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06.07.2012

17:48 Uhr

Bundesregierung

Minijob-Verdienstgrenze soll angehoben werden

Derzeit liegt die Verdienstgrenze bei Minijobs noch bei 400 Euro. Dieser Satz soll nach Willen der Bundesregierung um 50 Euro angeboten werden. Im November entscheidet der Bundestag, ab 2013 soll das Gesetz gelten.

Fensterputzer: Oft sind sie in Minijobs beschäftigt. ap

Fensterputzer: Oft sind sie in Minijobs beschäftigt.

BerlinMinijobber sollen ab dem nächsten Jahr mehr verdienen können. Die steuerfreie Einkommensgrenze für geringfügig Beschäftigte soll dafür um 50 Euro auf 450 Euro steigen, kündigte FDP-Arbeitsmarktexperte Johannes Vogel am Freitag auf "Spiegel Online" an.

"Seit 2003 hat es bei den Minijobs keine Anhebung der Verdienstgrenzen gegeben. Es ist nur fair, dass die Menschen jetzt einen Inflationsausgleich bekommen", sagte er. Deshalb wolle die Koalition die Minijob-Grenze zum 1. Januar 2013 auf 450 Euro anheben.

Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Karl Schiewerling, bestätigte Reuters: "Das ist in der Koalition konsentiert." Für Minijobs gelten besondere Vergünstigungen: Arbeitnehmer bezahlen dafür keine Sozialabgaben. Stattdessen entrichten Arbeitgeber pauschal 30 Prozent für Kranken- und Rentenversicherung sowie Steuern.

Neue Verdienstgrenzen sollen auch für gering besteuerte sogenannte Minijobs (400 bis 800 Euro) gelten. Hier wird die Schwelle auf 850 Euro angehoben, berichtet das Online-Portal. Der zwischen den Fraktionen von Unions und FDP ausgehandelte Zeitplan sieht vor, dass im September der Gesetzentwurf in erster Lesung beraten werden soll. Ende November soll das Gesetz dann den Bundesrat passieren, um pünktlich zum 1. Januar kommenden Jahres in Kraft treten zu können.

Die Zahl der Minijobs erreicht immer neue Rekordhöhen. Im Dezember 2011 gab es nach neuen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) 7,507 Millionen geringfügig entlohnte Beschäftigte, wie die Minijobs in der Statistik heißen. Das waren rund 120.000 mehr als ein Jahr zuvor und rund zwei Millionen mehr als unmittelbar nach der rot-grünen Minijob-Reform 2003. Die Zahl der ausschließlich in einem Minijob-Beschäftigten ist dabei mit rund 4,9 Millionen relativ stabil geblieben. Beständig gestiegen ist die Zahl der Nebenjobs, die Arbeitnehmer steuerfrei neben dem Hauptberuf ausüben. Sie erreichte im Dezember 2,6 Millionen.

Kommentare (6)

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Alfred

06.07.2012, 21:48 Uhr

"Dieser Satz soll nach Willen der Bundesregierung um 50 Euro angeboten werden."

Was soll hier angeboten werden? Und überhaupt warum? Die Menschen brauchen kein Geld. Es reicht, wenn die Banken Geld haben.

DerDenker

06.07.2012, 22:03 Uhr

Haha zynischer Kommentar Alfred, nach dem Motto wenn wir den Banken 50 Milliarden mehr geben, geben wir dem gemeinen Bürger 50 Euro mehr... Es wird höchste Zeit diesen Mini-Ausbeutungsgehälter anzuheben ohne allerdings das durch Erhebung der Freibetragsgrenze wieder zu kompensieren!

Account gelöscht!

06.07.2012, 23:37 Uhr

Na ja, die müssen halt die 2012er Inflation berücksichtigen :-))

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