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09.05.2012

15:55 Uhr

Bundestag

Abstimmung über Fiskalpakt verzögert sich

Der Zeitplan für die Parlamentsberatungen über den Fiskalpakt wackelt erheblich. Der Bundestag wird wohl später abstimmen. Und ob der Opposition eine nur leichte Verschiebung reicht, ist offen.

Die Abstimmung über den Fiskalpakt dürfte sich verzögern. dapd

Die Abstimmung über den Fiskalpakt dürfte sich verzögern.

BerlinDer Bundestag stimmt angesichts der Widerstände aus der Opposition voraussichtlich später über den europäischen Fiskalpakt für mehr Haushaltsdisziplin ab. Die bisher für den 25. Mai geplante Beschlussfassung des Parlaments werde wohl auf Mitte Juni verschoben, verlautete am Mittwoch aus Koalitionskreisen in Berlin. Bundestag und Bundesrat sollen aber nach wie vor über den Fiskalpakt sowie den dauerhaften Euro-Rettungsschirm ESM im Paket abstimmen. Aus Sicht von SPD und Grünen ist der Zeitplan nicht mehr zu halten.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Peter Altmaier (CDU), sagte, er hoffe auf eine gemeinsame Entscheidung mit der Opposition im Juni. Ein Sprecher der Unionsfraktion betonte: „Wir streben weiter den 25. Mai als Termin an.“ Regierungssprecher Steffen Seibert sagte: „Wir treten dafür ein, dass der Bundestag und Bundesrat vor der Sommerpause über ESM und Fiskalpakt beschließt.“

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will nach internationalen Treffen in den USA mit der Opposition über eine parteiübergreifende Zustimmung zum Fiskalpakt sprechen. Es gebe aber noch keinen konkreten Termin, sagte Seibert. Merkel wird am 22. Mai von ihren Reisen zum G8-Gipfel in Camp David und zum Nato-Gipfel in Chicago zurückerwartet.

Der ESM startet bereits am 1. Juli, der von 25 der 27 EU-Länder vereinbarte Fiskalpakt dagegen soll erst Anfang 2013 in Kraft treten. Will die Koalition rechtzeitig über beide Verträge abstimmen und Sondersitzungen von Bundestag und Länderkammer vermeiden, müsste der Bundestag in der zweiten Juni-Woche zustimmen. Für den 15. Juni ist die bisher einzige Bundesrats-Sitzung in dem Monat geplant.

Die Opposition pocht auf eine Fiskalpakt-Abstimmung erst nach der Sommerpause. Schwarz-Gelb ist auf Stimmen der Opposition angewiesen, da in Bundestag und Bundesrat eine Zweidrittelmehrheit nötig ist. Auch in den Ländern gibt es Bedenken.

Auf die Frage, ob Merkel besorgt sei wegen der Mehrheiten, sagte Seibert: „Die Kanzlerin wirbt für den Fiskalpakt, so wie er ist. Und mit dieser Grundeinstellung wird sie auch in die Gespräche mit der Opposition gehen.“

Kommentare (5)

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EndeDesEurowahnes

09.05.2012, 17:04 Uhr

Die haben es immer noch nicht begriffen: der Zug fahrt gegen die Wand, Deutschland wird von den anderen heruntergezogen und wird selbst ertrinken, wenn es auf der Euroschiene so weitermacht. Deutschland muss sich also erst einmal freischwimmen, und das heisst, eine eigene Deutsche Wahrung.

Das Gegenargument der Aufwertung muss man auch ein wenig differenzierter betrachten:

1. Deutschland hatte auch zu DM Zeiten Handelsüberschüsse, nicht -defizite.

2. Eine DM Aufwertung hatten wir ständig seit der DM Einführung und hat Deutschlands wirtschaftlichen und sozialen Wiederaufstieg nach dem Krieg doch nicht aufgehalten, sondern ganz in Gegenteil das Deutsche und in der ganzen Welt bewunderte Wirtschaftswunder erst hervorgebracht!

3. 40% der Exportprodukte kommen selbst aus Importprodukten und werden also billiger durch eine Aufwertung der DM.

4. Führt eine Aufwertung der DM zu mehr Kaufkraft der Deutschen Bevolkerung, das heisst, der deutsche Arbeitnehmer kriegt wieder etwas für sein Geld statt, wie unter dem Euro, ständig zu verlieren! Das ist die sogenannte Sozialdividende. Deshalb ist ja auch der Lebensstandart in starken Wahrungsländern wie der Schweiz und in der Bundesrepublik zu DM Zeiten so hoch gewesen!

5. Eine stärkere DM führt zu mehr Innenkaufkraft und damit mehr Importen, was anderen Ländern zugute kommt und deren Wirtschaftleistung fördert und hilft, von Transferleistungen unabhängig zu werden.

6. Die Abwertung, zB der griechischen Drachme oder der italienischen Lira , führen zu deren Wettbewerbsstärkung und damit der Möglichkeit, nicht auf Pump anderer, sondern eigenständig zu wachsen.

7. Summa summarum werden Europa und die Welt nicht stärker, wenn die letzten noch funktionierenden Wirtschaften auch noch kurzsichtig kaputtgemacht werden.

Deswegen brauchen wir in Deutschland und in Europa unsere eigenen Länderwährungen, um dadurch wirtschaftlich wieder in Fahrt zu kommen und unsere politische Freiheit zu retten.

ESMistNeuerVersaillerVertragfurD

09.05.2012, 17:05 Uhr

Die Sorgen und die Wut vor der vorgesehenen heimlichen Enteignung und Versklavung Deutschlands per ESM in der angestrebten EUdSSR sollen die Politiker zu spüren bekommen, um vielleicht noch einen Sinneswandel zu erreichen!

Bitte helft mit, den ESM konstruktiv zu stoppen: Über 810,000 email Petitionen sind in den letzten Wochen im Bundestag und mehr als 111,000 im bayrischen Landtag seit zwei Wochen eingegangen – unglaublich! Die Leute haben die Nase voll!

Bitte gleich anklicken und mitmachen. Dauert nur Sekunden und setzt ein Zeichen für Gerechtigkeit und Freiheit von Brüssel!


http://www.abgeordneten-check.de/email/larumdarum/85.html

http://www.abgeordneten-check.de/email/unentschieden/69.html

Mehr Aufklärung zum ESM und warum er so gefährlich ist unter

http://www.freiewelt.net/video-34/zivile-koalition

http://www.stop-esm.org/home

Zahlmeister

09.05.2012, 17:09 Uhr

Wer von den Abgeordneten für diesen Vertrag stimmt, gehört wegen Hochverrats vor ein Gericht !!

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