.12.2014, 12:01 Uhr

Sehr Lesenswert !!

http://www.rolandtichy.de/kolumnen/bettina-roehl-direkt/der-linke-mainstream-ersetzt-das-grundgesetz/

http://www.rolandtichy.de/kolumnen/bettina-roehl-direkt/der-linke-mainstream-ersetzt-das-grundgesetz-teil-2/

http://www.rolandtichy.de/kolumnen/bettina-roehl-direkt/der-linke-mainstream-ersetzt-das-grundgesetz-teil-3/#more-4368

Fazit: Der Bürger ist "latent Rechts-Extremistisch", umgeben von Tabu's und bezahlt das alles auch noch.

Pfui BLOCK-Parteien. Sie tun nichts für die Deutschen. Im Gegenteil !!

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"Bertelsmann und die EU-Osterweiterung"

http://www.neopresse.com/politik/dach/bertelsmann-und-die-eu-osterweiterung/

WEG MIT DER BERTELSMANN-STIFTUNG - PROPAGANDA-LÜGEN-VEREIN ! RTL-Klöppel mit "Kuschel-Nachrichten - Propaganda-gewaschen" jeden Tag.

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"Nur noch 40% vertrauen Medien bei Ukraine-Berichterstattung"

http://www.neopresse.com/medien/nur-noch-40-vertrauen-medien-bei-ukraine-berichterstattung/

WEG MIT GEZ-STAATS-TV ! Lastschrifteinzug zur GEZ kündigen ! "Beitrags-Service" hat lt. Gutachten kein Recht zum Einzug einer Quasi-Zwangsgebühr-Steuer !

Herr walter danielis

30.12.2014, 12:38 Uhr

Diesen Wirtschaftsflüchtlingen muß klargemacht werden, das sie in der EU nicht aufgenommen werden. Die Hürden und Bedingungen müssen so sein, das der Weg über das Mittelmehr niemals zielführend ist. Dann erledigt sich das Problem ganz schnell. Dann ertrinken auch keine mehr, weil keine mehr fahren. Was unsere Politker hier praktizieren ist ein Anreizsystem das die Migrantenströme ansteigen läßt. Allein Afrika hat ein Migrantenpotienzial von mehreren Millionen Menschen. Wollen wir die Alle? Ich und die Mehrheit der Bevölkerung will sie nicht.

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