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18.01.2010

08:44 Uhr

Bundeskanzleramt

Kanzlerin Merkel ist am Zug - aber an welchem?

VonAndreas Rinke

Vielleicht war es ein schlichter Übersetzungsfehler: An ostasiatischen Börsenplätzen war Ende vergangener Woche über einen möglichen Rücktritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spekuliert worden. Aber statt „Rückzug“ steht für Merkel nur ein „Umzug“ ins Haus. Und das Abdichten des Kanzleramtes.

Schäden am Bundeskanzleramt zwingen Angela Merkel zum vorübergehenden Umzug. dpa

Schäden am Bundeskanzleramt zwingen Angela Merkel zum vorübergehenden Umzug.

HB. Solche feinen Unterschiede können beim Übersetzen schon einmal verlorengehen. Zug ist Zug, mögen sich einige Analysten gesagt haben.

Im Bundeskanzleramt müssen jedenfalls auch im Trakt, in dem sich das Büro der Kanzlerin befindet, Schäden am Bauwerk beseitigt werden. Das Kanzleramt ist also nicht ganz dicht - was sich schleunigst ändern soll, schon um der Opposition keine verbale Steilvorlage zu liefern. Also packt Merkel ihre sieben Sachen zusammen und zieht für einige Wochen in ein anderes Büro in der Schaltzentrale der politischen Macht. Die Schlafräume im Kanzleramt hat sie ohnehin nie genutzt, weil ihre eigene Wohnung in Berlin nicht weit entfernt ist.

Gleichzeitig hat Merkel keinen Zweifel daran gelassen, dass sie nach der nötigen Abdichtung der Fassade wieder in das Kanzlerinnenbüro einziehen wird. Bereits am Freitag war die CDU-Chefin schließlich wieder einmal erfolgreich als Dompteuse brüllender Unions-Löwen unterwegs gewesen. In Ostasien muss man neu nachdenken, woran die Kursschwankungen beim Euro denn wirklich liegen könnten.

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