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06.06.2017

17:25 Uhr

Bundestagswahlkampf

Schulz stellt Rentenkonzept der SPD vor

Am kommenden Mittwoch will SPD-Chef und Kanzlerkandidat Martin Schulz das Rentenkonzept seiner Partei vorstellen. In ihrem Wahlprogramm nennt die SPD bisher nur das vage Ziel, das „Rentenniveau zu stabilisieren“.

Der SPD-Kanzlerkandidat stellt am Mittwoch das Rentenkonzept vor. dpa

Martin Schulz

Der SPD-Kanzlerkandidat stellt am Mittwoch das Rentenkonzept vor.

BerlinSPD-Chef Martin Schulz will am Mittwoch das Rentenkonzept vorstellen, mit dem die Sozialdemokraten in die Bundestagswahl ziehen wollen. Der Kanzlerkandidat will die Eckpunkte gemeinsam mit Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles präsentieren, wie die SPD am Dienstag mitteilte. Damit trifft Schulz eine erste Festlegung auf einem innerparteilich höchst umstrittenen Feld. In ihrem Wahlprogramm nennt die SPD bisher nur das vage Ziel, das „Rentenniveau zu stabilisieren“. Auf welches Rentenniveau und auf welchen maximalen Beitragssatz sich die SPD festlegen will, blieb offen. Davon hängt die Höhe eines zusätzlichen Bundeszuschusses ab, der womöglich nötig würde. Eine Festlegung ist daher Voraussetzung für das Steuerkonzept der SPD.

Die Rentenpolitik stellt die SPD immer wieder vor innerparteiliche Zerreißproben. Deren Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) unter dem Bundestagsabgeordneten Klaus Barthel etwa plädiert wie Teile der Gewerkschaften für eine Anhebung des Rentenniveaus von derzeit 48 auf 50 Prozent. Nahles dagegen hatte im November 2016 ein Konzept für eine Untergrenze von 46 Prozent vorgelegt. Bereits kleine Änderungen beim Rentenniveau können den Beitragssatz zur Rentenversicherung schneller als ohnehin geplant steigen lassen.

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Im vorigen Jahr lag das Rentenniveau nach 45 Beitragsjahren bei 48 Prozent des derzeitigen Durchschnittslohns. Nach einem für 2017 erwarteten kleinen Anstieg geht die Bundesregierung von einem Absinken auf 44,5 Prozent bis zum Jahr 2030 aus.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Clemens Keil

06.06.2017, 19:59 Uhr

Weder Vertagen noch Aussitzen noch Stückwerk helfen weiter! Man muß das Thema nur richtig anpacken, um die Rente wetterfest zu machen. Und im übrigen: Es gehen auch höhere Renten bei gleichbleibenden Beiträgen! Postfaktisch argumentieren die, die dies unterschlagen, also fast alle! Auch das Handelsblatt!
Es sind Wahlkampfzeiten:
https://youtu.be/dOa-fcp74uU
Fallen Sie nicht auf diese einäugigen Ökonomen, diese unbelehrbaren Rentenpolitiker, diese unsozialen Arbeitgeber, diesen fantasielosen Bsirske, diese fantasielosen Medien herein! Nicht Beamtennüchternheit, nicht Haltelinie ist gefragt, sondern Kreativität und Mut!
Außergewöhnliche Zeiten (Herausforderung durch Demografie) erfordern außergewöhnliche Maßnahmen! So wie z.B. 1957, als Adenauer eine umfassende Rentenreform im Sinne eines Paradigmenwechsels durchsetzte. Heute ist es wieder soweit. Warum nicht auch eine grundsätzliche Änderung der Rentenformel in Betracht ziehen? Neben Arbeit auch die Produktionsfaktoren Boden und Kapital beitragspflichtig machen, d.h. endlich auch die Wohlhabenderen entsprechend ihren Möglichkeiten in die Finanzierung mit einbeziehen (dieser Vorschlag wird interessanterweise von keiner Seite verfolgt, obwohl naheliegend!)? Dies würde auch die Problematik des Schrumpfens des Produktionsfaktors Arbeit durch die fortschreitende Digitalisierung und Sharing Economy lösen!
Das Ziel ist klar: Altersarmut beseitigen bzw. verhindern, daher Erhöhung des Rentenniveaus auch für die nächste Generation, ohne die Rentenbeiträge der arbeitenden Bevölkerung weiter zu erhöhen! Das soll nicht gehen? Gehirn einschalten und kreativ rangehen! Auch Adenauer hat seinerzeit das Unmögliche geschafft. Aber wo ist heute Adenauer?
Das kann man aber nicht mit Merkel und ihrer Union erreichen. Also, ihr Rentner: Schulz wählen!

Bis das passiert, mein Tip:

http://youtu.be/BgVWI_7cYKo
http://youtu.be/TgAi7qkD8qg
http://youtu.be/mQvThNJkKbA

Viel Spaß und neue Erkenntnisse beim Anhören.

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