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10.11.2011

16:32 Uhr

Bundesbank

Schuldenkrise gefährdet deutsche Banken

Trotz der inzwischen deutlich besseren Kapitalausstattung der Institute sorgt sich die Bundesbank wegen der Euro-Schuldenkrise um die Stabilität der deutschen Banken. Es fehle an Vertrauen in die Finanzindustrie.

Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret rief die Politik angesichts der immensen Risiken zu einer schnellen und umfassenden Krisenlösung auf. dapd

Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret rief die Politik angesichts der immensen Risiken zu einer schnellen und umfassenden Krisenlösung auf.

FrankfurtDie Bundesbank sorgt sich wegen der Euro-Schuldenkrise um die Stabilität der deutschen Banken - trotz der inzwischen deutlich besseren Kapitalausstattung der Institute. „Die Risiken für das deutsche Finanzsystem haben in diesem Jahr deutlich zugenommen“, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten jährlichen Finanzstabilitätsbericht der Notenbank. „Finanzstabilität kann es nicht geben, ohne dass die Staatsschuldenkrise grundlegend gelöst wird“, sagte Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret. „Das Wichtigste, was uns fehlt, ist das Vertrauen in die Finanzindustrie.“ Die aus den Problem einiger Euro-Peripherieländer resultierenden Ansteckungseffekte und die befürchtete Konjunkturflaute trübten die Ertragsaussichten der deutschen Geldhäuser spürbar ein, sagte Bundesbank-Vizepräsidentin Sabine Lautenschläger bei der Vorstellung des Berichts in Frankfurt. Allerdings seien die Banken in den vergangenen zwei Jahren dank einer besseren Kapitalausstattung widerstandsfähiger geworden. Beispielsweise betrage die Kernkapitalquote bei den 13 wichtigsten deutschen Kreditinstituten inzwischen 13,1 Prozent - berechnet nach dem aktuell noch gültigen Regulierungsstandard Basel II. Umgekehrt sei die Verschuldung der Institute zurückgegangen.

Dombret rief die Politik angesichts der immensen Risiken zu einer schnellen und umfassenden Krisenlösung auf. Es sei höchste Zeit für eine nachhaltige Finanzpolitik und flankierende Strukturreformen. „Auch in Deutschland muss die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte fortgesetzt werden.“ Das größte Risiko freilich geht von den Problemländern im Süden und Westen der Euro-Zone aus: „Die Bundesbank schätzt die Risiken aus den Forderungen gegenüber Griechenland, Irland und Portugal als insgesamt beherrschbar ein.“ Aber: volumenmäßig bedeutender und damit riskanter seien die Forderungen an Spanien und Italien.

Der Bundesbank zufolge haben die deutschen Banken in Griechenland immer noch Außenstände in Höhe von 28 Milliarden Euro, in Irland und Portugal von 63 Milliarden Euro. Alleine der italienische Staat steht bei den deutschen Instituten mit 42 Milliarden Euro in der Kreide, der spanische mit 23 Milliarden. Dabei sind die beiden deutschen Bad Banks nicht berücksichtigt.

Kommentare (6)

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Verdummung

10.11.2011, 17:30 Uhr

"Schuldenkrise gefährdet deutsche Banken"

Na und? Keine Bank ist systemrelevant, wie immer behauptet wird. KEINE!

Was ist systemrelevant?

GELDAUSGABE - Dafür gibt es die Zentralbank (Bundesbank bzw. EZB)
GELDVERKEHR - Das Regeln die Clearingstellen (Target2, Swift,..)
KREDITVERGABE - Dafür braucht es eigentlich auch keine Bank, jedenfalls keine bestimmte.

Was sonst noch "systemisch" ist, weiß nur Frau Merkel, aber die verrät es niemandem ;-)

lowabras

10.11.2011, 17:33 Uhr

"Schuldenkrise gefährdet deutsche Banken"
Nein, das hätte doch niemand erwartet, nachdem dieses Regierungs Probagandamagazin doch alles ununterbrochen schön redet. Ganz dem Auftrag folgend!
Die Banken haben Probleme durch die Schuldenkriese, kaum zu glauben!
Kam der Autor dieser schrägen Schlagzeile denn gerade von einer jahrelangen Marsreise zurück?

Dann lieber aktuelle und kritische Informationen nicht suchen, sondern finden, hier: http://steuerembargo.co.de

sterbende_demokratie

10.11.2011, 18:06 Uhr

Zitat:
"Schuldenkrise gefährdet deutsche Banken"

Schade das es nicht stimmt.
Ich würde keinem dieser Maffiaclans eine Träne nachweinen.

Systemrelevant? -Für mich nicht, ich ziehe mittlerweile Schweizer vor, die haben wenigstens eine sichere Währung!

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