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08.11.2011

14:03 Uhr

Bundestagswahl 2013

Forsa sieht SPD mit Steinbrück chancenlos

Steinbrück, Steinmeier, Gabriel - sie alle haben nach Einschätzung von Forsa-Cef Güllner gegen Angela Merkel keine Chance. Gabriel fehle Profil, Steinbrück werde als Hilfsreferent wahrgenommen, so der Meinungsforscher.

Der ehemalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) auf der 63. Frankfurter Buchmesse. dapd

Der ehemalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) auf der 63. Frankfurter Buchmesse.

BerlinMit einem Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück könnte die SPD nach Einschätzung des Meinungsforschers Manfred Güllner die Bundestagswahl 2013 gleich als verloren abschreiben. „Ich glaube, dass die SPD mit Steinbrück null Chancen hat“, sagte der Chef des Meinungsforschungsinstituts Forsa am Dienstag in einem Interview in Berlin.

Gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hätten alle drei derzeit diskutieren SPD-Herausforderer nach Güllners Worten wenig Chancen. Der Forsa-Chef zeigt sich mit Blick auf 2013 überzeugt: „Für Rot-Grün wird es nicht reichen.“ Der SPD bliebe für eine Regierungsbeteiligung demnach nur die Perspektive der Junior-Partnerin bei einer Wiederauflage der großen Koalition.

In der SPD gelten derzeit neben Steinbrück Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und Parteichef Sigmar Gabriel als mögliche Kanzlerkandidaten. Entschieden werden soll darüber nicht vor Ende kommenden Jahres. Als ein Test der innerparteilichen Unterstützung gilt der Bundesparteitag in knapp vier Wochen in Berlin, bei dem alle drei zentrale Reden halten sollen.

Steinbrück hat seine Ambitionen in den vergangenen Monaten nicht verhehlt und sich zuletzt vermehrt mit SPD-Altkanzler Helmut Schmidt in Szene gesetzt, der sich für ihn als Kanzlerkandidat aussprach. Der bisher letzte SPD-Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte jüngst in einem Interview zwar nicht für Steinbrück Partei ergriffen, seiner Partei aber eine rasche Entscheidung empfohlen.

Steinbrück erhalte als früherer Finanzminister der großen Koalition zwar „ein bisschen Zuspruch aus dem bürgerlichen Lager“, sagte Güllner. Dort werde er aber zum Teil gar nicht der SPD zugerechnet. Der Mittelstand habe Steinbrück „die ganzen Verschlimmerungen im Steuerrecht“ nicht vergessen. Dass sich Steinbrück nun auf SPD-Altkanzler Schmidt berufe, sei eine „völlig verkehrte Parallele“.

Statt Führungskraft auszustrahlen, werde Steinbrück als Adlatus von Kanzlerin Merkel in der damaligen Finanzkrise gesehen: „Er wurde wahrgenommen als der Hilfsreferent und nicht als der Krisenlöser, als der er sich heute darstellt.“ Die SPD werde sich schwer tun, einen aussichtsreichen Herausforderer gegen Merkel aufzustellen. „Sie hat keinen“, sagte der Forsa-Chef. „Ich sehe im Moment keinen, der Merkel ernsthaft gefährden könnte.“

Am ehesten traut der Meinungsforscher dies womöglich Parteichef Gabriel zu, dem das Vorschlagsrecht für den Kanzlerkandidaten zusteht. „Ich glaube, Gabriel ist entwicklungsfähig“, sagte Güllner. Für Gabriel und Steinmeier gelte: „Die haben eine klare Sprache.“ Gabriel, dessen Popularität in Umfragen weit hinter Steinbrück und Steinmeier liegt, habe als Parteichef noch kein richtiges Profil entwickeln können und gelte als zu sprunghaft.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

08.11.2011, 17:59 Uhr

Statt Führungskraft auszustrahlen, werde Steinbrück als Adlatus von Kanzlerin Merkel in der damaligen Finanzkrise gesehen: „Er wurde wahrgenommen als der Hilfsreferent und nicht als der Krisenlöser, als der er sich heute darstellt.“
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geau so ist es. Er stellt sich heute als der Heilsbringer dar, der er nicht war.
Hinzu kommt eben auch seine unsägliche Überheblichkeit die nicht bei allen ankommt.
Gabriel muß noch lernen und das schnell. Er tappt immer wieder in Fettnäpfchen weil er offenkundig vorher nicht überlegt.
Z. B. jetzt die Ablehnung der Steuerreform. Völlig falsch was er da gemacht hat. Im Grunde genommen hat er Wahlhilfe für Merkel gemacht.
Beim Bürger bleibt doch wieder nur hängen, die SPD will den Bürger nicht entlasten.
Wie kann man denn so dumm sein.
Anstatt sich mal zusamemn zusetzen und vorher festlegen was man will.
Hinzu kommt bei der SPD, das dieser Beck aus Rheinland Pfalz auch ständig dazwischen funkt.
Also wenn die SPD gewinnen will, muß Gabriel endlich handeln und auch überlegter werden.
Und er muß aufhören auf jeden Zug aufzuspringen, den die Grünen ihm vorfahren

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09.11.2011, 10:14 Uhr

Man hat nur die Wahl zwischen Pest oder Cholera. Traurig das seitens der Medien nicht eine andere Alternative dargestellt wird. So wird dem Michel von vornherein suggeriert das Es nur die beiden können. Diesem Land ist mit keiner der beiden Parteien gedient. Es sei den die Bürger gehen auf die Straße und fordern ihre demokratischen Rechte wieder ein. Und erkämpfen sich eine mündige Mitgestaltung der Gesellschaft zurück. Die demokratische Gesinnung der Fr. Merkel (IM Erika) zeigt in letzter Zeit ein gravierendes Defizit, was Verfassung und Parlamentarismus angeht. Und Peer Steinbrück würde sich nur zu gern im Kreise der Bänker bewegen und den großen Zampano spielen. Auch wenn er keine Ahnung hat, von dem was er da tut. Wir brauchen Politiker die Achtung vor diesem Amt und der damit verbundenen Aufgabe haben, und es nicht nur als Pfuhl der Macht oder als Sprungbrett in Aufsichtsrahtetagen sehen. Diese sogenannten Spitzenpolitiker pervertieren ihre Ämter und Aufgaben, die der Michel ihnen anvertraut, um Lobbyismus und Klientelpolitik zu betreiben. Wir, und auch gerade die Medien müssen diesen Filz immer wieder anprangern, bis sich diese Mischpoke wieder an ihre Aufgaben erinnert. Wir müssen einfordern, was unser Wille ist, und wir müssen ihre Wahlversprechen einfordern. Oder sind wir nur dummes Stimmvieh.

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09.11.2011, 10:15 Uhr

Man hat nur die Wahl zwischen Pest oder Cholera. Traurig das seitens der Medien nicht eine andere Alternative dargestellt wird. So wird dem Michel von vornherein suggeriert das Es nur die beiden können. Diesem Land ist mit keiner der beiden Parteien gedient. Es sei den die Bürger gehen auf die Straße und fordern ihre demokratischen Rechte wieder ein. Und erkämpfen sich eine mündige Mitgestaltung der Gesellschaft zurück. Die demokratische Gesinnung der Fr. Merkel (IM Erika) zeigt in letzter Zeit ein gravierendes Defizit, was Verfassung und Parlamentarismus angeht. Und Peer Steinbrück würde sich nur zu gern im Kreise der Bänker bewegen und den großen Zampano spielen. Auch wenn er keine Ahnung hat, von dem was er da tut. Wir brauchen Politiker die Achtung vor diesem Amt und der damit verbundenen Aufgabe haben, und es nicht nur als Pfuhl der Macht oder als Sprungbrett in Aufsichtsrahtetagen sehen. Diese sogenannten Spitzenpolitiker pervertieren ihre Ämter und Aufgaben, die der Michel ihnen anvertraut, um Lobbyismus und Klientelpolitik zu betreiben. Wir, und auch gerade die Medien müssen diesen Filz immer wieder anprangern, bis sich diese Mischpoke wieder an ihre Aufgaben erinnert. Wir müssen einfordern, was unser Wille ist, und wir müssen ihre Wahlversprechen einfordern. Oder sind wir nur dummes Stimmvieh.

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