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24.06.2014

09:34 Uhr

Bundesarbeitsministerium

Höhere Kosten für Grundsicherung im Alter

Arme Rentner werden noch teurer: Das Bundesarbeitsministerium rechnet bis 2018 mit steigenden Ausgaben für die Grundsicherung von Rentnern in Milliardenhöhe. Grund dafür sei vor allem die wachsende Zahl der Älteren.

Für die Existenzsicherung armer Rentner muss die Bundesregierung demnächst noch tiefer in die Tasche greifen. dpa

Für die Existenzsicherung armer Rentner muss die Bundesregierung demnächst noch tiefer in die Tasche greifen.

BerlinDie Existenzsicherung für arme Rentner kostet den Staat immer mehr. Das Bundesarbeitsministerium rechnet damit, dass die Kosten für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung von voraussichtlich 5,493 Milliarden Euro in diesem Jahr bis 2018 auf 7,154 Milliarden Euro steigen. Dies ergibt sich laut „Süddeutscher Zeitung“ (Dienstag) aus der Aufstellung des Haushalts für 2014 und Antworten des Ministeriums auf Fragen der Linken-Bundestagsfraktion.

Ein Sprecher von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) sagte, dahinter stecke kein deutlicher Anstieg der Altersarmut. Hauptgrund sei vielmehr die steigende Zahl der Älteren in der Gesamtbevölkerung. Außerdem könnten sich die Kosten auch vergrößern, ohne dass die Zahl der armen Alten entsprechend zunimmt – etwa, weil wegen steigender Mietpreise Unterkünfte teuer werden.

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Von

dpa

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

24.06.2014, 11:01 Uhr

".... werden noch teurer"
Eigentlich eine Unverschämtheit aus Politik und Medien, dieser Satz !!

Wenn man unberechtigt, skandalös das Rentenniveau herabsetzt und parallel eine private Lobby-Rente als zusätzliche Verars..ung hinzufügt,sollte man froh sein, das es n o c h ruhig bleibt, in unserem Land !

Die Anerkennung einer Lebensleistung und Lebensqualität im Alter wird mittlerweile unerträglich !

Ein zukünftiger Rentner, der 12.000 € im Jahr in die Rentenkasse einzahlt, erhält dann für dieses Jahr eine Anrechnung von unter 50,00 € im Monat angerechnet.

Ein junger Arbeitnehmer mit einem Brutto-Gehalt von 2600,00 € im Monat, hat ein paar € mehr als Rente später zur Verfügung, als der, der nie gearbeitet hat.

Genau wie der Bereich Gesundheit, diese Bereiche werden zunehmend (gewollt) ruiniert !

Es sind scheinbar noch zu viele Bürger, die sich das Ausmaß in diesen Bereichen n o c h nicht bewusst sind.

Eine Katastrophe diese "Politik" und die Kompetenzleeren "Volksvertreter", nicht alle aber zu viele !

Es ist alles gut Bezahlbar ! Nur eine echte seriöse Reform wäre endlich, eigentlich überfällig, nötig !

Account gelöscht!

24.06.2014, 12:05 Uhr

Die unbezahlbare Grundsicherung kommt erst noch in den Folgegenerationen, weil man diesen Menschen heute die entsprechenden Löhne versagt, die eine auskömmliche Rente fürs Alter sichern, ebenso entsteht Altersarmut durch das massive Absenken des Rentenniveaus während sich die Pensionäre lustig am Steuergeld bedienen. Das kann alles nicht gut gehen. Wie gesagt, die Fehler werden heute durch die Politik begangen. Leider werden diese Altparteien gedankenlos gewählt, auch von Rentnern! Warum?

Account gelöscht!

24.06.2014, 13:33 Uhr

Nein, so ist es halt, wenn ein Staat ein Schneeballsystem organisiert. Es wird rein gar nichts gespart. Alle die Einzahlen finanzieren die heutigen Ausgaben und dürfen darauf hoffen, daß später noch viel mehr eingezahlt wird, damit sie gebug inklusive Inflationsausgleich heraus bekommen.
Abschaffung dieser Planwirtschaft und Eigenverantwortlichkeit mit einem nicht planwirtschaftlichen Geldwesen sind die einzigen Alternativen für eine Zukunft

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