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25.06.2013

07:09 Uhr

Bundeswehr

Kampf gegen Alkoholexzesse in Masar-i-Scharif

Zwei Dosen Bier am Tag sind den Soldaten im Afghanistan-Einsatz vergönnt. Doch das reicht nicht jedem. Die Bundeswehr musste mehrere Disziplinarmaßnahmen wegen Trunkenheit verhängen – und einige Soldaten zurückschicken.

Für einige deutsche Soldaten endete der Auslandseinsatz vorzeitig. dapd

Für einige deutsche Soldaten endete der Auslandseinsatz vorzeitig.

BerlinBei der Bundeswehr in Afghanistan gibt es nach einem Medienbericht offensichtlich ein Alkoholproblem, gegen das der Kommandeur jetzt vorgeht. Seit Mitte Februar seien 17 einfache Disziplinarmaßnahmen wegen Trunkenheit im Einsatz verhängt worden, die meist mit Geldstrafen endeten, berichtet das Internetportal „Spiegel Online“. In 14 Fällen seien die Verstöße so schwer gewesen, dass die Soldaten vorzeitig zurück nach Deutschland geschickt worden seien. Das Regionalkommando für Nordafghanistan habe die Zahlen bestätigt.

Genehmigt ist der Ausschank von zwei Dosen Bier oder einer ähnlichen Menge Wein pro Tag. Wegen sich häufender Fälle von übermäßigem Alkoholkonsum greife der neue Kommandeur Jörg Vollmer nun schärfer durch und lasse Verstöße strikter ahnden, hieß es unter Berufung auf eine Mitteilung der Bundeswehr.

In den vergangenen Wochen hatte es mehrere Vorfälle gegeben, bei denen Soldaten offenkundig betrunken gewesen waren. So habe ein Soldat, der sich selbst erschossen habe, zwei Promille Alkohol im Blut gehabt, schrieb das Magazin. Im Fall eines anderen Soldaten, der im Lager ungewollt seine Waffe abfeuert und das Bett eines darin liegenden Kameraden getroffenen hatte, schloss die Bundeswehr ausdrücklich nicht aus, dass er angetrunken war.

Von

dpa

Kommentare (10)

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Klammeraffe

25.06.2013, 07:41 Uhr

Auch hier sieht man mal wieder, was Führungskräfte ohne Empathie und Erfüllung ihrer Fürsorgepflicht aus gestandenen Menschen anrichten, die weder schon vor Ort noch nach ihrer Rückkehr professionell therapiert werden. In Afghanistan knallen sie sich immer mal gegenseitig ab. Meist sind die tatsächlichen Gründe verborgen. De Maiziere mimt den Ahnungslosen, passt es doch so gar nicht in sein Bild, sich mit Problemen sachgerecht auseinander zusetzen.

Wahrscheinlich sind für ihn unsere Soldaten alles nur Bauernopfer? Hauptsache er sitzt unbeschädigt im Amt und kann sich weiterhin an Diäten und Pensionen klammern. Da ist es doch egal, worin die Ursachen für Alkoholmissbrauch und Traumata liegen.

Der Verteidungsminister klebt an seinem Posten und sein Krisenmanagement siecht mit ihm dahin!

JayJay

25.06.2013, 07:49 Uhr

Nicht überraschend war schon immer so.

Account gelöscht!

25.06.2013, 09:16 Uhr

Wie soll man sonst den Frust ertragen? Erfolg auf dem flachen Land gleich Null. Jetzt zusammenpacken in die Container. Keiner darf raus, damit vor der Wahl nichts mehr passiert.

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