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31.08.2012

14:45 Uhr

Bundesparteitag

Laschet will Merkel-Stellvertreter werden

Der neue Chef der NRW-CDU wagt den großen Wurf: Armin Laschet will einer der Stellvertreter von Parteichefin Angela Merkel werden. Doch er hat starke Konkurrenz aus dem Süden.

Das Ziel fest im Blick: Armin Laschet will Merkel-Vize werden. dpa

Das Ziel fest im Blick: Armin Laschet will Merkel-Vize werden.

DüsseldorfDer nordrhein-westfälische CDU–Parteichef Armin Laschet bringt sich in Stellung für ein Spitzenamt in der Bundespartei: Der 51-Jährige will einer der Stellvertreter von Parteichefin Angela Merkel werden und sich beim Bundesparteitag im Dezember zur Wahl stellen. Seine Kandidatur kündigte Laschet am Donnerstagabend im Landesvorstand an.

Dabei sagte er nach Angaben einer Sprecherin, dass er den Themen Wirtschaftskompetenz und Zukunft von Arbeitsplätzen auch in der Bundespartei ein stärkeres Gewicht geben wolle. Anfang Dezember (3.-5.) wählt die Bundes-CDU in Hannover ihre Führung um Merkel und ihre bisher vier Stellvertreter neu.

Im CDU-Präsidium hatten Überlegungen große Zustimmung gefunden, die Zahl der Vize–Vorsitzenden von vier auf fünf zu erhöhen. Damit soll unter anderem eine Präsenz der Regionen sichergestellt werden. Generalsekretär Hermann Gröhe will in den nächsten Wochen Gespräche mit den Landesverbänden führen. Als aussichtsreiche Kandidaten gelten neben Laschet auch Baden-Württembergs CDU-Chef Thomas Strobl sowie die rheinland-pfälzische CDU-Chefin Julia Klöckner.


Der Vorstand der NRW-CDU – mit 148 000 Mitgliedern der größte Landesverband – und die acht Bezirksvorsitzenden hatten Laschet einstimmig zu einer Kandidatur aufgefordert. Noch hat Wahlverlierer Norbert Röttgen einen der Vize-Posten inne. Unter ihm war die NRW-CDU aber im Mai bei der Landtagswahl auf ein Rekordtief von 26,3 Prozent abgestürzt. Laschet hatte den zurückgetretenen Röttgen Ende Juni als Landesparteichef abgelöst. Kanzlerin Merkel hatte Röttgen kurz nach dem Wahldebakel als Umweltminister entlassen.

In den kommenden Tagen will sich die nordrhein-westfälische CDU mit einer Wahl- und Fehleranalyse befassen – bei einer Parteiveranstaltung an diesem Samstag in Duisburg und einer Fraktionsklausur ab Montag in Krefeld. Erwartet wird auch, dass Laschet dabei seine Pläne für einen Weg des Landesverbandes aus der Krise und für einen Neuanfang vorstellt.

 

 

Von

dpa

Kommentare (2)

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Thomas-Melber-Stuttgart

31.08.2012, 17:39 Uhr

Herr Laschet und seine Kompetenz in Sachen Wirtschaft und Arbeitsplätzen. Na denn, wohlan!

Account gelöscht!

31.08.2012, 19:07 Uhr

Der Türken-Laschet.
Wirtschaftskompetenz braucht er nicht.
Er ist ein ausgewiesener Türkenliebhaber.
Der würde besser zu den Grünen passen
Ein unangenehmer Zeitgenosse.

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