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06.09.2014

15:30 Uhr

Bundeskanzlerin besorgt

„Antisemitismus darf in Deutschland keine Chance haben“

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich entschieden gegen Ausländerhass und Antisemitismus geäußert. In Deutschland wüssten zu wenig Menschen über die deutsche Geschichte bescheid. Man müsste viel nachholen.

Angela Merkel (CDU) spricht bei einer Wahlkampfveranstaltung in Brandenburg. Die Bundeskanzlerin setzte sich gegen Judenhass in ihrem aktuellen Video-Podcast ein. dpa

Angela Merkel (CDU) spricht bei einer Wahlkampfveranstaltung in Brandenburg. Die Bundeskanzlerin setzte sich gegen Judenhass in ihrem aktuellen Video-Podcast ein.

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat das entschiedene Vorgehen der Regierung gegen alle Tendenzen von Antisemitismus sowie von Hass gegen Ausländer und Minderheiten bekräftigt. „Antisemitismus darf in Deutschland keine Chance haben“, sagte Merkel am Samstag in ihrem aktuellen Video-Podcast. Dafür werde sie persönlich wie auch die ganze Bundesregierung und jeder verantwortliche Politiker alles tun. Aus der Gesamtverantwortung Deutschlands für seine Geschichte ergebe sich die Mahnung, sich „überall auf der Welt für Toleranz, für friedliches Miteinander-Leben, für Demokratie einzusetzen“.

Es stimme sie sehr besorgt, dass es in Deutschland keine einzige jüdische Einrichtung gebe, die nicht durch Polizei bewacht werden müsse, sagte Merkel weiter. Ängste jüdischer Menschen dürfe man nicht „wegdrängen“, sondern müsse jedem Hinweis auf Antisemitismus entschieden nachgehen.

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Die Bundeskanzlerin plädierte für eine „umfassende Geschichtsbildung“ nicht nur für junge Menschen. Es gebe noch Nachwirkungen „einer sehr selektiven Geschichtsbildung in der ehemaligen DDR“. Sie habe in ihrer Schulzeit sehr viele Konzentrationslager besucht, „aber dort wurde von ermordeten Kommunisten gesprochen, aber nicht von den Millionen ermordeten Juden“, sagte Merkel. „Das muss nachgeholt werden.“

Gedenkstätten würden immer wichtiger, um die Erinnerung an die nationalsozialistische Diktatur und den Zweiten Weltkrieg lebendig zu halten, betonte sie. Es sei allerdings wichtig, darauf zu achten, „dass nicht nur einige, die sich interessieren, informiert sind“. Das Thema müsse Teil des Geschichtsunterrichts sein, Schulen sollten Gedenkstätten besuchen.

Von

afp

Kommentare (2)

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Herr Günther Schemutat

08.09.2014, 08:34 Uhr

Was die Jesiden im Irak sind die Juden in Deutschland. Umgeben von Feinden müssen alle! Einrichtungen bewacht werden, während draussen die Scharia Polizei Streife läuft.

Schuld sind unfassbar einäugige Politiker die Deutschland an den Rand des Gesellschaftlichen Zusammenbruchs geführt haben. Eine Kerzendemostration gegen Salafisten und Radikale Muslime hat es weder von den Muslimen noch von den Deutschen gegeben. Da würde man glatt in die Rechte Ecke gestellt werden. So schön wie sich der Spruch von Merkel anhört er ist nichts Wert,
wenn nicht jede Radikalität bekämpft wird.

Herr Wolfgang Trantow

08.09.2014, 09:17 Uhr

Und warum unterstützt, fördert und will Frau Merkel unbedingt,das Deutschland ein islamistischer Staat wird???

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