Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.11.2016

14:10 Uhr

Bundestagswahl 2017

AfD auf Spendenjagd

Vondpa

Im nächsten Jahr wird der Bundestag gewählt. Langsam rollt der Wahlkampf an. Nachdem ihr der Goldhandel verboten wurde, ist die AfD anders als andere Parteien besonders auf Spenden angewiesen.

Der Parteivorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD), Jörg Meuthen, stellt die Spendenkampagne seiner Partei vor. dpa

AfD startet Spendenkampagne

Der Parteivorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD), Jörg Meuthen, stellt die Spendenkampagne seiner Partei vor.

BerlinDie Alternative für Deutschland (AfD) ist für den Bundestagswahlkampf dringend auf Spenden angewiesen. „Unser Ziel ist es, bis Jahresende zwei Millionen Euro an Spenden einzusammeln“, sagte der Bundesvorsitzende Jörg Meuthen am Montag in Berlin.
Der Start einer Spendenkampagne sei nötig, um die vergleichsweise geringen Mitgliederbeiträge auszugleichen. Anders als andere Parteien sei die AfD besonders auf Spenden angewiesen, um die volle staatliche Parteienfinanzierung ausschöpfen zu können. Für jeden gespendeten Euro erhält die Partei 45 Cent Zuschuss vom Staat.

AfD-Programm: Das fordert die Partei

Mindestlohn

Die AfD ist für den gesetzlichen Mindestlohn. Damit liegt sie auf einer Linie mit SPD, Grünen, der Linkspartei und Teilen der Union.

Erbschaftssteuer

Geht es nach der AfD soll die Erbschaftssteuer abgeschafft werden. Dafür setzt sich aktuell auch die FDP ein.

Bundespräsident

Die AfD möchte, dass der Bundespräsident künftig direkt vom Volk gewählt wird. Dieser Vorschlag kam 2009 auch vom damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler. Zustimmung erhielt er dafür nur aus der FDP.

Volksentscheid

Die AfD will mehr direkte Demokratie durch Volksentscheide. Auch die SPD, die Linke und die Grünen wollen, dass die Hürden für Volksentscheide abgesenkt werden. Ihre Vorschläge gehen aber nicht so weit wie die Ideen der AfD.

Familie

Die traditionelle Familie gilt der AfD als Keimzelle der Gesellschaft. Das Loblied auf die traditionelle Vater-Mutter-Kind-Familie taucht in dieser Form auch im Parteiprogramm der CSU auf. 

Freihandelsabkommen

Die AfD lehnt die Freihandelskommen TTIP und CETA ab. Auch die Linke und die Grünen sind dagegen.

Eine Gesetzesänderung hatte der AfD im vergangenen Dezember den Goldhandel im Internet untersagt, für die Partei eine lukrative Einnahmenquelle: Je mehr sie aus solchen Geschäften eingenommen hatte, desto höher fiel der staatliche Zuschuss bis dato aus.
Durch das Verbot sei die Partei „kalt erwischt“ worden, sagte Meuthen. Dennoch habe die AfD bis Ende vergangenen Jahres 3,6 Millionen Euro eingesammelt. Großspender sind Meuthen nicht bekannt. Um die Veröffentlichungspflicht zu umgehen – und unerkannt zu bleiben – hätten sich alle Spender unter der Grenze von 50.000 Euro bewegt.
Unabhängig des „ungewöhnlichen“ Spendenaufrufs sei die AfD finanziell mit einem siebenstelligen Kontostand „sehr solide“ aufgestellt, sagte Meuthen. Schulden seien ihm nicht bekannt.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×