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20.01.2012

13:19 Uhr

Bundespräsident

Wulff ließ sich zu Filmball einladen

Christian Wulff ließ sich von der Firma Zentis zum Münchener Filmball einladen. Die Anwälte des Bundespräsidenten versichern aber, dass Wulffs Unabhängigkeit ungerührt blieb.

Christian Wulff beim Deutschen Filmball im Bayerischen Hof 2010. dpa

Christian Wulff beim Deutschen Filmball im Bayerischen Hof 2010.

BerlinDie Anwälte von Bundespräsident Christian Wulff haben bestätigt, dass sich ihr Mandant als niedersächsischer Ministerpräsident vor zwei Jahren von der Firma Zentis zum Münchner Filmball einladen ließ. Dies habe jedoch im Einklang mit dem niedersächsischen Ministergesetz gestanden, erklärte Anwalt Gernot Lehr am Freitag in Berlin.

Demnach durften die einladenden Gastgeber Reise- und Übernachtungskosten für Regierungsmitglieder übernehmen, wenn die Erfüllung der Amtsaufgaben dadurch nicht beeinflusst oder behindert wurde. Auch habe die Unparteilichkeit und Unbefangenheit nicht beeinflusst werden dürfen.

Im Einklang mit diesen Regeln seien die Übernachtung von Wulff und seiner Frau sowie des Sicherheitspersonals am 16. Januar 2010 ebenso wie die Eintrittskarten von dem Unternehmen bezahlt worden. Die Münchner „Abendzeitung“ hatte über den Fall berichtet und die Einladung zum Filmball in Zusammenhang mit einem Vortrag gestellt, den Wulff wenige Wochen zuvor bei einer Konferenz des Marmeladenherstellers gehalten hat.

Wulffs Anwalt sagte, beim Vortrag in einem Hotel in den Niederlanden im Dezember 2009 sei es um Fragen der Lebensmittelwirtschaft gegangen. Bei der Gelegenheit habe Wulff die Führung der Zentis-Gruppe überzeugen können, ihre zentrale Tagung im folgenden Jahr in Wolfsburg abzuhalten.

Von

rtr

Kommentare (6)

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audit

20.01.2012, 13:45 Uhr

Nur ein Narr denkt, dass so eine Veranstaltung ein Vergnügen für die Betroffenen ist. Normalerweise bekommt man dafür noch Geld, dass man sich so etwas antut. Das ist wie eine Betriebsfeier, wo man einfach hin gehen muss, egal wie man es sieht. Letztendlich ist es Arbeitszeit und man sollte nie den Fehler machen, so etwas als Vergnügen anzusehen.

Legitim wäre es gewesen, wenn man den Bundpräsidenten dafür eine Extrazahlung zukommen lässt, denn es war harte Arbeit.

debrasseur

20.01.2012, 14:27 Uhr

Da könnten geneigte BürgerINnen auf die Idee kommen, nehmen sei besser als geben. Schließen sich jedoch BürgerINnen gar zu einem exclusiven Kreis zusmamen, meinetwegen als Selbstkontrolle, kann unter Umständen der Verdacht einer kriminellen Vereinigung aufkommen. Im Angesicht heutiger politsch, flankierter Maßnahmen des geschützten Erbgutes, in welcher Form auch immer, darf das natürlich auch einmal in undemokratischer Form passieren. Schließlich wird dem Volk zugemutet, es geschieht alles im gesetzlich, grünen Bereich. O men, A men.

meyer2011

20.01.2012, 14:36 Uhr

audit, sie scheinen sich ja besonders gut auszukennen. So wie Sie reden, waren Sie ja auch zu gegen. Von wem haben Sie denn Geld für Ihren Besuch bekommen?

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