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01.04.2012

12:25 Uhr

Bundestrend

Piraten klettern in Umfragen auf 9 Prozent

Nach der erfolgreichen Saarland-Wahl ist die Piratenpartei auch bundesweit im Aufschwung. Etablierte Parteien zeigen sich ratlos angesichts eines Erfolges, der auf einem eher diffusen Konzept zu fußen scheint.

Die Piraten liegen in bundesweiten Umfragen nun bei rund neun Prozent. dpa

Die Piraten liegen in bundesweiten Umfragen nun bei rund neun Prozent.

BerlinDie Piraten sind nach ihrem Wahlerfolg im Saarland auch bundesweit im Aufwind: Im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Emnid wöchentlich im Auftrag von „Bild am Sonntag“ erhebt, verbessert sich die Internetpartei im Vergleich zur Vorwoche um zwei Prozentpunkte auf jetzt neun Prozent.

Die Zustimmung in der Bevölkerung für das rot-grüne Lager hingegen fällt. So verschlechtern sich die Sozialdemokraten im Vergleich zur Vorwoche um einen Prozentpunkt auf jetzt 27 Prozent. Die Grünen, Wunschkoalitionspartner der SPD für 2013, verlieren gleich zwei Prozentpunkte und kommen jetzt auf nur noch 13 Prozent. Für die Öko-Partei ist das der niedrigste Wert seit Februar 2010. Eine eigene rot-grüne Mehrheit rückt damit in weite Ferne.

Die Union kann im Vergleich zur Vorwoche ein Prozent zulegen und bleibt mit jetzt 36 Prozent stärkste politische Kraft. Der Koalitionspartner FDP verharrt unter der Fünf-Prozent-Marke bei vier Prozent. Die Linke liegt weiter bei sieben Prozent, die Sonstigen bleiben bei vier Prozent. Emnid befragte vom 22. bis zum 28. März 2012 insgesamt 1845 Personen.

Das Geheimnis der Piraten: Ihr „Kapitän“ erklärt

Video: Das Geheimnis der Piraten: Ihr „Kapitän“ erklärt

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Angesichts dieses Aufstiegs in der Wählergunst macht sich bei der politischen Konkurrenz zunehmend Ratlosigkeit breit. Grünen-Bundesfraktionschef Jürgen Trittin hat der Piratenpartei einen Mangel an politischen Inhalten vorgeworfen. „Den Piraten fehlt ein originäres Thema“, sagte Trittin dem Magazin „Wirtschaftswoche“.

„Ich sehe nicht, welche eigenständige Lücke für diese Partei da wäre“, polterte Trittin. „Fragen Sie die mal, wie man mit der Euro-Krise umgehen soll. Oder ob deutsche Soldaten in Somalia am Strand schießen dürfen. Eine Antwort auf die Frage, wie man verantwortungsvolle Politik macht, haben sie nicht. Sie haben nur Verfahren, wie sie dahin gelangen könnten. Das wird nicht reichen.“

Der Fraktionschef räumte ein, dass Wahlerfolge der Piraten die Bildung rot-grüner Landesregierungen verhindern könnten. „Das wäre dann das Gegenteil von dem Aufbruch, für den die Piraten werben.“

Für die unbeschränkte Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke im Internet schlug Trittin eine „Kultur-Flatrate“ vor: „Jeder zahlt einmal eine Gebühr und darf so viel runterladen, wie er will. Das wird schon im Kleinen bei Internet-Plattformen praktiziert. Da brauchen wir dringend gesetzliche Regelungen.“ Man müsse „die Rechte von Kreativen, die Musik, Texte und dergleichen produzieren und davon leben, und den Nutzern, die möglicherweise nicht viel Geld haben“, zu einem vernünftigen Ausgleich bringen. Mit einer solchen Flatrate will Trittin auch die Kriminalisierung etwa von Jugendlichen, die Musik aus dem Internet laden, beseitigen.

Kommentare (27)

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roterkaufmann

01.04.2012, 12:38 Uhr

es ist doch keine überraschung, dass die piraten weiter zulegen während die fdp weiter absäuft.
da strahlt der fdp-spitzenkandidat in nrw herr lindner in alle kameras und erklärt warum man zwar den banken milliarden, aber den schleckerfrauen nicht mit ein paar läppischen millionen von der kfw helfen soll und hat selber mit seiner firma moomax in 18 monaten schlappe 2 millionen kfw-kredite in den sand gesetzt.

diese fdp-jüngelchen haben zwar alle einen schönen abschluss, haben aber auch alle nie richtig im leben gearbeitet.(siehe deren lebensläufe) freie marktwirtschaft kennen die nur vom hörensagen...

Account gelöscht!

01.04.2012, 13:11 Uhr

"Etablierte Parteien zeigen sich ratlos angesichts eines Erfolges"

genau deswegen werden die Piraten auch gewählt!!!! :D:D

anonymus_007

01.04.2012, 13:26 Uhr

Die Piraten haben zwar keine Programmen und von vielem nicht viel oder sogar keine Ahnung.
Im Gegensatz zu allen anderen Parteien, die ja die Weisheit mit dem Löffel gefressen haben, stehen sie zu ihrer "Ahnungslosigkeit"!
Das macht sie ehrlich. Deshalb werden sie gewählt.

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