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30.01.2014

07:14 Uhr

Bundeswehr

Steinmeier plädiert nun auch für mehr Auslandsengagement

Erst distanzierte er sich von Ursula von der Leyens Andeutungen zu mehr Auslandseinsätzen. Jetzt springt Außenminister Frank-Walter Steinmeier der Verteidigungsministerin bei: Deutschland sei zu groß für Zurückhaltung.

Erst schießen, dann einlenken: Bundesaußenminister Steinmeier (SPD) stimmt Bundesverteidigungsministerin von der Leyen (CDU) zu – Deutschland müsse mehr Engagement in der Welt zeigen dpa

Erst schießen, dann einlenken: Bundesaußenminister Steinmeier (SPD) stimmt Bundesverteidigungsministerin von der Leyen (CDU) zu – Deutschland müsse mehr Engagement in der Welt zeigen

BerlinNach Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat sich auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier für ein stärkeres Engagement Deutschlands bei internationalen Konflikten ausgesprochen. „Es wird zurecht von uns erwartet, dass wir uns einmischen“, sagte Steinmeier der „Süddeutschen Zeitung“. „So richtig eine Politik militärischer Zurückhaltung ist, so darf sie nicht missverstanden werden als ein Prinzip des Heraushaltens.“ Deutschland sei „zu groß, um die Weltpolitik nur zu kommentieren“, betonte der SPD-Politiker. Die großen Konflikte der Welt seien näher an Europa herangerückt. „Ihre Folgen sind auch in Deutschland unmittelbar zu spüren“, sagte Steinmeier.

Bereits am Wochenende hatte die CDU-Politikerin von der Leyen gemahnt, Deutschland müsse mehr Verantwortung im Rahmen seiner Bündnisse übernehmen. Der frühere Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hatte eine Politik der strikten militärischen Zurückhaltung betrieben, die von Verbündeten hinter vorgehaltener Hand häufig als Wegducken aus der Verantwortung kritisiert wurde.

Von

dpa

Kommentare (5)

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RumpelstilzchenA

30.01.2014, 09:01 Uhr

Hat H. Steineier einen Rüffel von der Besatzungsmacht erhalten?

beobachter

30.01.2014, 11:38 Uhr

es heißt immer, mehr engagement wird von deutschland erwartet, ich denke einmal, dass diese erwartungen von den westlichen verbündeten kommen, um eine art "burden sharing" zu betreiben. nicht mehr und nicht weniger, die betroffenen staaten erwarten wahrscheinlich mehr humanitäre hilfe. internventionen haben sich überlebt und damit auch gewisse außenpolitische vorstellungen der anglo-amerikanischen staaten und frankreichs. es ist auch eine folge veränderter kräfteverhältnisse.

Gerd

30.01.2014, 11:56 Uhr

Drehhofer hat ein Brüderchen bekommen. Drehmeier.

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