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15.06.2016

11:15 Uhr

Bundeskriminalamt

Ermittlungen in Düsseldorf nach Orlando-Attentat

Das Bundeskriminalamt prüft eine mögliche Spur des Orlando-Attentats nach Düsseldorf. Der Vater von Omar Mateen gab ein Konto der Stadtsparkasse bei einem Spendenaufruf an. Das Konto gehörte einem Hildener Verein.

Der Vater des Orlando-Attentäters hatte Verbindungen nach Deutschland. Er gab ein Konto der dortigen Sparkasse bei einem Spendenaufruf an. dpa

Düsseldorfer Stadtsparkasse

Der Vater des Orlando-Attentäters hatte Verbindungen nach Deutschland. Er gab ein Konto der dortigen Sparkasse bei einem Spendenaufruf an.

DüsseldorfNach dem Attentat in Orlando prüft das Bundeskriminalamt Verbindungen nach Düsseldorf. Das BKA habe Kontakt zu US-Behörden, erklärte eine Sprecherin am Mittwoch. Details nannte sie nicht, wie am Mittwoch die „Rheinische Post“ berichtete. Das Blatt hatte am Dienstagabend zuerst über den Fall geschrieben.

Der Vater des Orlando-Attentäters, Seddique Mateen, hatte in Online-Videos zu Spenden aufgerufen und dabei 2013 ein Konto der Düsseldorfer Stadtsparkasse genannt. Der gebürtige Afghane setzte sich in den USA politisch für die Belange seines Heimatlands ein. Das Konto gehörte einem Hildener Selbsthilfe Verein. Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft prüft, ob Mateen mit dem Verein in Kontakt stehe.

Mateen setzte sich in den USA politisch für die Belange seines Heimatlands Afghanistan ein. Reuters

Seddique Mateen, Vater des Attentäters

Mateen setzte sich in den USA politisch für die Belange seines Heimatlands Afghanistan ein.

Die Stadtsparkasse Düsseldorf erklärte heute, dass es beim Institut etwa ein Jahr lang ein Konto gegeben habe, dass das BKA mit Mateen in Verbindung bringt, wie der Sender WDR berichtete. Das Konto sei Anfang 2014 wegen zu geringer Kontobewegungen geschlossen worden. Auf dem Konto habe es nur zwei Bewegungen gegeben, sagt ein Sprecher der Stadtsparkasse. Es seien Beträge von 100 Euro und 70 Euro überwiesen worden.

Wer hinter dem Hildener Selbsthilfe Verein steckt und ob er überhaupt noch besteht, ist unklar. Es gilt als eher unwahrscheinlich, dass es einen direkten Zusammenhang zum Attentat gibt. Der Verein ist nach Einschätzung der Ermittler nie mit politischen oder finanziellen Aktivitäten aufgefallen.

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Nach dem Anschlag in Orlando vernimmt der FBI die Frau des Attentäters. Die 30-jährige Noor Mateen soll von seinen Planungen gewusst und ihn beim Munitions-Kauf begleitet haben. Weitere seltsame Details werden bekannt.

Mateen ist Facebook-Videos nach zu urteilen eine etwas illustre Figur; er scheint den Arrest afghanischer Politiker anordnen zu wollen und mit den radikalislamischen Taliban zu sympathisieren.
Sein Sohn, Omar Mateen, hatte in der Nacht zu Sonntag in einem Schwulenclub in Orlando 49 Menschen getötet und mehr als 50 Menschen verletzt. Der 29-jährige Attentäter wurde später bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet.

Von

HB

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