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21.02.2012

17:50 Uhr

Bundespräsidentenwahl

Schramm als Kandidat gegen Gauck im Gespräch

Linke und Piraten machen sich für den Kabarettisten Georg Schramm als Gegenkandidaten von Joachim Gauck bei der Wahl des Bundespräsidenten stark.

Georg Schramm als Bundespräsident? Linke und Piraten können sich das gut vorstellen. dpa

Georg Schramm als Bundespräsident? Linke und Piraten können sich das gut vorstellen.

BerlinAnhänger der Linken und der Piratenpartei haben den Kabarettisten Georg Schramm als Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl ins Gespräch gebracht. Der frühere Linke-Vorsitzende Oskar Lafontaine sprach in der „Saarbrücker Zeitung“ von einem „interessanten Vorschlag“. Die Linke will am Donnerstag in einer Spitzenrunde entscheiden, ob sie am 18. März einen eigenen Kandidaten gegen Joachim Gauck ins Rennen schickt. Außer Schramm sind bisher keine anderen Namen öffentlich genannt worden.

Lafontaine sagte, der Kandidat müsse das Vertrauen der Bevölkerung genießen. „Der Kandidat Gauck hat in grundlegenden Fragen eine andere Meinung als die Mehrheit der Bevölkerung.“ Die Linke lehne Gauck vor allem ab, weil er Hartz IV und den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr befürworte. „Wir können diesen Kandidaten, der etwas aus der Zeit gefallen ist, nicht mittragen.“

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Die Linke stellt rund zehn Prozent der Wahlleute in der Bundesversammlung. Ein Mitglied der Linksjugend solid startete bereits am Sonntag eine Unterschriftensammlung im Internet für den 62-jährigen Kabarettisten Schramm, die bis zum Dienstagnachmittag rund 700 Unterstützer fand.

Auf der Internet-Seite der Piratenpartei läuft bereits seit vergangenem Freitag eine Initiative für Schramm. Der Kabarettist verfüge „über die nötige Macht der Sprache, um ein Amt, das vom Wort lebt, auszufüllen“, heißt es dort zur Begründung. Die Piratenpartei stellt zwei Berliner Vertreter in der Bundesversammlung und kann ebenso wie die Linke einen eigenen Kandidaten vorschlagen.

Von

dpa

Kommentare (14)

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Dombrowski

21.02.2012, 18:24 Uhr

Will Georg Schramm das überhaupt?
Hat man den überhaupt mal gefragt?

Rapid

21.02.2012, 18:35 Uhr

Gauck ist gut und wird es werden.
Schramm ist ebenfalls gut und eine ausgezeichnete Alternative. Die Bundesversammlung könnte zwischen zwei guten bis ausgezeichneten Kandidaten entscheiden.
Oder das Amt teilen? Zwei Jahre Gauck, zwei Jahr Schramm? Das wär´ doch mal was!

Radiputz

21.02.2012, 18:41 Uhr

Amtszeit ist fünf Jahre nicht vier, Sie Dödel!

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