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07.01.2015

10:58 Uhr

Bundeswehr

Kabinett billigt Verlängerung des Türkei-Einsatzes

Der Türkei-Einsatz der Bundeswehr geht in die Verlängerung: Am Mittwoch wurde der Einsatz der Raketenabwehr-Einheit vom Kabinett gebilligt, die Zustimmung des Bundestags gilt als Formsache.

Deutsche Soldaten stehen in Kahramanmaras in der Türkei vor einer „Patriot“-Feuereinheit. dpa

Deutsche Soldaten stehen in Kahramanmaras in der Türkei vor einer „Patriot“-Feuereinheit.

BerlinDie Bundesregierung hat den Türkei-Einsatz der Bundeswehr um ein weiteres Jahr verlängert. Die Bundeswehr beteiligt sich dort seit Anfang 2013 mit einer Raketenabwehr-Einheit am Schutz des Nato-Partners vor möglichen Angriffen aus dem Bürgerkriegsland Syrien. Der Bundestag muss der Verlängerung noch zustimmen, was als Formsache gilt.

Am Umfang änderte das Kabinett in seiner Sitzung am Mittwoch nichts. In der Stadt Kahramanmaras sind derzeit etwa 250 deutsche Soldaten mit dem Abwehr-System „Patriot“ stationiert. Das bisherige Mandat läuft Ende Januar aus.

Dienstgrade und Besoldungsgruppen

Rekrut in Grundausbildung

Verpflichtet sich ein junger Mensch als Zeit- oder Berufssoldat, so muss er zunächst die dreimonatige Grundausbildung durchlaufen. Während dieser Zeit ist der Rekrut einfacher Soldat, der niedrigste der Dienstgrade. Dort wird er entsprechend der Besoldungsgruppe A3 bezahlt. Das entspricht einem Einstiegsgehalt von 1920,04 Euro brutto im Monat.

Quelle: Bundesministerium der Verteidigung / bundeswehr.de

Gefreiter

Nach Abschluss der Grundausbildung erhalten Soldaten die erste Beförderung zum Gefreiten. Das verschafft ihnen einen Zuschlag von 34,26 Euro auf ihren Sold, sie erhalten dann 1954,30 Euro brutto im Monat.

Oberstabsgefreiter

Der höchste Dienstgrad, den Soldaten der sogenannten Mannschafts-Laufbahn erreichen können, ist der des Oberstabsgefreiten. In diesem wird er entsprechend der Besoldungsgruppe A5 plus einer Amtszulage bezahlt. Beispielsweise für einen 29-jährigen Berufssoldaten beläuft sich das insgesamt auf 2189,21 Euro brutto im Monat.

Stabsunteroffizier

Die nächsthöhere Laufbahn, die Einsteiger wählen können, ist die Unteroffizierslaufbahn. Es ist beispielsweise möglich, mit einem mittleren Schulabschluss und einer abgeschlossenen Berufsausbildung direkt als Stabsunteroffizier eingestellt zu werden. Als solcher wird man entsprechend der Besoldungsgruppe A6 plus einer Zulage bezahlt. Unteroffizier sind Beamte des mittleren, nicht des einfachen Dienstes. Das entspricht einem Einstiegsgehalt von 2041,51 Euro brutto im Monat.

Oberstabsfeldwebel

Der höchste Dienstgrad, den Soldaten der Unteroffizierslaufbahn erreichen können, ist der des Oberstabsfeldwebels. Dieser wird entsprechend der Besoldungsgruppe A9 mit Amtszulage bezahlt. Etwa für einen 37-jährigen Berufssoldaten beläuft sich das insgesamt auf ein Bruttogehalt von 3192,03 Euro im Monat.

Hauptmann

Die höchste der drei Laufbahnen der Bundeswehr ist die Offizierslaufbahn. Hat ein angehender Soldat zur Zeit seiner Verpflichtung Abitur und ein Studium mit dem Master abgeschlossen, kann er beispielsweise direkt als Hauptmann eingestellt werden. Dies entspricht der Besoldungsgruppe A11 und somit einem Einstiegsgehalt von 3006,77 Euro brutto im Monat.

Brigadegeneral

Ausschließlich Berufssoldaten vorbehalten sind die Dienstränge der Generalität, erkennbar an den goldenen Schulterklappen. Der niedrigste davon, der Brigadegeneral (oder Ein-Stern-General, wie sie in den USA oft heißen) wird gemäß Besoldungsgruppe B6 bezahlt. Das bedeutet ein Grundgehalt von 8725,94 Euro brutto im Monat.

General

Der höchste Dienstgrad der Bundeswehr ist der General, oder auch Vier-Sterne-General. In Friedenszeiten gibt es davon maximal zwei, wovon einer der Generalinspekteur der Bundeswehr ist. Er wird nach der Besoldungsgruppe B10 bezahlt. Das entspricht einem Grundgehalt von 12.040,35 Euro brutto im Monat. Als Generalinspekteur gibt es noch eine Amtszulage oben drauf, so dass die Stelle mit insgesamt 12481,23 Euro vergütet wird.

Zuschlag: Kampfjet-Piloten

Zusätzlich zu den Grundgehältern gibt es zahlreiche Zuschläge für Soldaten, abhängig etwa von verantwortungsvoller Position, gefährlicher Arbeit oder ungünstigen Arbeitszeiten und -orten. So erhalten beispielsweise Piloten, die für die Luftwaffe einen Eurofighter fliegen, 953,17 Euro zusätzlich zu ihrem Grundgehalt.

Zuschlag: U-Boot-Besatzungen

Marinesoldaten, die auf U-Booten eingesetzt werden, erhalten aufgrund ihrer besonderen Einsatzbedingungen eine Erschwerniszulage von 230,08 Euro im Monat. Ab 16 Monaten auf See gibt es für sie pro Monat zusätzlich noch einmal 214,74 Euro.

Zuschlag: KSK

Die Elitesoldaten der Bundeswehr, das Kommando Spezialkräfte (KSK), die etwa auf Geiselbefreiungen spezialisiert sind, erhalten wegen der besonderen Gefährlichkeit ihrer Einsätze eine Zulage von 900 Euro im Monat zusätzlich zum Grundgehalt.

Zuschlag: Auslandseinsatz

Zeit- oder Berufssoldaten, die für die Bundeswehr im Auslandseinsatz sind, erhalten einen steuerfreien Zuschlag zwischen 30 und 110 Euro pro Tag auf ihren Sold. Im Monat kann das bis zu 3410 Euro zusätzlich ausmachen.

Im vergangenen Jahr war die Frage diskutiert worden, ob der Einsatz noch notwendig sei, nachdem das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad sein Chemiewaffen-Arsenal aufgegeben hatte. Zudem gibt es Kritik an der Türkei, die von vielen Dschihadisten als Transitland in Richtung Syrien genutzt wird.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr J.-Fr. Pella

07.01.2015, 11:27 Uhr

"Flinten-Uschi" wird sich sicherlich freuen. Die Rüstungsindustrie und die säbelrasselden Generäle
werden sich artig und mit großzügigen Parteispenden bedanken.
Ansonsten werden fast alle Abgeordnete alles abnicken.

Frau Margrit Steer

07.01.2015, 13:01 Uhr

Ja, da wird Flinten-Uschi sich serh freuen.
Was sollen wir dort überhaupt?
Seit Merkel ist Deutschland wieder großkotzig geworden

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