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15.03.2017

19:21 Uhr

Bundesfinanzministerium

Paket mit Sprengstoff in Schäubles Ministerium gefunden

In der Poststelle des Finanzministeriums ist ein verdächtiges Paket aufgefallen. Darin fand sich ein gefährliches Gemisch zur Herstellung von Pyrotechnik. Der Inhalt hätte „erhebliche Verletzungen“ verursachen können.

Bundesfinanzministerium

War das Paket mit Sprengstoff für Schäuble?

Bundesfinanzministerium: War das Paket mit Sprengstoff für Schäuble?

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BerlinIm Berliner Bundesfinanzministerium ist in der Poststelle ein gefährliches Paket mit einem explosiven Gemisch und scharfem Zünder entdeckt worden. Das sogenannte Blitzknallgemisch hätte laut Polizei beim Öffnen zu erheblichen Verletzungen führen können. Den Zünder entschärften Spezialisten am Mittwoch noch in der Poststelle, den Rest des Pakets machten sie auf einem Sprengplatz der Polizei unschädlich.

Verletzt wurde niemand. Absender, Hintergründe und das Motiv blieben zunächst im Dunkeln. Mitarbeiter der Poststelle hatten das Paket geröntgt und und Alarm geschlagen.

Ob das Paket an Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) adressiert war, wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Die „Bild“-Zeitung und die „B.Z“ berichteten, es sei direkt an den Minister adressiert gewesen. Auch das Ministerium wollte sich dazu nicht äußern.

Jetzt wird laut Polizei wegen Verstoßes gegen das Sprengstoff-Gesetz ermittelt - gegen unbekannt. Der „Knallsatz“ sei vermutlich ein Eigenbau. Die Hülle des Pakets werde noch untersucht, sagte ein Sprecher. Ob Spuren gesichert werden konnten, wurde nicht mitgeteilt.

Nach Angaben der Polizei kann der entdeckte Stoff zur Herstellung von Pyrotechnik verwendet werden. Nach dem Fund mussten Mitarbeiter die Poststelle und umliegende Räume des Hauses nahe dem Potsdamer Platz umgehend verlassen.

Es war nicht der erste Sprengstoffalarm in einer Poststelle der Bundesregierung. Bei der routinemäßigen Post-Überprüfung für das Kanzleramt war im Januar des Vorjahres ein Päckchen aufgefallen, das sich jedoch als harmlos erwies. Im Jahr 2010 hatte ein Paket für Aufregung gesorgt, das per Luftpost aus Griechenland kam.

Von

dpa

Kommentare (1)

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15.03.2017, 19:16 Uhr

1600 Gefährder erreichen auch mal die Regierung. So trivial ist das.

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