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07.05.2013

12:39 Uhr

Bundespräsident

Gauck zu Besuch in Kolumbien und Brasilien

Bundespräsident Gauck reist am Mittwoch nach Kolumbien und Brasilien. Bestimmendes Thema seiner ersten Station ist der Friedensprozess. In Brasilien steht dann Wirtschaft im Vordergrund.

Bundespräsident Joachim Gauck: Zu Besuch in Kolumbien und Brasilien. dpa

Bundespräsident Joachim Gauck: Zu Besuch in Kolumbien und Brasilien.

Berlin/Rio de JaneiroBundespräsident Joachim Gauck kann seinen kolumbianischen Gesprächspartnern bei seinem Besuch sicherlich den einen oder anderen Rat geben für die Aussöhnung zwischen Staat und Farc-Rebellen. Kolumbien hat die historische Chance, einen nachhaltigen Friedensprozess erfolgreich abzuschließen. Nach 50 Jahren blutigen Konflikts sind mehr oder weniger alle Seiten kriegsmüde. Die Bilanz: 200.000 Opfer der Gewalt zwischen Regierungseinheiten, Farc-Guerilla und auch Drogenbossen sowie vier Millionen Binnenflüchtlinge.

Der frühere Chef der Stasi-Unterlagenbehörde hat Erfahrung mit gesellschaftlichen Integrationsprozessen und will das Thema während seines Besuchs bei mehreren Gelegenheiten ansprechen. Deutschland sieht sich in dem Prozess grundsätzlich als Ansprechpartner für Kolumbien als Ganzes. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit dem südamerikanischen Land ist entsprechend auf den Friedensprozess ausgerichtet. Gauck will mit einem Abstecher in die Drogenhochburg Medellin wohl auch in dieser Hinsicht ein Zeichen setzen.

Staatsbesuche, offizielle Besuche, Arbeitsbesuche

Staatsbesuche

Nur Treffen von Staatsoberhäuptern werden als Staatsbesuche bezeichnet. Dazu zählen also Besuche des Bundespräsidenten bei gekrönten Häuptern oder republikanischen Staatschefs oder deren Gegenbesuche, nicht aber zum Beispiel die Auslandsreisen der Bundeskanzlerin.

Die Gäste eines Staatsbesuches werden mit den höchsten protokollarischen Ehren empfangen. Staatsbesuche finden auch ohne konkreten Anlass statt und dienen vor allem der Kontaktpflege zwischen den Ländern.

Offizielle Besuche

Zu offiziellen Besuchen folgen Regierungschefs oder Minister einer Einladung ihrer ranggleichen Gastgeber. Meist geht es dabei um die Erörterung konkreter politischer Fragen.

Arbeitsbesuche

Bei Arbeitsbesuchen kommen Regierungschefs oder Staatsoberhäupter - im Fall Deutschlands - auf Einladung der Bundeskanzlerin und nicht des Bundespräsidenten nach Berlin.

Die Menschenrechtslage in dem Land kann keineswegs als entspannt bezeichnet werden. Doch die Regierung von Juan Manuel Santos sei auf dem richtigen Weg, hieß es im Präsidialamt. Die Aussöhnung der kolumbianischen Gesellschaft ist Voraussetzung für wirtschaftliche Prosperität. Die Bundesregierung hat Kolumbien in die Reihe neuer Zielmärkte aufgenommen. Deutschland ist in Europa wichtigster Handelspartner und kommt weltweit hinter den USA, China und Mexiko an vierter Stelle. Doch es ist auch hier noch viel zu tun.

In Brasilien steht dann von Sonntag an die Wirtschaft im Mittelpunkt. In São Paulo markiert Gaucks Besuch den Start fürs Deutschland-Jahr in Brasilien, für das im Mai 2011 noch Vorgänger Christian Wulff mit Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff die Schirmherrschaft übernahm.

Bundeskanzlerin Angela Merkel war in ihrer Amtszeit nur einmal - 2008 - in Brasilien. Eine Teilnahme am Rio+20-Gipfel hatte sie 2012 abgesagt, was die Brasilianer damals etwas verschnupft zur Kenntnis nahmen. Die deutsche Wirtschaft würde sich einen weiteren Besuch der Kanzlerin wünschen, denn Brasilien ist Deutschlands stärkster Wirtschaftspartner in Lateinamerika.

Kommentare (4)

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Vicario

07.05.2013, 13:19 Uhr

Zitat : . In Brasilien steht dann Wirtschaft im Vordergrund.

- und was versteht dieser Dampfplauderer von Wirtschaft ? Ach ja, Tourismus in Lateinamerika, gehört auch dazu......auf Steuerzahler-Kosten !


Zitat : Gauck als Türöffner

- ein neuer Treppenwitz ?

Account gelöscht!

07.05.2013, 15:31 Uhr

Ha ha Das Gauck von gesellschaftlichen Integrationsprozessen
etwas versteht ist mir neu. Einladungen von Muslimen in seinem Schloss reichen nicht aus, um die wachsenden Probleme allein in Berlin zu lösen. Die Farc wird sich sicherlich nicht damit begnügen in den Präsidentenpalast zum Kaffee oder
Tee eingeladen zu werden. Die wollen Gerechtigkeit und kein Korruptes Regime und Politiker. Moment...
bei Korrupte Politiker und Gerechtigkeit da war doch was.

Hat Gauck zumindest Kenntnis von solchen Vorfällen aber sicher keine Lösung als Teil des Politischen Systems.

Hauptsache Urlaub.

Frank3

09.05.2013, 22:30 Uhr

Ja , EIGENE STAATSAKTEN selber SCHWÄRZEN . . . . ALLEIN IM RAUM . . .
UND IMMER GLEICHEN GEDIENT . . .
Gauck SCHÜTZT MENSCHEN NICHT sondern WILL SCHAFE HÜTEN und SCHAFE HÜTEN KANN er ERKLÄREN , " WIE NICHT WACH WERDEN ", ZUM BEISPIEL .
SCHLIMM !!! LIEBE DEN WAHNSINN , DEN NUR IN ihm FINDEST WAHRHEIT ABER NICHT MIT MEDIEN .


Gott
Souverän sich .

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