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02.01.2015

10:19 Uhr

Bundeswehr

„Der Zustand ist teilweise verheerend“

Veraltete Waffen, marode Gebäude, unbewohnbare Quartiere. Die Bundeswehr-Kasernen müssen dringend saniert werden, mahnt der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus. Doch die Akzeptanz im Volk ist gering.

Soldaten der Oldenburgischen Luftlandebrigade 31 marschieren in der Kaserne in Seedorf. Der Bundeswehr fehlen Milliardensummen, um die Gebäude und die Ausrüstung zu erneuern. dapd

Soldaten der Oldenburgischen Luftlandebrigade 31 marschieren in der Kaserne in Seedorf. Der Bundeswehr fehlen Milliardensummen, um die Gebäude und die Ausrüstung zu erneuern.

BerlinDer noch amtierende Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus hat ein Milliardenprogramm zur Sanierung maroder Bundeswehr-Kasernen gefordert. „Der Zustand der Liegenschaften ist teilweise verheerend“, sagte der FDP-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. „Es gibt Gebäude, die praktisch unbewohnbar sind, in denen Schimmel an den Wänden ist, wo die Fenster undicht sind und Mäuse- und Rattenfallen aufgestellt werden müssen.“

Der scheidende Wehrbeauftragte des Bundestags sprach sich dafür aus, den Verteidigungsetat für Investitionen in Bundeswehr-Gebäude und Ausrüstung zu erhöhen. „Je knapper wir den Verteidigungshaushalt über Jahre hin gestalten, umso größer ist der Verfall“, betonte er. „Es ist im Prinzip eine Abwärtsspirale.“

Im Bundeshaushalt 2015 sind 33 Milliarden Euro für die Verteidigung eingeplant. Mit 1,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gibt Deutschland deutlich weniger aus als die von der Nato angestrebten 2,0 Prozent. Die Bundesregierung erwägt eine Erhöhung des Wehretats in den kommenden Jahren.

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Die Akzeptanz in der Bevölkerung für einen solchen Schritt ist aber relativ gering. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der dpa sprachen sich nur 35 Prozent dafür aus, mehr Geld für die Truppe locker zu machen. 48 Prozent waren dagegen.

Kommentare (8)

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Herr Vittorio Queri

02.01.2015, 10:29 Uhr

>> „Der Zustand ist teilweise verheerend“ >>

Der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf.

Was für einen Zustand kann ein Haufen aufweisen, dessen Kopf FLINTEN-USCHI heißt ?

Herr Thomas Melber

02.01.2015, 10:32 Uhr

Wenn es dann Flüchtlingsunterkünfte werden ist plötzlich genug geld für die Renovierung und Modernisierung - z.T. Sanierung - vorhanden. Merke: Flüchtlinge sind unserem Staat mehr Wert als seine Soldaten, die ihn verteidigen sollen.

Herr Manfred Zimmer

02.01.2015, 10:42 Uhr

Was ist verwunderlich? So sieht eine schwarze Null aus und Frau Merkel ist, wie wir in ihrer Neujahrsansprache hörten, stolz darauf.

Demnächst gibt es dann noch die Angabe der Bundesregierung zu einer neuen statistischen Größe "Überschuss vor Ersatzinvestitionen".

Dieter Hildebrand und Volker Pispers haben uns belogen. Ihre Vorträge sind kein Comedy, das ist Wahrheit.

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