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06.11.2016

00:08 Uhr

Bundespräsidentenamt

Merkel und Seehofer unterstützen Steinmeier-Kandidatur nicht

In der Frage um Amt des Bundespräsidenten scheint Frank-Walter Steinmeier für Kanzlerin Merkel und CSU-Chef Seehofer keine Option zu sein. Einem Medienbericht zufolge wollen sie den SPD-Mann nicht unterstützen.

Einem Bericht zufolge wollen Bundeskanzlerin Merkel und CSU-Chef Seehofer eine mögliche Kandidatur von Außenminister Frank-Walter Steinmeier für das Bundespräsidentenamt nicht unterstützen. AFP; Files; Francois Guillot

Frank-Walter Steinmeier

Einem Bericht zufolge wollen Bundeskanzlerin Merkel und CSU-Chef Seehofer eine mögliche Kandidatur von Außenminister Frank-Walter Steinmeier für das Bundespräsidentenamt nicht unterstützen.

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und CSU-Chef Horst Seehofer wollen nach Informationen der „Bild am Sonntag“ eine mögliche Kandidatur von Außenminister Frank-Walter Steinmeier für das Bundespräsidentenamt nicht unterstützen.

Die SPD-Spitze um Parteichef Sigmar Gabriel und Fraktionschef Thomas Oppermann setzt hingegen vor dem Spitzengespräch der Parteichefs der großen Koalition am Sonntag weiter auf Steinmeier. Oppermann sagte der Zeitung: „Unsere Haltung bleibt klar: Als Bundespräsident kommt nur eine exzellente Persönlichkeit infrage. Frank-Walter Steinmeier ist dafür ein guter Maßstab.“

Das sind die möglichen Gauck-Nachfolger

Norbert Lammert

Norbert Lammert (67): Seit 2005 ist der CDU-Mann aus Bochum Präsident des Bundestages, der Umzug ins Schloss Bellevue wäre ein naheliegender Karriereschritt. Lammert gilt als wortmächtig und intellektuell brillant, was er andere auch gerne spüren lässt.

Ursula von der Leyen (

Ursula von der Leyen (57): Ihr Name fällt immer, wenn es um Spitzenämter geht, auch als künftige Kanzlerin ist die CDU-Frau im Gespräch. Schon 2010 war die amtierende Verteidigungsministerin als mögliche Kandidatin für das Präsidenten-Amt im Gespräch.

Volker Bouffier

Volker Bouffier (64): Früher eher dem rechten Flügel der CDU zugeordnet, führt er seit 2014 relativ geräuschlos und erfolgreich die schwarz-grüne Landesregierung in Hessen. Ein Signal für Schwarz-Grün auch im Bund also.

Frank-Walter Steinmeier 

Frank-Walter Steinmeier (60): Beinahe so etwas wie der natürliche Kandidat für das höchste Amt im Staate. Beliebt bei den Bürgern, angesehen über Parteigrenzen hinweg, diplomatisch erfahren. Aber hat ein SPD-Mann diesmal überhaupt eine Chance?

Martin Schulz

Martin Schulz (60): Der Präsident des Europaparlaments wird immer wieder genannt, wenn die SPD nach Kandidaten für Spitzenämter sucht. Doch abgesehen von der Schwierigkeit, eine Mehrheit zu finden: Kanzlerin Angela Merkel gilt nicht als Schulz-Fan.

Annegret Kramp-Karrenbauer

Annegret Kramp-Karrenbauer (53): Die CDU-Ministerpräsidentin aus dem Saarland genießt Ansehen auch bei der SPD und den Grünen. Sie ist linker und jünger als andere CDU-Kandidaten, und sie ist eine Frau.  

Winfried Kretschmann

Winfried Kretschmann (68): Der grüne Ministerpräsident aus Baden-Württemberg ist nicht nur in seiner Heimat populär. Sein landesväterlicher Habitus könnte auch für die Rolle des Bundespräsidenten passen. Wenn sich Union und SPD nicht einigen können, wäre er ein Kompromiss.

Neben Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und Verfassungsgerichtspräsident Andreas Voßkuhle ist in der Union vor allem Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen als Kandidatin im Gespräch. Ein CDU-Funktionär sagte der „BamS“: „Mit von der Leyen könnten wir dem Minister Steinmeier eine ebenbürtige Ministerin entgegensetzen.“

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