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17.08.2013

12:39 Uhr

Bundestagswahl

Linke-Chef Riexinger will zehn Prozent

Linke-Spitzenkandidat Gysi hat im Juni zehn Prozent als Wahlziel ausgegeben. Jetzt schließt sich auch die Parteiführung nach anfänglichem Zögern an. Parteichef Riexinger sieht zudem wachsende Chancen für Rot-Rot-Grün.

Linke-Chef Bernd Riexinger hielt Gysis Ziel zunächst für sehr ambitioniert – aber inzwischen als machbar. Reuters

Linke-Chef Bernd Riexinger hielt Gysis Ziel zunächst für sehr ambitioniert – aber inzwischen als machbar.

BerlinLinke-Chef Bernd Riexinger erwartet bei der Bundestagswahl ein zweistelliges Ergebnis seiner Partei. Dem bereits im Juni von Spitzenkandidat Gregor Gysi ausgegebenen Wahlziel von zehn Prozent hat er sich nach anfänglicher Skepsis jetzt angeschlossen. „Ich hielt das zunächst für sehr ambitioniert, aber inzwischen halte ich es für machbar“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur dpa. „Wir gehen mit einer stabilen Acht in die heiße Phase des Wahlkampfs und haben den Ehrgeiz, noch etwas draufzulegen.“ Bei der Wahl 2009 hatte die Linke 11,9 Prozent erzielt. Derzeit liegt sie in den Umfragen zwischen 7 und 9 Prozent.

Die Chancen für ein rot-rot-grünes Bündnis haben sich nach Riexingers Auffassung verbessert. In der SPD sieht der Linke-Vorsitzende eine wachsende Offenheit für eine solche Option. „Wir haben zur Kenntnis genommen, dass sich die Tonlage ändert“, sagte er. Falls es bei der Bundestagswahl eine rechnerische Mehrheit für Rot-Rot-Grün geben sollte, erwartet der Linke-Chef von dem geplanten kleinen Parteitag der SPD kurz nach der Wahl eine Entscheidung zwischen einem Bündnis mit der Linken und einer großen Koalition. „Wir werden den Delegierten des Konvents für diesen Fall eine Entscheidungshilfe an die Hand geben“, kündigte er an.

Allerdings wäre die Linke nicht bereit, für eine Regierungsbeteiligung ihre harte Haltung gegen die Bundeswehreinsätze im Ausland aufzuweichen. „Bewegen müssen sich SPD und Grüne“, sagte Riexinger. Er bekräftigte, dass seine Partei bei der Ablehnung aller laufenden Bundeswehreinsätze bleiben werde. „Alle sind gescheitert, keiner hat die formulierten Ziele erreicht. Insofern ändert sich da nichts.“ Eine Tolerierung einer rot-grünen Minderheitsregierung schloss Riexinger erneut aus.

Der Linke-Vorstand kam am Samstag in Berlin zu seiner letzten Sitzung vor der Wahl am 22. September zusammen. Er gedachte zu Beginn des am Dienstag gestorbenen Mitbegründers der Partei, Lothar Bisky.

Von

dpa

Kommentare (9)

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Account gelöscht!

17.08.2013, 13:05 Uhr

Tja, erstmal müssen die vielen alten verkalkten CDU-Wähler weg, die noch ihren Wohlstand aus verbeamteten Anlerntätigkeit genießen wollen..

Wahl

17.08.2013, 13:08 Uhr

"Die einzige Alternative für Deutschland sind die Freien Wähler (FW) die sind
auf den boden der Realität und bleiben in der Mitte. Ich find es schade das die
SPD,Grüne;Linke,CDU/CSU;FDP undsw so weit weg von der Realität in der BRD getretten ist. Wir
werden immer noch ständig mit unwichtigem Parteigeblänkel in unseren Medien
zugemüllt.Aber anscheind ist die Lobby für die Ausgediehnten Parteien noch viel
zu Groß. Die Spenden laufen eher in die Richtung der Großen Parteien. Wie haben
die Wahl... entweder komplett Scheuklapen behaftetete Politik oder Sachbezogene
Politik. Leider gibt es noch dinge die einen Hacken haben bei den FW aber im
Grunde vetretten sie die tatsächliche Meinung vieler Bundesbürger. Manches
vetrette ich zwar nicht aber 100% übereinstimung gibt es nieh.."

Account gelöscht!

17.08.2013, 13:41 Uhr

@ wahl - das wimmelt ja von Fehlern, daran kann man erkennen,wie die Schulpolitik in den letzten Jahren versagt hat.

Aber die Linken sollen man weiterhin träumen - von Wohlstand für alle, bedingungsloses Grundeinkommen auch für Kinder -
einfach vom PARADIES auf Erden

der liebe Gott, den die Linken ja negieren - soll Manna regnen lassen und Signor Draghiavelli 1oo € Scheine.

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