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17.06.2017

15:20 Uhr

Bundeswehr

Schwere Sicherheitsverstöße in Kaserne Sondershausen

Medienberichten zufolge sollen weitere Missstände in der Bundeswehrkaserne in Sondershausen aufgedeckt worden sein. Dabei soll es sich nun um massive Sicherheitsverstöße bei der Ausbildung von Unteroffizieren handeln.

Ausbilder sollen sich beim Schießen mit Handwaffen zwischen Schützenscheiben gestellt haben. dpa

Ausbildung in Sondershausen

Ausbilder sollen sich beim Schießen mit Handwaffen zwischen Schützenscheiben gestellt haben.

Sondershausen Zu den Missständen in der Bundeswehrkaserne in Sondershausen in Thüringen sind weitere Vorwürfe bekanntgeworden. Wie das Magazin „Der Spiegel“ berichtete, soll es dort bei der Ausbildung von Unteroffizieren massive Verstöße gegen Sicherheitsbestimmungen gegeben haben. So hätten sich Ausbilder beim Schießen mit Handwaffen zwischen Schützenscheiben gestellt. Diesen Regelverstoß soll ein Bataillonskommandeur damit begründet haben, dass die Soldaten im Einsatz auch keine andere Wahl hätten, als sich über die Sicherheitsbestimmungen hinwegzusetzen.

Zudem sollen laut „Spiegel“ fehlerhafte Schießkladden durch Ausbilder mit Dienststempeln gefälscht worden sein. Ausbilder hätten Lehrgangsteilnehmer mit Plastikgeschossen aus Spielzeugwaffen beschossen und Alkohol als Ausgleich für „Ausbildungsmängel“ verlangt. Bekannt war bereits, dass Soldaten von Hauptfeldwebeln regelmäßig verbal erniedrigt und zu Strafmaßnahmen gezwungen worden sein sollen. Nach früheren Angaben des Verteidigungsministeriums gab es in einer Einheit in Sondershausen längere Zeit „Mängel im Führungsstil und Mängel im Führungsverhalten“.

Von

dpa

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