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03.11.2016

10:31 Uhr

Bundestagswahl 2017

Kretschmann will Merkel

Die Union hält sich noch bedeckt, die Kanzlerin selbst hat sich noch nicht geäußert, doch Winfried Kretschmann ermutigt Angela Merkel zu einer erneuten Kanzlerkandidatur. Nicht bei allen Grünen trifft das auf Zustimmung.

Winfried Kretschmann sagt: Er kenne auch niemanden, „der diesen Job besser machen könnte als sie“. (Foto: Archiv) dpa

Winfried Kretschmann und Angela Merkel

Winfried Kretschmann sagt: Er kenne auch niemanden, „der diesen Job besser machen könnte als sie“. (Foto: Archiv)

BerlinWährend sich manche Unionspolitiker mir der Unterstützung einer neuerlichen Kanzlerinnenkandidatur von Angela Merkel noch zurückhalten, kann die CDU-Politikerin auf die Unterstützung eines grünen Spitzenpolitikers zählen. Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann sprach sich am Mittwoch klar für eine erneute Kandidatur Merkels aus.

„Das fände ich sehr gut“, sagte der Grünen-Politiker in der ARD-Sendung „Maischberger“. Die Kanzlerin sei derzeit „sehr wichtig in der europäischen Krise“, lobte Kretschmann. „Den Kurs, den sie fährt, der ist richtig.“ Er kenne auch niemanden, „der diesen Job besser machen könnte als sie“. Merkel selbst hat sich bislang noch nicht zu einer Kandidatur bei der Wahl 2017 erklärt.

Die Reaktionen kamen prompt: Linksparteichef Bernd Riexinger schrieb auf Twitter: „Kretschmann für Merkel? Wie ein BVB-Fan der Schalke die Daumen drückt. Völlig absurd! Vielleicht sollte er die Mannschaft wechseln.“

Und Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter lehnt eine Vorfestlegung auf eine schwarz-grüne Koalition nach der Bundestagswahl 2017 ab. „Es geht in einen schwierigen Wahlkampf, mit offenen Koalitionsaussagen, und da muss man umso deutlicher machen, was inhaltlich ansteht“, sagte Hofreiter dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe).

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Der Grünen-Politiker wiederspricht damit ausdrücklich Winfried Kretschmann, der sich für eine erneute Kanzlerkandidatur Angela Merkels ausgesprochen hat. „In Fragen sozialer Gerechtigkeit ist mir die Linkspartei sicherlich näher als der Wirtschaftsflügel der Union, ja. Aber wir haben uns vorgenommen, beide Optionen vorzubereiten.“ Für Hofreiter gelten dabei zwei Dinge als klare Orientierung. „Die Große Koalition darf nicht zum Dauerzustand werden, und es braucht einen echten Politikwechsel“.

Aus Sicht des Grünen-Politikers sind sowohl CSU als auch Linkspartei keine einfachen Partner. „Seehofer ist manchmal kaum mehr von der AfD zu unterscheiden, Teile der Linkspartei wollen nicht regieren.“ Hofreiter hält allerdings eine Einigung mit der Union über die Einführung einer Vermögensteuer für möglich. „Die Vermögensteuer ist ein wichtiger Baustein, um den Zusammenhalt unserer Gesellschaft zu stärken. Um den machen sich selbst viele Unions-Anhänger große Sorgen“, sagte Hofreiter. „Wenn die Hälfte der Gesellschaft fast nichts hat oder sogar verschuldet ist und sehr wenige ganz viel haben, führt das zu Frust bis in die Mitte hinein.“

Kommentare (2)

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Herr horst langner

03.11.2016, 10:53 Uhr

So wie das aussieht ,heiraten die zwei bald. Herr Gabriel kann sich schon mal einen Job in der Wirtschaft suchen, wird sowieso besser bezahlt, falls er einen bekommt. Wenns nicht zur Macht reicht kommen noch die Linken hinzu. Dann wird Badenwürtemberg dicht gemacht . Frau Merkel wir Bundeskanzlerin und Ministerpräsidenten, weil sie die Einzige ist die das kann bravo .

Jo Black

03.11.2016, 11:06 Uhr

Verkehrswarnung: Vorsicht, ab heute gibt es eine Schleimspur von Stuttgart bis nach Berlin.

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