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14.07.2017

19:03 Uhr

Bundesentwicklungsminister Müller

200.000 Syrer sollen in den kommenden Jahren zurückkehren

Bundesentwicklungsminister Müller möchte in den kommenden Jahren mindestens 200.000 Syrer zurückführen. Der von Trump und Putin vereinbarte Waffenstillstand im Südwesten des Landes böte die Hoffnung auf ein Ende des Krieges.

Der Bundesentwicklungsminister fordert ein Wiederaufbauprogramm, das der ganzen Region in Syrien zugutekommen müsse. dpa

Gerd Müller

Der Bundesentwicklungsminister fordert ein Wiederaufbauprogramm, das der ganzen Region in Syrien zugutekommen müsse.

BerlinBundesentwicklungsminister Gerd Müller setzt darauf, in den kommenden Jahren 200.000 Syrern eine Rückkehr in ihre Heimat zu ermöglichen. Die am Rande des G20-Gipfels in Hamburg erzielte Waffenstillstandsvereinbarung böte die Hoffnung und Chance den Krieg in und um Syrien zu beenden, sagte der CSU-Politiker in einem vorab veröffentlichten Interview des Deutschlandfunks. „Ich stelle mir vor, dass wir auch aus Deutschland mindestens 200.000 Syrer, die hier als Flüchtlinge angekommen sind, durch ein spezielles Programm wieder zurückführen.“ Er forderte ein Wiederaufbauprogramm, das der ganzen Region zugutekommen müsse.

In Syrien tobt seit sechs Jahren ein Bürgerkrieg zwischen Regierungsanhängern und Rebellen. Der Konflikt hat zahllose Menschen in die Flucht getrieben. Von den 90.000 Personen, die in der ersten Jahreshälfte in Deutschland Asyl suchten, kamen über 22.000 aus Syrien. Daten des Statistischen Bundesamtes zufolge lebten Ende 2016 knapp 640.000 Syrer in Deutschland.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Herr Hans Henseler

14.07.2017, 19:20 Uhr

Die Fluechtlinge haben die patriotische Pflicht ihr Heimatland wieder aufzubauen, wie
alle Nationen dies nach den Kriegen getan haben. Der Fluechtlingsstatus endet, wenn
der Krieg vorbei ist.

Herr Peter Spiegel

14.07.2017, 19:45 Uhr

Das sind zehn syrische Divisionen weniger in Europa, wie will man da die Besatzung aufrecht erhalten ?

Frau Annette Bollmohr

14.07.2017, 19:50 Uhr

Was der syrische Übersetzer Samir Mahfoud in nachfolgendem Artikel (heute in der "WELT" auf S. 5 zu lesen) zu berichten hat, wirft schon ein grelles Schlaglicht auf die erheblichen Defizite bezüglich der Fähigkeit zur Differenzierung insbesondere in der Flüchtlingspolitik – und da insbesondere bei der Auslegung von „Religionsfreiheit“ (und dies auch von Seiten unserer Gesellschaft):

https://www.welt.de/politik/deutschland/article166622395/Warum-fuer-einige-Syrer-Fluechtling-ein-Beruf-ist.html

Mit Religionsfreiheit hat das, was Mahfoud da am Beispiel des Umgangs des Vaters mit seiner Tochter aufzeigt absolut nichts zu tun.

Dafür umso mehr mit Unterdrückung bis hin zur Freiheitsberaubung. Und mit einer „Toleranz“, hinter der sich in Wahrheit Feigheit und/oder Ignoranz verbergen – Feigheit, weil man die Auseinandersetzung mit solchen „mächtigen“ Männern scheut; Ignoranz, weil man es um der eigenen Bequemlichkeit willen lieber gar nicht so genau wissen will – da man sich sonst die moralische Verpflichtung verspüren könnte, etwas gegen diese Zustände – die Unterdrückung der Frauen im Namen der „Religion“, denn die Verteidigung anachronistischer männlicher "Machtansprüche" halte ich für eine der wichtigsten Wurzeln des (Terror-)Problems - zu unternehmen.

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