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23.07.2014

07:11 Uhr

Bundeswehr

Von der Leyen in Masar-i-Sharif eingetroffen

Die Bundesverteidigungsministerin ist im afghanischen Masar-i-Scharif gelandet. Auf ihrem zweiten Truppenbesuch wird von der Leyen vor den verbliebenen Soldaten sprechen und die angespannte politische Lage sondieren.

Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen mit Soldaten der Bundeswehr. Die Ministerin ist im deutschen Camp im afghanischen Masir-i-Scharif eingetroffen. Reuters

Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen mit Soldaten der Bundeswehr. Die Ministerin ist im deutschen Camp im afghanischen Masir-i-Scharif eingetroffen.

Masar-i-ScharifBundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ist am Mittwoch zu einem Truppenbesuch bei der Bundeswehr in Afghanistan eingetroffen. Sie landete am frühen Morgen im nordafghanischen Masar-i-Scharif, wie mitreisende Journalisten berichteten. Es ist der zweite Besuch von der Leyens bei den deutschen Soldaten am Hindukusch seit ihrem Amtsantritt Ende vergangenen Jahres.

In Masar-i-Scharif sind die meisten der derzeit noch etwa 2400 in Afghanistan eingesetzten Bundeswehrsoldaten stationiert. Bis Ende 2014 sollen die Kampftruppen der internationalen Afghanistantruppe Isaf das Land verlassen. Auch danach sind aber noch internationale Ausbildungs- und Unterstützungsmissionen vorgesehen, an denen sich auch Deutschland beteiligen will.

Dienstgrade und Besoldungsgruppen

Rekrut in Grundausbildung

Verpflichtet sich ein junger Mensch als Zeit- oder Berufssoldat, so muss er zunächst die dreimonatige Grundausbildung durchlaufen. Während dieser Zeit ist der Rekrut einfacher Soldat, der niedrigste der Dienstgrade. Dort wird er entsprechend der Besoldungsgruppe A3 bezahlt. Das entspricht einem Einstiegsgehalt von 1920,04 Euro brutto im Monat.

Quelle: Bundesministerium der Verteidigung / bundeswehr.de

Gefreiter

Nach Abschluss der Grundausbildung erhalten Soldaten die erste Beförderung zum Gefreiten. Das verschafft ihnen einen Zuschlag von 34,26 Euro auf ihren Sold, sie erhalten dann 1954,30 Euro brutto im Monat.

Oberstabsgefreiter

Der höchste Dienstgrad, den Soldaten der sogenannten Mannschafts-Laufbahn erreichen können, ist der des Oberstabsgefreiten. In diesem wird er entsprechend der Besoldungsgruppe A5 plus einer Amtszulage bezahlt. Beispielsweise für einen 29-jährigen Berufssoldaten beläuft sich das insgesamt auf 2189,21 Euro brutto im Monat.

Stabsunteroffizier

Die nächsthöhere Laufbahn, die Einsteiger wählen können, ist die Unteroffizierslaufbahn. Es ist beispielsweise möglich, mit einem mittleren Schulabschluss und einer abgeschlossenen Berufsausbildung direkt als Stabsunteroffizier eingestellt zu werden. Als solcher wird man entsprechend der Besoldungsgruppe A6 plus einer Zulage bezahlt. Unteroffizier sind Beamte des mittleren, nicht des einfachen Dienstes. Das entspricht einem Einstiegsgehalt von 2041,51 Euro brutto im Monat.

Oberstabsfeldwebel

Der höchste Dienstgrad, den Soldaten der Unteroffizierslaufbahn erreichen können, ist der des Oberstabsfeldwebels. Dieser wird entsprechend der Besoldungsgruppe A9 mit Amtszulage bezahlt. Etwa für einen 37-jährigen Berufssoldaten beläuft sich das insgesamt auf ein Bruttogehalt von 3192,03 Euro im Monat.

Hauptmann

Die höchste der drei Laufbahnen der Bundeswehr ist die Offizierslaufbahn. Hat ein angehender Soldat zur Zeit seiner Verpflichtung Abitur und ein Studium mit dem Master abgeschlossen, kann er beispielsweise direkt als Hauptmann eingestellt werden. Dies entspricht der Besoldungsgruppe A11 und somit einem Einstiegsgehalt von 3006,77 Euro brutto im Monat.

Brigadegeneral

Ausschließlich Berufssoldaten vorbehalten sind die Dienstränge der Generalität, erkennbar an den goldenen Schulterklappen. Der niedrigste davon, der Brigadegeneral (oder Ein-Stern-General, wie sie in den USA oft heißen) wird gemäß Besoldungsgruppe B6 bezahlt. Das bedeutet ein Grundgehalt von 8725,94 Euro brutto im Monat.

General

Der höchste Dienstgrad der Bundeswehr ist der General, oder auch Vier-Sterne-General. In Friedenszeiten gibt es davon maximal zwei, wovon einer der Generalinspekteur der Bundeswehr ist. Er wird nach der Besoldungsgruppe B10 bezahlt. Das entspricht einem Grundgehalt von 12.040,35 Euro brutto im Monat. Als Generalinspekteur gibt es noch eine Amtszulage oben drauf, so dass die Stelle mit insgesamt 12481,23 Euro vergütet wird.

Zuschlag: Kampfjet-Piloten

Zusätzlich zu den Grundgehältern gibt es zahlreiche Zuschläge für Soldaten, abhängig etwa von verantwortungsvoller Position, gefährlicher Arbeit oder ungünstigen Arbeitszeiten und -orten. So erhalten beispielsweise Piloten, die für die Luftwaffe einen Eurofighter fliegen, 953,17 Euro zusätzlich zu ihrem Grundgehalt.

Zuschlag: U-Boot-Besatzungen

Marinesoldaten, die auf U-Booten eingesetzt werden, erhalten aufgrund ihrer besonderen Einsatzbedingungen eine Erschwerniszulage von 230,08 Euro im Monat. Ab 16 Monaten auf See gibt es für sie pro Monat zusätzlich noch einmal 214,74 Euro.

Zuschlag: KSK

Die Elitesoldaten der Bundeswehr, das Kommando Spezialkräfte (KSK), die etwa auf Geiselbefreiungen spezialisiert sind, erhalten wegen der besonderen Gefährlichkeit ihrer Einsätze eine Zulage von 900 Euro im Monat zusätzlich zum Grundgehalt.

Zuschlag: Auslandseinsatz

Zeit- oder Berufssoldaten, die für die Bundeswehr im Auslandseinsatz sind, erhalten einen steuerfreien Zuschlag zwischen 30 und 110 Euro pro Tag auf ihren Sold. Im Monat kann das bis zu 3410 Euro zusätzlich ausmachen.

Politisch ist die Lage in Afghanistan nach der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl von Mitte Juni angespannt. Laut der Wahlkommission gewann der ehemalige Finanzminister Aschraf Ghani die Stichwahl, sein Kontrahent, der frühere Außenminister Abdullah Abdullah, warf ihm jedoch Manipulationen vor und beanspruchte den Sieg für sich.

Im Zuge einer Vermittlungsmission von US-Außenminister John Kerry einigten sich die beiden Politiker auf eine vollständige Neuauszählung aller Stimmen. Der amtierende Staatschef Hamid Karsai durfte nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten. Die ursprünglich für den 2. August geplante Amtseinführung seines Nachfolgers wird wegen des Streits um das Ergebnis verschoben

Von

afp

Kommentare (9)

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Herr Peter Petersen

23.07.2014, 08:29 Uhr

"Auf ihrem zweiten Truppenbesuch wird von der Leyen vor den verbliebenen Soldaten sprechen....."
Na, da werden die Soldaten ja froh sein. Ursula wird es schon richten - unerschrocken im Stechschritt voran. Hat sie denn auch eines ihrer Kindlein mitgebracht? damit auch ein Teil ihrer Familie dort Deutschland vor fiesen Terroristen verteidigt.

Frau Dagmar Kohlrausch

23.07.2014, 08:41 Uhr

Und ich dachte der Bundestag habe Sommerpause. Ups, das nennt man wohl unermüdlichen Einsatz. Statt so einer Meldung hätte ich lieber ein Statement unserer Kanzlerdarstellerin zur Ukraine und Russland.

Sergio Puntila

23.07.2014, 09:01 Uhr

Man könnte auch sagen: VdL sondiert eine brauchbare Exitstrategie, nachdem sich sowohl die Russen wie auch die Amerikaner gründlich verwählt hatten mit ihren Afghanistan-Abenteuern.

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