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14.09.2013

10:39 Uhr

Bundesregierung

Merkel will zeitliche Beschränkung für Leiharbeit

Angela Merkel will die Dauer von Leiharbeit gesetzlich begrenzen. Leiharbeiter sollten lediglich „vorübergehend“ in einem Betrieb arbeiten. Doch der bislang undefinierte Begriff „vorübergehend“ sorgt für Unklarheit.

In der ARD-Sendung „Wahlarena“ schilderte ein Zuschauer Angela Merkel, dass er seit zehn Jahren als Leiharbeiter tätig sei. Merkels Reaktion: „Das kann nicht sein.“ dpa

In der ARD-Sendung „Wahlarena“ schilderte ein Zuschauer Angela Merkel, dass er seit zehn Jahren als Leiharbeiter tätig sei. Merkels Reaktion: „Das kann nicht sein.“

LeipzigBundeskanzlerin Angela Merkel erwägt, die Dauer von Leiharbeit gesetzlich zu begrenzen. In der „Leipziger Volkszeitung“ (Samstag) verwies sie auf ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts aus dem Juli, wonach Leiharbeit vorübergehend sein müsse: „Für mich ist klar, dass „vorübergehend“ nicht zehn Jahre oder länger bedeuten kann“, sagte Merkel der Zeitung.

Auf der Grundlage der noch ausstehenden schriftlichen Urteilsbegründung des Bundesarbeitsgerichts werde entschieden, „wie wir vorgehen müssen, um den Begriff "vorübergehend" noch präziser auszulegen, sei es gesetzlich oder mit anderen Maßnahmen“, fügte die CDU-Politikerin hinzu.

Ein Zuschauer in der ARD-Sendung „Wahlarena“ hatte Merkel kürzlich geschildert, dass er seit inzwischen zehn Jahren als Leiharbeiter für einen Automobilzulieferer arbeite. Daraufhin hatte Merkel gesagt: „Ich halte das für einen sehr krassen Fall. (...) Wenn es mehrere Fälle über zehn Jahre gibt, bin ich bereit, mir das anzuschauen. Das kann nicht sein.“ Leiharbeit sei nicht für einen so langen Zeitraum gedacht.

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In der „Leipziger Volkszeitung“ betonte Merkel, dass die schwarz-gelbe Bundesregierung den Begriff „vorübergehend“ für den Einsatz von Leiharbeitern in einem Betrieb eingeführt habe. Die frühere rot-grüne Bundesregierung habe jede zeitliche Beschränkung für Leiharbeit aufgehoben.

Von

dpa

Kommentare (11)

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welche_Resultate

14.09.2013, 11:06 Uhr

Was für ein seltsamer Zufall, eine Woche vor der Wahl fällt ihr ein, die Leiharbeit zeitlich zu begrenzen. Also keine 10 Jahre oder so........aber 9.99 wahrscheinlich schon.

Was genau hat die Frau jemals für den Bürger in der Zeit bewirkt, in der sie an der Macht war? 0.25 % Rentenerhöhung? Was noch, mir fällt nichts mehr ein, was irgendwie von ihr gekommen wäre.

Account gelöscht!

14.09.2013, 11:24 Uhr

Es gab einmal die Regelung, das Leiharbeiter nach 6 Monaten in einem Betrieb übernommen werden mussten. Das wurde irgendwann gekippt.

Ich kann Santos nur voll umfänglich zustimmen: Wer länger als 6 Monate Leiharbeiter benötigt muss diese fest einstellen und darf keine Möglichkeit haben sich durch Austausch der Menschen dieser Pflicht zu entziehen.

Ich denke jedoch, das sich Leiharbeit für uns als Bürger eine tolle Sache wäre, wenn man sie auf die ReGIERung anwendet: Nach sechs Monaten wird der komplette Tross ausgetauscht. Vielleicht kämen dann einmal fähige Leute ran.

Angelika

14.09.2013, 11:27 Uhr

Wer kann dieser Frau noch glauben...

Ich kann mich nur wiederholen, für alle die es noch nicht gelesen haben:

88 % aller FDP Abgeordneten, 92-94 % aller CDU/CSU/Grünen/SPD Abgeordneten haben für den ESM gestimmt und uns damit durch die gegebenen Zahlung-Verpflichtungen direkt enteignet. Das geht alle Wähler an und das muß gestoppt werden, weil die weitermachen wollen wie gehabt. Der Irrsinn muß aufhören!!!!

Bitte alle Wähler die Direktkandidaten der AfD 1. Stimme wählen, 2. Stimme auch AfD. Sonst wird das nichts!

Und, herzlichen Dank Herr Tichy, machen Sie doch direkt bei uns mit, wenn schon nicht als Mitglied dann als Unterstützer!

Gute Leute, die sich das Denken nicht verbieten lassen können wir brauchen!

Die Alternative für Deutschland hat viele Unterstützer. Ihre Idee mit der Geldbombe.com hat in wenigen Stunden über 80.000,-- Euro eingebracht. Bis zum Schluss der Aktion am Sonntag um 24.00 Uhr wird es sicher einen sechsstelligen Betrag ergeben. Herzlichen Glückwunsch!

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