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17.11.2014

12:20 Uhr

Bundesumweltministerium

Regierung hält an Fracking-Verbot fest

Das umstrittene Fracking soll verboten bleiben, solange nicht bewiesen sei, dass es keine Gefahr für Umwelt und Grundwasser darstellt. Der „Spiegel“ hatte berichtet, die Regierung wolle die Hürden für Fracking senken.

Beim umstrittenen Fracking werden Chemikalien eingesetzt, um das Gas aus Gesteinsschichten zu lösen. AFP

Beim umstrittenen Fracking werden Chemikalien eingesetzt, um das Gas aus Gesteinsschichten zu lösen.

BerlinDie Bundesregierung hält an ihrem Verbot von Fracking fest. Die Bohrung nach Schiefergas bleibe unbefristet untersagt, erklärte ein Sprecher des Bundesumweltministeriums am Montag in Berlin. Fracking könne nur erlaubt werden, wenn diese Technik nachweislich keine Gefahr für das Grundwasser und die Umwelt darstelle.

Ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums ergänzte, dass auch die Grenze der Bohrtiefe von mindestens 3000 Metern bestehen bleibe. Der „Spiegel“ hatte berichtet, dass die Bundesregierung die Hürden für die Gasförderung mit der umstrittenen Fracking-Methode senken wolle.

Demnach sollen Probebohrungen möglich sein, wenn ein Expertengremium aus sechs Wissenschaftlern keine Bedenken erhebt. Zudem solle die geplante Vorschrift gestrichen werden, nach der Fracking erst ab einer Tiefe von 3000 Meter erlaubt sein soll. Geplant sei, ein entsprechendes Gesetz noch in diesem Jahr durch den Bundestag zu bringen.

Der Sprecher des Umweltministeriums schloss nicht aus, dass Fracking zu einem späteren Zeitpunkt erlaubt werde. Experten könnten zu anderen Erkenntnissen gelangen, und auch politische Mehrheiten könnten sich ändern, sagte er.

Beim Fracking werden Chemikalien eingesetzt, um das Gas aus Gesteinsschichten zu lösen. Umweltschützer wenden ein, das Grundwasser könne durch die giftigen Substanzen verseucht werden. In den USA führte der Fracking-Boom zu niedrigen Energiepreisen, wovon auch die Wirtschaft profitiert. Allerdings ist die Branche mittlerweile durch stark fallende Ölpreise unter Druck geraten.

Von

rtr

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