Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.07.2012

19:54 Uhr

Bundesumweltminister

Keine Subventionen für neue Gaskraftwerke

VonThomas Sigmund

ExklusivBundesumweltminister Peter Altmaier erteilt der Energiebranche eine Absage: Er will den Bau neuer Gaskraftwerke nicht subventionieren. Es müsse eine andere Lösung her.

Will den Bau von Gaskraftwerken nicht unterstützen: Bundesumweltminister Altmaier. dpa

Will den Bau von Gaskraftwerken nicht unterstützen: Bundesumweltminister Altmaier.

BerlinBundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) hat Forderungen der Energiebranche nach Subventionen für den Bau neuer Gaskraftwerke eine Absage erteilt: „Selbstverständlich brauchen wir hochmoderne, konventionelle Gaskraftwerke, insbesondere in Süddeutschland. Ich bin aber gegen eine flächendeckende Subventionierung fossiler Energieträger, weil am Ende der Strompreis belastet wird“, sagte Altmaier dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe). Da werden man eine andere Lösung finden müssen.

Kritisch äußerte sich der Umweltminister auch zu weiteren Hilfen für regenerativen Strom: „Wir werden den Strompreis nicht mit neuen flächendeckenden Subventionen günstig halten“, sagte Altmaier. Deutschland müsse die Energieeffizienz steigern und die erneuerbaren Energien markt- und wettbewerbsfähig machen. „Das geht nur, wenn der Strom aus erneuerbaren Energien zu günstigeren Preisen als heute angeboten werden kann. Wir brauchen mehr Wettbewerb und mehr Koordinierung zwischen dem Netzausbau und dem Ausbau der Erneuerbaren“, sagte Altmaier.

Kommentare (6)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Thomas

18.07.2012, 20:18 Uhr

Der Strompeis wird besonders von den EEG Subvensionierten den So genanten erneuerbaren Energieen in die höhe getrieben.

Subvensionen sind und bleiben Gift für die Wirtschaft und das Soziale zusammenleben in einem Staat.
Es wäre das beste das EEG unferzüglich abzuschaffen und diese so genante Energie wende realistisch als unsinn abzublasen.

Bitte eine Energiewende die der alt bewärten Formel E=m * C² gerecht wird.

Gesellschaftliche Probleme wie Strahlen und Klima Phobien lassen sich nicht Technisch lösen !

vandale

18.07.2012, 21:26 Uhr

Erdgas ist in Deutschland ein Vielfaches teurer als Kernbrennstoff, oder Kohle. Erdgas zu verstromen ist deshalb abseits ökoreligiöser Visionen nicht allzu sinnvoll. Ein GUD Kraftwerk kann bei Dauervolllast einen Wirkungsgrad von 58% erreichen. Im Teillastbetrieb ist dieser geringer, im Lastfolgebetrieb noch geringer. Die Betriebskosten sinken nicht linear mit der Erzeugung.

Windmühlen und Solarzellen erzeugen sehr umweltschädlich einen wertlosen Zufallsstrom dessen Einspeisung gem. den Launen des Wetters schwankt. Die Gaskraftwerke werden eingsetzt um im Lastfolgebetrieb die Schwankungen der Einspeisung des umweltschädlichen Oekostroms auszugleichen. Dadurch werden geringe Auslastungen bei hohen Betriebskosten erreicht. Die Versorger werden sich hüten neue Gaskraftwerke zu errichten ohne hierfür honoriert zu werden.

Verursachergerecht wäre es diese Kosten für die Stromerzeugung mittels Erdgas und sogenannte Bereitstellungskosten über das EEG abzurechnen.

Vandale

vandale

19.07.2012, 08:07 Uhr

Nachtrag...in einem Interview mit der WiWo sprach der grüne Umweltminister von Baden Württemberg von neuen Gaskraftwerken die 100h/Jahr laufen sollen. Dies scheint etwas erfrischend.

Wenn man von 500 - 1500 Betriebsstunden im Jahr im Lastfolgebetrieb und einem Investitionsbedarf von ca. 700€/kW Kapazität ausgeht, ergeben sich extreme Erzeugerkosten.

Ohne eine Subvention der Kapazitätsbereitstellung werden sich Investoren sehr schwer tun ein derartiges Investment zu tätigen.

Die Kosten sind den "Erneuerbaren Energien" zuzurechnen. Sinnvoll wäre es diese Kosten in der EEG Abgabe unterzubringen.

Vandale

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×