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05.08.2013

14:51 Uhr

Bundestagswahl

Steinbrück will große Pflegereform

Peer Steinbrück greift nach den älteren Wählern. „Wir brauchen eine umfassende Pflegereform“, fordert der SPD-Kandidat und will das Projekt umsetzen, falls er im September doch zum Bundeskanzler gewählt wird.

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück macht mit der Pflegereform ein neues Wahlkampfthema auf. dpa

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück macht mit der Pflegereform ein neues Wahlkampfthema auf.

BerlinSPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will bei einem Bundestagswahlsieg eine Pflegereform auf den Weg bringen, die vor allem die Pflege älterer Menschen zu Hause erleichtert. „Wir brauchen eine umfassende Pflegereform“, sagte er am Montag in Berlin.

Dabei gehe es nicht nur um eine bessere finanzielle Ausstattung, sondern ältere Mitbürger müssten so lange wie möglich in ihren vertrauten vier Wänden betreut werden - etwa durch altersgerechtere Wohnungen und mehr Betreuung vor Ort. Die letzten vier Jahre seien vier verlorene Jahre gewesen, dabei habe die schwarz-gelbe Koalition noch 2011 zum Jahr der Pflege ausgerufen. Es gebe 2,5 Millionen Pflegebedürftige, der Anteil werde in Deutschland rasant steigen.

Peer Steinbrück: Standortschließungen der Bundeswehr überprüfen

Peer Steinbrück

Standortschließungen der Bundeswehr überprüfen

Peer Steinbrück wettert weiter gegen die laufende Bundeswehrreform. Sollte er gewählt werden, will er einige Punkte auf den Prüfstand stellen. Eine Reform in der Reform soll es aber nicht geben, sagte er.

Unter Union und FDP seien nur 9000 Pfleger eingestellt worden, die SPD strebe 125 000 mehr Pflegerinnen und Pfleger an. Dafür müsse der Beruf aber attraktiver werden, etwa durch bessere Bezahlung und geregelte Arbeitszeiten. Es könne nicht sein, dass die Ausbildung teils selbst bezahlt werden müsse, sagte Steinbrück.

Verdi-Chef Frank Bsirske lobte den Vorstoß bei einem gemeinsamen Auftritt. „Das ist ein konkreter Schritt nach vorne. 70 Prozent der Arbeitsplätze im ambulanten Bereich seien Teilzeit-Arbeitsplätze, man brauche mehr Betreuung etwa durch mehr Vollzeit-Jobs und eine höhere Bezahlung. Wie Steinbrück schloss auch Bsirske ein stärkeres Anwerben ausländischer Pflegekräfte nicht aus. Einen Wahlaufruf für SPD und Grüne vermied er: „Wir sind nicht der verlängerte Arm einer Partei.“

Von

dpa

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