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25.03.2017

16:08 Uhr

Bundestagswahl

Schäuble sehnt Ende der Großen Koalition herbei

Klare Worte des Finanzministers: Geht es nach Wolfgang Schäuble, gehört die Große Koalition ab September der Vergangenheit an. Auch zur Causa Erdogan äußert sich der 74-Jährige deutlich.

„Jetzt sollten wir der SPD ihren Herzenswunsch erfüllen.“ dpa

Wolfgang Schäuble in Baden-Württemberg

„Jetzt sollten wir der SPD ihren Herzenswunsch erfüllen.“

SindelfingenDie CDU will eine Neuauflage der großen Koalition mit der SPD nach der Bundestagswahl Ende September möglichst vermeiden. Die Sozialdemokraten fühlten sich in der Opposition ohnehin wohler, sagte Bundesfinanzminister und CDU-Präsidiumsmitglied Wolfgang Schäuble am Samstag auf dem Landesparteitag in Sindelfingen. „Jetzt sollten wir der SPD ihren Herzenswunsch erfüllen“, rief der 74-Jährige den mehr als 250 Delegierten zu. Schäuble sagte, Deutschland sei nur mit der Union an der Regierung stark, und die Union brauche Kanzlerin Angela Merkel.

Scharf kommentierte Schäuble die Bestrebungen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, sich mit Hilfe eines Verfassungsreferendums mehr Macht zu verschaffen. Dies beobachte er mit einer „Mischung aus Fassungslosigkeit und Verzweiflung“.

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Schäuble erinnerte zudem an die kontinuierliche Aufgabe der Bundesregierung, allen Menschen jeder Herkunft in Deutschland ein friedvolles Leben zu ermöglichen. Er machte sich stark für offene Grenzen unter gewissen Voraussetzungen: „Die Außengrenzen müssen so geordnet werden, um zu entscheiden, wer nach Europa kommen kann.“ Die Grenzen zu schließen, sei der falsche Weg.

Schäuble wurde am Samstag mit einer Mehrheit von 95,8 Prozent zum achten Mal in Folge zum Spitzenkandidaten der Landesliste gewählt. Der promovierte Jurist, der in Offenburg lebt, ist seit 1972 Mitglied des Bundestags und damit dienstältester Abgeordneter.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Thomas Behrends

30.03.2017, 08:48 Uhr

Und ich sehne das Ende des Bundesfinanzministers Schäuble herbei. Der Mann ist von einer derartigen Arroganz geprägt (das scheint aber in CDU-Zirkeln Standard zu sein), dass ich mir weitere 4 Jahre mit diesem Mann nicht vorstellen kann. Wenn man in dieser Republik eine Änderung herbei führen will, muss man auch bereit sein anders zu wählen. Deshalb diesmal das Kreuzchen bei der AfD machen! Eine Partei, die sich wahrhaft für deutsche Interessen einsetzt.

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