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15.04.2014

11:53 Uhr

Bundesumweltamt

Die Feinstaubbelastung ist alarmierend hoch

Die Feinstaubbelastung in Deutschland ist in einigen Städten bereits nahe der erlaubten Jahresdosis. Besonders betroffen ist Ostdeutschland. Das Bundesumweltamt schlägt Alarm und fordert „dringend“ weitere Maßnahmen.

Das Bundesumweltamt ist alarmiert: Die Feinstaubbelastung in Deutschland ist zu hoch. dpa

Das Bundesumweltamt ist alarmiert: Die Feinstaubbelastung in Deutschland ist zu hoch.

BerlinDie Feinstaubbelastung in einigen deutschen Städten hat bereits fast die erlaubte Jahresdosis erreicht. Die Zahl der Tage, an denen der Feinstaub-Tagesmittelwert von 50 Mikrogramm je Kubikmeter Luft überschritten wurde, lag in diesem Jahr in einigen Fällen bereits nahe des laut EU erlaubten Höchstwerts, wie die Zeitung „Die Welt“ unter Berufung auf das Umweltbundesamt (UBA) berichtete. Gestattet sind maximal 35 Mikrogramm pro Jahr, an einzelnen Messstellen sind demnach schon jetzt mehr als 30 erreicht.

In Berlin sowie in Frankfurt/Oder verzeichneten bestimmte Messstellen laut „Welt“ 31 bis 33 Tage mit überschrittenem Feinstaub-Tagesmittelwert. In Leipzig und Halle seien es schon 30 kritische Tage. UBA-Experte Marcel Langner forderte bessere Gegenmaßnahmen. Es müsse „dringend“ weitere Maßnahmen geben, sagte er.

Ostdeutschland sei in diesem Jahr witterungsbedingt bislang besonders betroffen, heißt es in dem Bericht. Langner zufolge wird der Grenzwert vor allem in Städten und Ballungszentren überschritten, wo viel Verkehr herrscht. Die Feinstaub-Belastung habe in den vergangenen Jahren „nicht signifikant“ abgenommen, sagte der Fachmann der Bundesbehörde. Der Gesetzgeber sei nun gefordert, die Luftqualität zu verbessern.

Luftverschmutzung

Zweiter Fahrverbotstag abgesagt

Erstmals seit Jahrzehnten verhängt Paris teilweise Fahrverbote, um der Luftverschmutzung in der französischen Hauptstadt entgegen zu wirken. Das Ergebnis ist überzeugend, der zweite Fahrverbotstag wurde abgesagt.

„Wir müssen die Grenzwerte weiter senken“, sagte Langner. Er plädierte darüber hinaus auch für die Ausweitung von Durchfahrtsverboten für Lastwagen in Städten und den Einbau von Rußfiltern in Baumaschinen.

Feinstaub entsteht bei Verbrennungsprozessen in Motoren, Heizungen, Kraftwerken und Fabriken. Vor allem Dieselmotoren sind eine Hauptquelle. Er bildet sich aber auch durch den Reifen- und Bremsabrieb von Autos, in der Folge von Emissionen aus der Tiermast und durch natürliche Prozesse wie die Bodenerosion.

Die winzigen Partikel dringen tief in die Lungen oder sogar in den menschlichen Blutkreislauf ein. Laut UBA weisen Untersuchungen ein verstärktes Auftreten von Atemwegs- und Herzkreislauferkrankungen bei hohen Feinstaubkonzentrationen nach. Besonders chronisch kranke Menschen sind anfällig.

Von

afp

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

15.04.2014, 12:41 Uhr

Ja, das ist wohl so .... aber was ist denn mit den 5 russischen ATOM-U-Booten die im Nordmeer versunken sind und lustig vor sich hinstrahlen ? Was ist mit den Rückständen aus Atomkraftwerken von England und Frankreich die im Ärmelkanal landen und dann nordwärts ziehen und gröstenteils mit der Strömung wandern und nicht mehr geortet werden können und auch lustig vor sich hinstrahlen ? Wie wäre es denn mal hier etwas zu tun ????

Account gelöscht!

15.04.2014, 14:13 Uhr

Fall nicht geplant ist diese Meldung als Einstieg in einer erneuten Verbraucherabgen münden zu lassen (Feistaubabgabe, usw), könnte doch in gewohnter Manier der Grenzwert einfach höher gesetzt werden.
Resignierende Ironie AUS.

Account gelöscht!

15.04.2014, 14:49 Uhr

Feinstaub scheint schlimmer zu sein in den verlogenen staatlichen Medien. Realismus und Wahrheiten werden überdeckt mit unbedeutenden Fakten.

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