Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.10.2015

14:54 Uhr

Bundeswehr

Große Rüstungsprojekte verteuern sich um Milliarden

Über zwei Jahre verspätet, über 12 Milliarden Euro teurer: Der aktuelle Rüstungsbericht hat keine guten Nachrichten zu den 19 größten Rüstungsprojekten der Bundeswehr zu verkünden. Doch die Zahlen sind besser geworden.

Die großen Rüstungsprojekte kosten etliche Milliarden mehr als kalkuliert - die Kostenexplosion fällt neuen Prognosen nach aber geringer aus als zuletzt befürchtet. dpa

Bundeswehr

Die großen Rüstungsprojekte kosten etliche Milliarden mehr als kalkuliert - die Kostenexplosion fällt neuen Prognosen nach aber geringer aus als zuletzt befürchtet.

BerlinDie 19 größten Rüstungsprojekte der Bundeswehr haben durchschnittlich 41 Monate Verspätung und sind zusammen 12,6 Milliarden Euro teurer als geplant. Das entspreche einer Kostensteigerung von 28 Prozent, heißt es in einem aktuellen Rüstungsbericht des Verteidigungsministeriums.

Die Verzögerung lag bei der letzten Bestandsaufnahme im Frühjahr noch bei 51 Monaten. Damals wurden aber nur 15 Projekte untersucht, bei denen Kostensteigerungen von 12,9 Milliarden Euro festgestellt wurden.

Insgesamt gebe es heute noch etwa 330 Risiken und Probleme bei den größten Rüstungsprojekten, heißt es in dem 133 Seiten starken Bericht. Bei den schon im Frühjahr untersuchten Projekten hat die Zahl der Risiken seither um etwa 17 Prozent abgenommen.

Auf der Prüfliste stehen unter anderem das Kampfflugzeug „Eurofighter“, der Schützenpanzer „Puma“, der Transportflieger A400M sowie die Hubschrauber NH90 und „Tiger“. Die Reform des Rüstungssektors zählt zu den wichtigsten Aufgaben von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) in dieser Wahlperiode.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×