Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.08.2012

13:11 Uhr

Bundestagswahl

Trittin will Grünen-Spitzenkandidat werden

Bundeskanzler Jürgen Trittin - dieses Szenario wird zwar eher nicht eintreten. Dennoch stellen die Grünen auch im kommenden Jahr einen eigenen Kandidaten auf. Trittin will zumindest helfen, Schwarz-Gelb zu stürzen.

Jürgen Trittin, Vorsitzender der Bundestagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen. dpa

Jürgen Trittin, Vorsitzender der Bundestagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen.

BerlinGrünen-Fraktionschef Jürgen Trittin will Spitzenkandidat für die Bundestagswahl werden. "Ich trete an und möchte einer der beiden Spitzenkandidaten von Bündnis 90/Die Grünen sein", sagte er dem Magazin "Der Spiegel". Trittin wollte sich in dem am Wochenende veröffentlichten Interview nicht dazu äußern, welche der möglichen Bewerberinnen Renate Künast, Claudia Roth oder Katrin Göring-Eckardt er als Partnerin in der Doppelspitze bevorzugen würde. "Mit allen Frauen, über deren Kandidatur bisher spekuliert wird, kann ich gut zusammenarbeiten", sagte er. Als Wahlziel gab Trittin aus, die schwarz-gelbe Koalition abzulösen. Sollte es nach der Bundestagswahl nicht für eine rot-grüne Regierung reichen, erwarte er eine große Koalition. Ein Regierungsbündnis mit der Union lehnte Trittin ab.

Ob die beiden Spitzenkandidaten der Grünen durch eine Urabstimmung unter den Mitgliedern oder den nächsten Parteitag bestimmt würden, hänge von der Zahl der Bewerbungen ab, sagte Trittin. Wenn es nur zwei Bewerbungen gebe, reiche vielleicht eine Parteitagsentscheidung. Allerdings sei nicht sicher, dass er durchkomme. Vielleicht wolle die Partei auch zwei Frauen an der Spitze. "Ich bin als Mann nicht gesetzt", sagte der 58-Jährige.

Als Wahlziel gab Trittin aus, das Ergebnis der letzten Bundestagwahl von 10,7 Prozent deutlich zu verbessern, damit es für die Ablösung der schwarz-gelben Koalition reiche. Ein konkretes prozentuales Wahlziel lehnt er ab. Er habe sich schon lange abgewöhnt, "mir irgendwelche Zahlen vor die Nase zu halten".

Eine weitere Regierungsoption neben einer rot-grünen Koalition sieht Trittin für die Grünen nicht. Für ein Bündnis mit der Union gebe es keine Basis wegen der Uneinigkeit der Unionsparteien in der Europapolitik. Die Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel habe keine Kontrolle über die CSU in Bayern, die vollends zu einer antieuropäischen Regionalpartei verkümmere. "Und ich kann mir nicht vorstellen, mit einer antieuropäischen Partei wie der CSU eine Regierung zu bilden", sagte der Grünen-Fraktionschef. "Im September 2013 gibt es entweder eine eigene Mehrheit von SPD und Grünen, oder es gibt eine Rückkehr zur großen Koalition", sagte er voraus. Eine rot-grüne Minderheitsregierung dürfte ebenso wenig funktionieren wie eine Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP.

Umfragewerte: FDP verharrt bei unter fünf Prozent

Umfragewerte

FDP verharrt bei unter fünf Prozent

Piraten und die Linkspartei versalzen einer möglichen Regierungskoalitionen die Suppe.

In den jüngsten Umfragen sind SPD und Grüne zwar stärker als Schwarz-Gelb, aber noch deutlich von einer eigenen Mehrheit entfernt.

Von

rtr

Kommentare (18)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Karl_Ranseier

12.08.2012, 13:31 Uhr

Bilderberger...

Tabu

12.08.2012, 13:35 Uhr

,,Deutschland verschwindet jeden Tag etwas mehr und das finde ich einfach großartig".

Jürgen Trittin, keine Partei wie die Grünen haben sich so von Ihren Grundsätzen entfernt wie die Grünen, wer Grün wählt, wählt den Krieg und die Moslemisierung in unserem Deutschland.

Martina

12.08.2012, 13:40 Uhr

es ist sowas von egal, ob schwarz-gelb oder rot-grün oder rot-gelb oder schwarz-grün oder Jamaika oder ...
alles dieselben Knechte der Hochfinanz

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×