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11.09.2014

21:42 Uhr

Bundesumweltministerin

Hendricks für Wohngelderhöhung

Bundesumwelt- und Bauministerin Barbara Hendricks macht sich für eine Erhöhung des Wohngelds stark. Gerade in Ballungsgebieten sei dies angesichts der steigenden Mieten notwendig – ebenso wie eine Heizkostenpauschale.

Mehr Wohngeld: Ministerin Hendricks will die Sätze an die Realität auf dem Wohnungsmarkt anpassen. dpa

Mehr Wohngeld: Ministerin Hendricks will die Sätze an die Realität auf dem Wohnungsmarkt anpassen.

Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) will mit einer Aufstockung des Wohngeldes Härten durch die steigenden Mieten gerade in Ballungsgebieten abfedern. Die Summe hierfür werde im Haushalt 2015 von 500 auf 630 Millionen Euro steigen, betonte sie am Donnerstag in der Aussprache über ihren Etat im Bundestag. „Damit schaffen wir eine wichtige Voraussetzung für die Wohngeldreform, die wir uns vorgenommen haben und die Menschen mit geringen Einkommen helfen wird, mit den steigenden Wohnkosten zurechtzukommen.“ Auch eine Heizkostenpauschale solle wieder eingeführt werden, sagte sie.

Mit rund 2,47 Milliarden Euro machten die geplanten Ausgaben für den Bereich Wohnungswesen, Städtebau und Hochbau- und Fördermaßnahmen rund 63 Prozent des Ministeriumsetats von insgesamt 3,905 Milliarden aus. Im Bereich Umwelt und Klima sieht Hendricks ein bis Ende 2015 geplantes Weltklimaabkommen als ein Hauptziel. Deutschland könne zeigen, „dass aktiver Klimaschutz keine Einschränkung des Wachstums und der Lebensqualität bedeutet“. Allerdings droht Deutschland sein Ziel von 40 Prozent weniger Emissionen bis 2020 klar zu verfehlen.

Heidrun Bluhm von der Linken warf Hendricks viele Worte und wenige Taten vor. „Der Erwartungsvorschuss ist aufgebraucht.“ Beim Thema Wohnungsknappheit werde die Chance vertan, den Bestand von rund 42 000 Wohnungen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) dafür zu nutzen, sozialverträgliche und klimafreundliche Wohnquartiere zu schaffen. Stattdessen stehe für den Bund der Profit im Vordergrund, und zu Höchstpreisen verkaufte Immobilien würden in Luxuswohnungen umgewandelt. Bluhm pochte auf ein Moratorium für Bima-Wohnungsverkäufe.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Rene Weiß

12.09.2014, 08:42 Uhr

Hatten Politiker früher auch so wenig drauf?
Man könnte auch Rahmenbedingungen verbessern, damit Unternehmen hochwertige Arbeitsplätze schaffen und von den Bürgern fordern, sich Bildung anzueignen, um die entsprechenden Qualifikation mitzubringen. Dann könnte sich jeder die Wohnung leisten, die er sich wünscht.
Das ist aber zu komplex für aktuelle Politiker.
Einfacher ist, dem Arbeitnehmer Steuern rausquetschen und gemäß Planwirtschaft an Transfergeldempfänger weiterreichen. Da muss man das eigene Gehirn nicht anstrengen.

Frau Margrit Steer

12.09.2014, 17:30 Uhr

Und wer bekommt das Wohngeld?
Natürlich nur die Hartz IV-Empfngr
Ein Renter mit z. B. 1050 € Rente erhält z. B. kein Wohngeld, er hat zu viel Rente

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