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12.11.2013

07:19 Uhr

Bundeskriminalamt

Cyberkriminalität nimmt zu

Cyberkriminalität kann vieles sein – von Phishing bis illegale Pornografie. Die Zahl der Straftaten unter Nutzung moderner Informationstechnik nimmt naturgemäß zu. Der Schaden geht in die Milliarden.

Demonstrierter Datenraub

Unterwegs mit einem Live-Hacker

Demonstrierter Datenraub: Demonstrierter Datenraub - unterwegs mit einem Live-Hacker

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WiesbadenDie Polizei sieht den Kampf gegen die wachsende Cyberkriminalität als eine ihrer größten Herausforderungen. Das Bundeskriminalamt widmet diesem Thema deshalb seine traditionelle Herbsttagung mit 500 Sicherheitsexperten aus dem In- und Ausland. Zum Auftakt des zweitägigen Treffens an diesem Dienstag wollen BKA-Präsident Jörg Ziercke und Innenstaatssekretär Klaus Dieter Fritsche sprechen.

Bei Cyberkriminalität geht es um alle Straftaten, die unter Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnik begangen werden - von zerstörerischen Computerviren über das Abschöpfen von Kontodaten bis zur Verbreitung von Kinderpornografie im Netz. „In diesem Phänomenbereich ist - wie in kaum einem anderen Deliktsbereich - eine kontinuierlich steigende Kriminalitätsentwicklung zu bilanzieren“, heißt es beim BKA.

Den Schaden durch Cyberkriminalität allein in Deutschland in diesem Jahr schätzen Internetfirmen auf gut drei Milliarden Euro. Auch Terrorismus, Spionage und Kriegsführung per Computer (Cyberwar) gehören zu den bedrohlichen Seiten des Internets, über die Experten auf der Tagung sprechen wollen.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Nettie

12.11.2013, 17:15 Uhr

Die Anmerkung von Howard Schneider (heute im HB-Interview), dass eine Segmentierung des Internets aus Gründen der Datensicherheit gerade eines seiner größten Vorteile, nämlich die grenzüberschreitende Offenheit zunichte machen würde, finde ich sehr wichtig. Jeder, ob staatliche Institution, Unternehmen oder Privatperson, dem durch Eingriffe Unbefugter in sein Netzwerk Schaden droht, muss unbedingt selbst wirksam dafür sorgen, dass er es Angreifern durch Verschlüsselung und sonstige wirksame Sicherheitsmaßnahmen unmöglich oder zumindest so schwer wie irgend möglich macht (was jeder Terrorist und sonstige Kriminelle, der genau weiß, dass man ihn zu überwachen versucht, ohnehin tut – was durchaus Fragen nach Sinn und Effektivität ziel- und wahlloser Überwachungsmaßnahmen aufwirft). Gesetze und Abkommen als Schutz vor Cyberattacken und Schnüffeleien sind albern. Es wird ja auch in Wohnungen eingebrochen, obwohl jeder weiß, dass das verboten ist. Entscheidend ist, dass die fähigsten ITler auf der „richtigen Seite“ stehen. Wenn Autoritäten der sog. „freiheitlich-westlichen Demokratien“ den (offensichtlich begründeten) Eindruck erwecken, sie nähmen für sich Doppelstandards und Sonderrechte in Anspruch, untergräbt dies nicht nur nachhaltig ihre Glaubwürdigkeit; schlimmer ist, dass es zur Folge hat (bzw. haben wird), dass die integersten, begabtesten, im Kampf gegen die zunehmenden Bedrohungen im Internet in Zukunft absolut unentbehrlichen Köpfe (wie z.B. Edward Snowden), die an sich selbst bzw. ihr Handeln gewisse ethische und moralische Maßstäbe anlegen, nicht mehr bereit sein werden mit ihnen zusammenzuarbeiten.

Account gelöscht!

13.11.2013, 08:35 Uhr

Lieber 100 Cyberkriminelle als einen Offline-Überwachungsnazi wie den Ziercke. Leider verschweigt das Handelsblatt hier was sonst im Netz auf allen Newsportalen zu lesen war, und zwar das Jörg "Adolf" Ziercke es als eine der dringendsten Angelegenheit einer großen Koalition hält, die Vorratsdatenspeicherung einzuführen. Ich halte den Mann für Hochgefährlich und Verfassungsfeindlich, immerhin hat das Bundesverfassungsgericht die Totalspeicherung gekippt und jetzt sieht er durch eine GroKO die Gunst der Stunde kommen den Orwellschen Überwachungsstaat einzuführen? Der Mann gehört in den Knast. Der Typ mein erst steht über dem Gesetz und über der Verfassung. So eine Person ist für ein freies Land untragbar.

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