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24.07.2017

20:35 Uhr

Bundeswehr-Stützpunkt

Von der Leyen will 70 Millionen in Hammelburg investieren

Ursula von der Leyen will den Bundeswehr-Standort in Hammelburg ausbauen und plant mit Investitionen von bis zu 70 Millionen Euro. Der Stützpunkt geriet zuletzt wegen des terrorverdächtigen Franco A. in den Fokus.

Die Bundesverteidigungsministerin will kräftig in den Bundeswehrstützpunkt in Hammelburg investieren. dpa

Ursula von der Leyen

Die Bundesverteidigungsministerin will kräftig in den Bundeswehrstützpunkt in Hammelburg investieren.

HammelburgVerteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will kräftig Geld in den Bundeswehr-Standort Hammelburg stecken. „Hammelburg wird in den nächsten fünf Jahren Investitionen von über 70 Millionen Euro haben. Das ist dringend nötig, wenn man die Infrastruktur sieht“, sagte die Ministerin am Montag in der Kaserne im bayerischen Landkreis Bad Kissingen bei ihrer Sommerreise. „Hammelburg ist gewissermaßen die Herzkammer der Infanterie.“ Weil die Bundeswehr wieder wachse, weil wieder mehr Soldaten eingestellt würden, brauche es auch wieder mehr Ausbildung. Der Standort in Hammelburg ist der Bundeswehr zufolge die zentrale Ausbildungsstätte der Infanterie des Deutschen Heeres.

Hammelburg war zuletzt in die Schlagzeilen geraten, weil dort der terrorverdächtige Franco A. im April festgenommen worden war. Der rechtsextreme Oberleutnant hatte sich als Flüchtling getarnt und soll einen Anschlag geplant haben. Der Skandal um seine Festnahme hatte eine Debatte über Rechtsextremismus und Traditionen in der Bundeswehr ausgelöst.

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Von der Leyen warb am Montag für die geplante Überarbeitung des Traditionsverständnisses der Truppe. „Der Traditionserlass stammt von 1982. Wir sind 35 Jahre weiter“, sagte die Ministerin. „Es geht uns darum, die stolze 61-jährige Geschichte der Bundeswehr zu entfalten.“ In Kürze soll der erste Workshop dazu abgehalten werden, bis Ende des Jahres soll die „aktive Phase der Debatte“ beendet sein.

Von

dpa

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