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15.04.2013

17:49 Uhr

Bundesnetzagentur

Im Stromnetz hat's gewackelt

ExklusivIn der zweiten Märzhälfte ist es im deutschen Stromnetz mehrmals zu schwierigen Situationen gekommen. Fast 40 mal mussten Netzbetreiber eingreifen. Die Stromproduktion aus Erneuerbaren stellt das Netz vor Probleme.

Sonnensegel im Solarzentrum in Wietow: Die rasante Steigerung der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien stellt das Netz vor große Probleme. dpa

Sonnensegel im Solarzentrum in Wietow: Die rasante Steigerung der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien stellt das Netz vor große Probleme.

BerlinDie Stabilität des deutschen Stromübertragungsnetzes war in der zweiten Märzhälfte mehrfach akut gefährdet. Im Netz sei zwischen dem 18. und dem 31. März „mehrmals zu angespannten Situationen“ gekommen, die Sicherheit des Übertragungsnetzes sei nicht jederzeit gewährleistet gewesen, heißt es im jüngsten „Kurzbericht zur Systemsicherheit“, der dem Handelsblatt vorliegt. Um eine „Gefährdung der Systemsicherheit“ zu vermeiden, hätten Netzbetreiber 38-mal massiv in den Netzbetrieb eingreifen müssen.

Ursache der Probleme sind die rasanten Steigerungsraten bei der Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen. In dem Bericht der Bundesnetzagentur heißt es, Ende März seien „mehrmals hohe Anstiege der Gesamteinspeisung aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen“ zu verzeichnen gewesen.

Am 24. März gab es sogar einen Rekord: An jenem Sonntag wurde mehr Wind- und Sonnenstrom eingespeist als jemals zuvor, schreibt die Netzagentur. An diesem Tag betrug der Spitzenwert der Einspeisung 32,9 Gigawatt. Der bisherige Höchstwert stammt aus dem vergangenen Jahr. Er betrug 31,6 Gigawatt.

Von

str

Kommentare (25)

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Account gelöscht!

15.04.2013, 18:45 Uhr

Wieder einmal zeigt es sich, dass die Energiewende nicht nur wegen der ständig steigenden Strompreise wirtschaftlich schädlich und zerstörerisch ist, sondern darüber hinaus auch wegen der Gefährdung der Netzstabilität in hohem Maße verantwortungslos und gemeingefährlich.

Blackouts bringen nämlich immer eine unmittelbare Gefährdung von Menschenleben mit sich. Was geschieht z.B. wenn die Signalanlagen im Straßenverkehr plötzlich ausfallen?

Jeder Verantwortliche weiß um diese Gefahr. Er sollte sich darüber im Klaren sein, dass die Toten, die wegen Netzzusammenbruchs (hoffentlich nicht, aber möglicherweise eben doch) zu beklagen sein werden, seine Toten sein werden. Wie er das dann mit seinem Gewissen ausmachen soll, muss er dann selber sehen.

Schon Lady Macbeth hat bekanntlich die schlimme Erfahrung machen müssen, dass alles Wasser des Ozeans nicht ausreicht, Blut von den eigenen blutbefleckten Händen abzuwaschen.

Gande

15.04.2013, 19:26 Uhr

Komisch! Nach ca. 4 Wochen liest man darüber in den Medien, das die Stabilität des Stromnetzes mehrfach gefährdet war. Irgendwie merk-Würdig! Übrigens, vor 4 Wochen musste ich mal während einer Autofahrt bremsen... interessiert das jemanden??

hap

15.04.2013, 19:28 Uhr

Ja, ja die Verantwortlichen und der aufgeklärte Bürger. Gegensätze ziehen sich an, heißt es. Aber die Entscheidungsträger sind eben nicht immer die Verantwortlichen. So ist es nunmal in der arbeitsteiligen Gesellschaft. Warum auch sollten die Energiemonopolisten die Netze so ausbauen, dass die Energiewende möglich wird? Niemals, das altbekannte Rezept heißt kritisieren, diffamieren und abservieren.
Angeblich gäbe es keine technischen Möglichkeiten ...
Tststststs
(...)

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