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20.09.2012

01:19 Uhr

Bundesrat

CDU-Landeschefs machen Mehrheit für Frauenquote greifbar

Am Freitag soll der Bundesrat über eine gesetzliche Frauenquote für Aufsichtsräte beraten. Einem Zeitungsbericht zufolge zeichnet sich eine Mehrheit für deren Einführung ab. Doch noch gibt es Diskussionen.

Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) setzt sich für eine Frauenquote ein. dpa

Die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) setzt sich für eine Frauenquote ein.

BerlinIm Bundesrat zeichnet sich einem Bericht zufolge eine Mehrheit für eine Gesetzesinitiative zur Einführung einer festen Frauenquote für Führungspositionen ab. Das Saarland und Sachsen-Anhalt, deren Regierungschefs der CDU angehören, wollten eine von der Hamburger SPD-Regierung eingebrachte Initiative unterstützen und damit die notwendige Stimmenmehrheit sichern, berichtete die Tageszeitung "Die Welt" am Donnerstag. Der Entwurf sieht vor, Aufsichtsräte künftig zu mindestens 40 Prozent mit Frauen zu besetzen.

"Eine gesetzliche Quote sorgt dafür, dass sich die Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz verändern, beispielsweise durch eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, durch flexiblere Arbeitszeiten oder durch verstärkte Fortbildungsmaßnahmen", sagte die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) der Zeitung. Nur mit einer gesetzlichen Quote werde der nötige Druck auf die Wirtschaft erzeugt, Frauen einzustellen und zu fördern.

Laut "Welt" wollen sich Berlin, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern, die wie das Saarland und Sachsen-Anhalt von großen Koalitionen aus CDU und SPD regiert werden, bei der für Freitag geplanten Abstimmung im Bundesrat enthalten. Eine feste Frauenquote wird vor allem von SPD und Grünen gefordert. In der schwarz-gelben Regierungskoalition im Bund ist sie umstritten.

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Innerhalb der Union wird eine feste Quote etwa von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) befürwortet. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) setzt hingegen auf eine sogenannte Flexiquote, bei der Unternehmen ihre eigene Quote festlegen und diese dann erfüllen müssen. Auch die FDP-Führung ist gegen eine starre Frauenquote.

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Von

afp

Kommentare (13)

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Account gelöscht!

20.09.2012, 03:53 Uhr

Klar, peitscht die Quote nur durch...für Frauen, die dann im Aufsichtsrat sitzen, wird sich dann stets die Frage stellen: Bin ich nur hier, um die Quote zu erfüllen? Oder bin ich wirklich gut? Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist ja gut, auch sollten Frauen in Führungspositionen stärker gefördert werden. Aber das per Quote festlegen?! Dann müssen teilweise Männer abgelehnt werden, weil die Quote drückt, obwohl sie vllt qualifizierter wären? Mal davon abgesehen, dass auch recht viele Frauen gar nicht bis in die höchsten Ebenene aufsteigen WOLLEN. Meine Meinung: andere Anreizsysteme schaffen, die Frauen fördern. Die Quote ist Mist!!!

Beschaemend

20.09.2012, 05:09 Uhr

Quote fuer Frauen, Quote fuer Tuerken , Quoten fuer Moslems, Quoten fuer Juden, Quoten fuer Deutsche.....

Account gelöscht!

20.09.2012, 05:54 Uhr

Leistung sollte zählen, und nicht das Geschlecht!

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