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13.09.2013

20:16 Uhr

Bundestagswahl

CDU unterstützt Westerwelles Zweitstimmen-Aktion

CDU und FDP setzen ein Koalitions-Zeichen: Beide Parteien einigten sich im Bonner Wahlkreis darauf, Erst- und Zweitstimmen aufzuteilen. Außenminister Westerwelle hofft, dass sich das Prinzip auch anderswo durchsetzt.

huGO-BildID: 32806164 Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) spricht am 10.09.2013 in Berlin auf einer Pressekonferenz zu den Medienvertretern. Er hält eine deutsche Beteiligung an der Vernichtung syrischer Chemiewaffen für möglich. Deutschland habe bei der Vernichtung von Chemiewaffen erhebliche Erfahrung und auch entsprechende Programme, sagte Westerwelle. Foto: Kay Nietfeld/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ dpa

huGO-BildID: 32806164 Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) spricht am 10.09.2013 in Berlin auf einer Pressekonferenz zu den Medienvertretern. Er hält eine deutsche Beteiligung an der Vernichtung syrischer Chemiewaffen für möglich. Deutschland habe bei der Vernichtung von Chemiewaffen erhebliche Erfahrung und auch entsprechende Programme, sagte Westerwelle. Foto: Kay Nietfeld/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

BerlinIm Werben um Zweitstimmen für die FDP prescht Außenminister Guido Westerwelle in seinem Bonner Wahlkreis vor: Auf seine Initiative hin haben CDU und FDP sich vor Ort darauf verständigt, in der letzten Woche vor der Wahl gemeinsam ein Zeichen für die Fortsetzung der schwarz-gelben Regierung zu setzen. Die Verabredung sehe vor, „dass sich die Bonner CDU auf das Werben um die Erststimme konzentriert und die Bonner FDP auf die Zweitstimme setzt“, heißt es in einer am Freitag verbreiteten Erklärung der Kreisverbände beider Parteien.

Die Verständigung zwischen den Kreisvorsitzenden von CDU und FDP, Philipp Lerch und Werner Hümmrich, kommt somit einer Zweitstimmenkampagne für die Liberalen gleich. Zugleich verzichtet Westerwelle auf die Erststimmen als Direktkandidat, die er dem CDU-Kandidaten wegnehmen würde.

In der CDU-Spitze hieß es zu der Absprache: „Dies ist eine Einzelaktion, die vor Ort entschieden wurde. Für uns gilt weiterhin: Jede Partei kämpft für sich. Wir werden weiter dafür werben, beide Stimmen der Union zu geben.“ Auf einer Wahlkampfveranstaltung in Osnabrück warb Merkel noch einmal ausdrücklich dafür, beide Stimmen der CDU zu geben.

Die Union will verhindern, dass Wähler in sehr hoher Zahl ihr Kreuzchen bei der FDP machen und der Union damit ein schlechtes Ergebnis einbrocken – wie im Januar bei der Landtagswahl in Niedersachen. Allerdings besteht auch die Sorge, dass die FDP bei der Bundestagswahl nicht den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde schaffen könnte. Die Liberalen kommen derzeit in Umfragen auf fünf bis sechs Prozent. Bei der Bundestagswahl 2009 hatten sie 14,6 Prozent geholt.

Lerch und Hümmrich begründen die Absprache für die letzte Wahlkampfwoche damit, dass die Alternative zur „bürgerlichen Regierung“ eine rot-rot-grüne Koalition sei. Nach Angaben aus seinem Umfeld hofft Westerwelle, dass das Vorgehen Schule macht und ein Beispiel für andere Wahlkreise wird.

Von

rtr

Kommentare (25)

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Account gelöscht!

13.09.2013, 21:36 Uhr

Zitat : Die Liberalen kommen derzeit in Umfragen auf fünf bis sechs Prozent. Bei der Bundestagswahl 2009 hatten sie 14,6 Prozent geholt.

- das reale Ergebnis für die FDP in 2009 waren 10 %, 4,6 % haben die Liberalen von den Nichtwählern dazugeschrieben bekommen.

Viele hatten damals die FDP gewählt, weil sie die Merkel nicht wollten, die Rot/Grünen nicht wollten und der FDP mit ihrem Versprechen hinsichtlich Steuervereinfachung und Steuererleichterung geglaubt haben.
Nun sind die Wähler von der FDP betrogen worden.......die 24 Mrd. € für die Beseitigung der kalten Progression sind zum ESM für die €-Rettung überwiesen worden !

Wer einmal so lügt, dem glaubt man nicht mehr !

Abwahl der Nomenklatura ! Abwahl der verlogenen, dilettantischen Boygroup !

ALTERNATIV wählen !

AfD ===> ALLIANZ für DEUTSCHLAND und Ausmisten des Bundestages !

Account gelöscht!

13.09.2013, 21:40 Uhr

volle Zustimmung !!!

das wird die FDP nicht "retten"...

kuac

13.09.2013, 22:06 Uhr

Wenn eine Partei aus eigener Kraft (ohne Leihstimme) die 5% Hürde nicht schafft, dann hat sie nicht verdient, das Land zu regieren. Die FDP sollte bessere Politik machen, damit sie nicht um Leihstimmen betteln muss.

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