Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.02.2013

08:08 Uhr

Bundeswehr

Militärischer Abschirmdienst will sich öffnen

Nach den Ermittlungspannen bei der Aufklärung von NSU-Taten will der Militärische Abschirmdienst nun einen Paradigmenwechsel einleiten. Man wolle sich der Öffentlichkeit stärker öffnen, so MAD-Präsident Birkenheier.

Der Eingang des Amtes für den Militärischen Abschirmdienst (MAD). dpa

Der Eingang des Amtes für den Militärischen Abschirmdienst (MAD).

BerlinAls Konsequenz aus der NSU-Affäre will sich der Militärische Abschirmdienst (MAD) der Bundeswehr stärker nach außen öffnen. "Wir wollen in der Tat einen Paradigmenwechsel einleiten", sagte MAD-Präsident Ulrich Birkenheier der Zeitung "Die Welt" (Montagsausgabe). "Früher hieß es, die Öffentlichkeit des MAD sei die Bundeswehr", sagte Birkenheier. Das neue Motto laute: "Nur wer weiß, was wir machen, kann unsere Arbeit verstehen." Birkenheier, der seit Juli 2012 im Amt ist, ist der erste Präsident in der 57-jährigen Geschichte des MAD, der überhaupt ein Interview gibt.

Der Spionagedienst war aufgrund von Ermittlungspannen bei der Aufklärung der Taten des Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU) in die Kritik geraten. "Besonders im Zuge der NSU-Affäre haben wir gemerkt, wie sinnvoll es ist, unsere Aufgaben und Leistungen auch nach außen zu präsentieren", sagte Birkenheier der "Welt". "Wir sind gerade dabei, eine eigene Pressestelle aufzubauen."

Verteidigungsminister Thomas de Maiziere (l.) mit MAD-Präsident Ulrich Birkenheier. dpa

Verteidigungsminister Thomas de Maiziere (l.) mit MAD-Präsident Ulrich Birkenheier.

Im Zuge der NSU-Affäre wurden erneut Forderungen nach der Abschaffung des MAD laut. Doch Birkenheier hält seinen Dienst für "wertvoll und unverzichtbar". "Wir haben Bedrohungen, die nur die Bundeswehr in dieser Form betreffen", sagte er. Der MAD mit seinen derzeit rund 1200 Mitarbeitern habe den gesetzlichen Auftrag, diese Bedrohungen abzuwenden, die Bundeswehr vor Extremisten, Terroristen, Spionage und Sabotage zu schützen. "Andere NATO-Nationen praktizieren das genauso", sagte Birkenheier. "Die schütteln eher den Kopf darüber, wenn in Deutschland die Abschaffung des MAD gefordert wird."

Auch von der Idee, dass der Verfassungsschutz oder der Bundesnachrichtendienst die Aufgaben des MAD übernehmen, hält Birkenheier nichts. "Streitkräfte brauchen einen eigenen Dienst, weil es unbedingt notwendig ist, die spezifischen Strukturen dort gut zu kennen", sagte er. "Streitkräfte sind ein besonderes Ziel von ausländischer Spionage, und das Militär ist auch sehr interessant für gewisse Extremisten."

Von

afp

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

ratschbum

18.02.2013, 17:47 Uhr

MAD-Präsident Ulrich Birkenheier,
dann sollten Sie zu oberst auf Ihrer Fahne stehen haben:
"Ehrlichkeit wert am längsten"!
Wahrheit ist die Tugend der Stärke,
Lüge ist die Angst der Schwäche!

Diese stalinistischen Auftragsmörder,
sind erst nachdem diese Frau aus dem Trio, sich bei der Polizeibehörde in Sicherheit gebracht hatte,
mit dem auffinden der "Beweis" Videos aus der ausgebrannten Wohnung,
zu der so genannten NSU montiert worden!

Diese stalinistischen Auftragsmörder,
sind ganz gezielt benutzt worden,
um als Neo Nazis aufgebauscht zu werden und damit eine Nationale Selbverständlichkeit
in diesem Zwangs EUR-EU Korsett
in die verblassende Nazi Ecke stellen zu können.

Nazis von Volksmusik, Stadtfesten, Kultur über Studenten bis zum Fußballplatz.
Nazis sind alle die,
die den Spitzeln, Denunzianten, Verleumdern, Mobbern und dieses ganze erbärmliche Pack "des neuen Mensch" den Angstschweiß auf die Stirn treiben,
belangt zu werden,
ihre massivsten psychischen Gewalttaten
mit Ohrfeigen bezahlen zu müssen.
Wir brauchen mehr Kameras!
Kameras retten Dich nicht!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×