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19.08.2014

03:45 Uhr

Bundeswehr

Soldaten verweigern nachträglich Kriegsdienst

Der Dienst an der Waffe scheint für die nachkommenden Generationen immer unattraktiver. Auch wenn die Wehrpflicht 2011 abgeschafft wurde, verweigern zahlreiche junge Menschen den Kriegsdienst - nachträglich, als Soldat.

Bundeswehrsoldaten bei einer Leistungsschau: Der Dienst an der Waffe ist bei den nachkommenden Generationen unbeliebt. ap

Bundeswehrsoldaten bei einer Leistungsschau: Der Dienst an der Waffe ist bei den nachkommenden Generationen unbeliebt.

BerlinAuch nach Abschaffung der Wehrpflicht gibt es in Deutschland pro Jahr noch Hunderte von Kriegsdienstverweigerern. Im vergangenen Jahr hätten 262 Soldatinnen und Soldaten verweigert (2012: 374), geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, wie die „Rheinische Post“ berichtete.

Der Anteil der bewilligten Anträge sei in dem Zeitraum von 87 auf 69 Prozent gesunken. Die Wehrpflicht war 2011 ausgesetzt und damit faktisch abgeschafft worden.

Auch während ihres Berufslebens können Soldaten, die sich freiwillig verpflichtet haben, den Dienst an der Waffe nachträglich verweigern. In den Jahrzehnten der allgemeinen Wehrpflicht hatten in Deutschland Millionen von Männern den Wehrdienst verweigert und stattdessen Zivildienst geleistet.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Frau Gabriele Niggenaber

19.08.2014, 08:17 Uhr

Auch während ihres Berufslebens können Soldaten, die sich freiwillig verpflichtet haben, den Dienst an der Waffe nachträglich verweigern.

Wer will schon freiwillig einem Söldnerheer angehören, das zudem überall auf der Welt für fixe Ideen der Amis und deren Interessen verheizt wird?!

Mit der Verteidigung unserer Grenzen hat das heutige Einsatzgebiet der bunten Wehr nichts mehr zu tun!

Herr C. Falk

19.08.2014, 08:42 Uhr

Stimme Ihnen zu, der Hauptauftrag, um nicht zu sagen der einzige Auftrag der alten Bundeswehr war die Verteidigung
des eigenen Teritorrium und im Fall eines Angriffs auf ein NATO-Land die Wahrnehmung von Verantwortung wie sie vertragsmäßig gegeben war.

Frau van der Leyen kann nicht erwarten, dass sich junge intelligente Menschen für einen Beruf begeistern,
der von Ihnen verlangt, in gegebenem Fall und unter Umständen, die sie nicht selber bestimmen ihr Leben zu riskieren für Interessen,
die nicht die ihrigen sind. Soetwas machen Söldner und "Landsknechte" und das nur für gute Bezahlung, die wissen was ihr Leben wert ist.

Für einen jungen Menschen, der traumatisiert aus einem Kriegsgebier zurückkehrt, in dem er gezwungen war zu kämpfen und das Sterben seiner Kameraden und ev. eigene Verleztungen zu bewältigen hat ist eine heutige
Bundeswehr als Arbeitsplatz nicht die erste Wahl.

Account gelöscht!

19.08.2014, 08:45 Uhr

Die Integration der Armee in die Gesellschaft wurde ausgerechnet durch die ehemals bürgerlich-konservative CDU/CSU, unter Guttenberg, aufgehoben. Das war ein fataler Fehler, leider einer von zu vielen in den letzten Jahren, den die CDU/CSU begangen hat.
Die Partei steht für nichts anderes mehr als unbedingten Opportunismus, zunehmenden Staatsdirigismus und kurzfristiges Denken.

Und im traditionell linken Lager aus GRÜNEN, SPD und LINKE sieht´s nicht wirklich besser aus.

Hoffnung macht da nur die AfD als Erbe des bürgerlich-konservativen Denkens und einer klaren ordnungs- und strukturpolitischen Agenda.

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