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02.03.2013

15:43 Uhr

Bundestagswahl

Thüringer Linke kürt Spitzenkandidatin erst im zweiten Anlauf

Erst im zweiten Anlauf hat die Thüringer Linke eine Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl gekürt. Die vom Landesvorstand vorgeschlagene Kandidatin Birgit Klaubert fiel durch, stattdessen wurde Kersten Steinke gewählt.

Die Thüringer Linkspartei hat die Landtagsvizepräsidentin Birgit Klaubert bei der Wahl zur Spitzenkandidatin durchfallen lassen. Sie entschied sich, nicht noch einmal anzutreten. dpa

Die Thüringer Linkspartei hat die Landtagsvizepräsidentin Birgit Klaubert bei der Wahl zur Spitzenkandidatin durchfallen lassen. Sie entschied sich, nicht noch einmal anzutreten.

FriedrichrodaDie Thüringer Linke hat nach einem Eklat erst im zweiten Anlauf eine Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl gewählt. Kersten Steinke, Vorsitzende des Petitionsausschusses des Bundestages, führt nun die Landesliste an. Für die 54-Jährige stimmten auf der Vertreterversammlung am Samstag in Friedrichroda 90,1 Prozent der Delegierten. Die vom Landesvorstand als Spitzenkandidatin vorgeschlagene Landtagsvizepräsidentin Birgit Klaubert war zuvor durchgefallen und hatte nur 49,2 Prozent der Stimmen erhalten.

Die unterlegene Klaubert zeigte sich überrascht von ihrer Niederlage und beklagte, dass ihr vor dem Wahlgang keiner der Delegierten Kritik signalisiert habe. In der Partei hieß es, die Niederlage könne mit einem internen Machtkampf mit den Amtsinhabern um die Bundestagsmandate zu tun haben. Fünf Bundestagsmandate für den Thüringer Landesverband gelten als möglich. Nur einer der ersten fünf Plätze, für die sich mit Klaubert zwei Landtagsabgeordnete bewarben, wird durch einen altersbedingten Rückzug frei.

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Die Thüringer Linke hatte bei der Bundestagswahl 2009 zwei Direktmandate gewonnen und mit 28,1 Prozent eines ihrer besten Landesergebnisse erzielt.

Ziel sei, bei der Bundestagswahl im September erneut zwei Direktmandate zu erlangen und zweitstärkste Partei in Thüringen zu bleiben, hatte der Landesvorsitzende Knut Korschewsky am Freitagabend erklärt. „Wir müssen daran arbeiten, dass die Linke eine gesamtdeutsche Partei ist, die gebraucht wird“, sagte Korschewsky mit Verweis auf Niederlagen bei Landtagswahlen, zuletzt in Niedersachsen.

Von

dpa

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