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29.11.2016

15:32 Uhr

Bundesarbeitsministerin

Nahles will Acht-Stunden-Tag aufweichen

Arbeit und Freizeit sollen neu austariert, Auszeiten vom Beruf staatlich bezuschusst werden – so will die Arbeitsministerin Deutschland fit machen für die Digital-Ära. Bei den Arbeitgebern überwiegt Skepsis.

Die Bundesarbeits- und -sozialministerin stößt mit ihrem Vorschlag auf Kritik. dpa

Andrea Nahles (SPD)

Die Bundesarbeits- und -sozialministerin stößt mit ihrem Vorschlag auf Kritik.

BerlinBundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) will mit einer Lockerung bei der Arbeitszeit auf die fortschreitende Digitalisierung reagieren. Arbeitnehmer sollen Auszeiten und Qualifizierung aus Steuermitteln finanzieren können. „Wir haben die Chance auf einen Jahrhundert-Fortschritt, der allen nutzt“, sagte Nahles am Dienstag in Berlin. Die Arbeitgeber reagierten überwiegend skeptisch. Gewerkschaften forderten schnellere Schritte. Gemischte Reaktionen kamen vom Koalitionspartner CDU.

„Starre Strukturen und Hierarchien des Industriealters weichen auf“, sagte Nahles. Erstmals präsentierte sie ihre überwiegend bekannten Vorschläge für „Arbeiten 4.0“ detailliert nach Abschluss eines monatelangen Diskussionsprozesses mit Experten und Verbänden. Ein neues „Weißbuch“ versammelt die Vorstöße.

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Sind die Arbeitszeitregeln in Deutschland noch zeitgemäß? Arbeitsministerin Nahles will in „Experimentierräumen“ erproben, wie sich Unternehmen und Angestellte besser auf die „Arbeit 4.0“ einstellen lassen.

In einer zweijährigen Probephase will Nahles nun Arbeitgebern und Gewerkschaften zunächst mehr Flexibilität gestatten, als es das Arbeitszeitgesetz vorsieht. „Es muss nicht immer der Acht-Stunden-Tag sein, aber als Norm bleibt er wichtig.“ Über die Arbeitszeit solle in Betrieben verhandelt werden. Ein „Wahlarbeitszeit-Gesetz“ solle einen neuen Rahmen setzen. Bei klaren Grenzen für die maximale Länge der Arbeitszeit und Ruhezeiten müsse es bleiben. Mehrarbeit müsse rascher ausgeglichen werden.

Ein Gesetz, das Arbeitnehmern ein Recht auf die Rückkehr in Vollzeit aus Teilzeit geben soll, habe sie bereits in die Abstimmung innerhalb der Regierung geleitet, sagte Nahles.

Die Ministerin kündigte einen Vorstoß für neue staatliche Mittel für Berufsanfänger an. „Alle Bürger sollten beim Start ins Arbeitsleben ein persönliches Erwerbstätigenkonto mit Startguthaben erhalten.“ Einkommensausfälle bei Qualifizierung, Existenzgründung, Teilzeitphasen oder Auszeiten sollten so kompensiert werden.

Kommentare (4)

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Herr Old Harold

29.11.2016, 15:55 Uhr

Schlaues Mädchen in falscher Partei.

kon stan

29.11.2016, 16:44 Uhr

Mehr Flexiblität der Arbeitszeit ist schonmal der richtige Weg, würde ich sagen, solange das nicht wie beim MIndestlohn in immer mehr Bürokratie endet.
Damit werden KMU's zu sehr belastet. Und immer alles Outsourcen an irgendwelche Dienstleister die sinnlos und nicht organisch nachhaltig das BIP aufblähen ist sicher auch keine gute Sache.
Viele Leute würden das sicher begrüssen.

Account gelöscht!

29.11.2016, 17:15 Uhr

"Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

@ Herr Hoffmann

ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

@Porters

VIELEN DANK Herr Porters,
es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
Schön das Sie das zu schätzen wissen.

Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke....

ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
Danke

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