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13.04.2013

16:01 Uhr

Bundestagsabstimmung

Mehrheit gegen Frauenquote verliert Anhänger

In wenigen Tagen steht die Abstimmung über die Frauenquote im Bundestag an. Doch die Mehrheit scheint zu wackeln. Mehrere Abgeordnete der Koalition haben sich bereits für eine Frauenquote ausgesprochen. Es rumort weiter.

Hält die Mehrheit gegen die Frauenquote? Der Bundestag stimmt in den nächsten Tagen ab. dapd

Hält die Mehrheit gegen die Frauenquote? Der Bundestag stimmt in den nächsten Tagen ab.

BerlinWenige Tage vor der Bundestags-Abstimmung über eine Frauenquote in Aufsichtsräten wackelt die schwarz-gelbe Mehrheit gegen den Oppositionsentwurf. Nach Informationen der „Wirtschaftswoche“ wollen mehrere Abgeordnete von Union und FDP mit SPD, Grünen und Linken für eine gesetzliche Vorgabe stimmen. „Ich werde mich dafür aussprechen. Wir brauchen das Signal, dass Frauen für Führungsaufgaben gesucht werden und zu finden sind“, sagte die FDP-Politikerin Sibylle Laurischk dem Magazin.

Dem Bericht zufolge favorisieren auch andere FDP-Frauen das Gesetz, wollen sich aber nicht öffentlich äußern. Auch die CDU-Abgeordnete Rita Pawalski habe ihre Unterstützung bekräftigt und von mehreren Gleichgesinnten berichtet. Die stellvertretende CSU-Generalsekretärin Dorothee Bär sagte: „Ich bin nach wie vor für die gesetzliche Quote.“ Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU), ebenfalls eine Befürworterin, wolle erst kurz vor der namentlichen Abstimmung sagen, wie sie sich entschieden habe.

Der Entwurf aus Hamburg sieht eine feste Frauenquote in Aufsichtsräten vor. Er steht am kommenden Donnerstag im Bundestag auf der Tagesordnung. Im Bundesrat war er mit Unterstützung der CDU-geführten Länder Thüringen und Saarland beschlossen worden. Um das Gesetz im Bundestag zu verabschieden, müssten insgesamt 21 Abgeordnete aus dem schwarz-gelben Regierungslager mit der Opposition stimmen.

Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) hatte die Abweichlerinnen daher zur Ordnung gerufen. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles warf ihm daraufhin unbotmäßiges Verhalten vor. „Unionsfraktionschef Volker Kauder hat die Frauen in der Union öffentlich aufgefordert, gegen ihr eigenes Gewissen zu stimmen. Das ist ein krasser Fall von Fraktionsdisziplin, den Herr Kauder da durchsetzen will“, kritisierte Nahles in der „Passauer Neuen Presse“.

Nach Informationen der „Bild“-Zeitung will die Unions-Fraktion ihre Mitglieder zwei Tage vor der Entscheidung im Bundestag, also am Dienstag, vorab intern abstimmen lassen. Das solle potenzielle Abweichler unter Druck setzen, schreibt das Blatt unter Berufung auf Parteikreise.

Die Fraktionsspitze favorisiert mit Frauenministerin Kristina Schröder (CDU) die sogenannte Flexiquote. Diese soll die Wirtschaft verpflichten, sich selbst eine Frauenquote aufzuerlegen.

Von

dpa

Kommentare (4)

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13.04.2013, 18:13 Uhr

"Das ist ein krasser Fall von Fraktionsdisziplin, den Herr Kauder da durchsetzen will“, kritisierte Nahles in der „Passauer Neuen Presse“."

Fraktionsdisziplin ist doch Gang und Gäbe, auch in der SPD. Und diese "Probeabstimmungen" sind nichts anderes als Daumenschrauben für abgeblich "freie und nur ihrem Gewissen verpflichtete" Abgeordnete. SED läßt grüßen.

Das ist eine Schmach für jede Frau in einer Führungsposition! "Quotentusse", ich kann es schon lesen.

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14.04.2013, 07:46 Uhr

Die Familie lebt von dem natuerlichen Unterschied des Mannes und der Frau und hebt diesen Unterschied in dem Kind auf,um dann dieses Leben wieder und wieder fortzusetzen.In der buergerlichen Gesllschaft treten die Individuen als Individuen,nicht als Naturwesen ,in mannigfache Verhaeltnisse.Wer immer die natuerlichen Unterschiede in die buergerliche Gesellschaft uebertraegt,greift die Freiheit aller an.Er tut genau das ,was Hitler tat: er reduziert Freiheit auf Natur ,- nicht Rasse,jetzt Geschlecht.Die eine Frauenquote fordern, folgen der Logik Hitlers.
Diesen Befuerwortern der Frauenquote unterstelle ich nicht,dass sie wissen,was sie tun!Es gilt,die Freiheit aller ,der Frauen wie der Maenner,gegen diese Veraechter zu verteidigen.

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14.04.2013, 09:44 Uhr

Wenn Steinbrück beim Sportunterricht Jungen und Mädchen trennen will, warum will er dann mit Zwang die gleichen Jungen und Mädchen in Führungsebenen wieder Gleichberechtig zusammen führen?

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