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30.04.2014

12:03 Uhr

Bundeswehr

Waffen-Diebstähle sorgen für Kritik

Seit 2004 hat es mindestens 44 Fälle von Waffendiebstählen beim Bund gegeben – Einbrüche wurden dagegen nicht angezeigt. Die Opposition fordert lückenlose Aufklärung. Die Regierung scheint ratlos.

Bundeswehrsoldaten: Kein Generalverdacht, aber doch Kopfschütteln erregen die rätselhaften Wafendiebstähle. dpa

Bundeswehrsoldaten: Kein Generalverdacht, aber doch Kopfschütteln erregen die rätselhaften Wafendiebstähle.

BerlinBei der Bundeswehr hat es im vergangenen Jahrzehnt mindestens 44 Fälle von Waffen- oder Munitionsdiebstahl gegeben, ohne dass Spuren eines Einbruchs gefunden wurden. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, über die die „Rheinische Post“ (Mittwoch) zuerst berichtete. Nur in 17 Fällen konnten Tatverdächtige ermittelt werden.

Vermutet wird, dass die meisten Diebe selbst Soldaten oder andere Mitarbeiter der Bundeswehr waren. Die Linke-Abgeordnete Katrin Kunert sagte: „Das lässt nur die einzige logische Schlussfolgerung zu, dass offensichtlich das eigene Bundeswehrpersonal im großen Stil Munition und Waffen klaut.“ Die Linkspartei forderte umfassende Aufklärung.

Sicherheitsrisiko in 685 Fällen

Bei Sicherheitsüberprüfungen von Bundeswehr-Angehörigen durch den Militärischen Abschirmdienst (MAD) wurde im Zeitraum von 2003 bis 2013 in insgesamt 685 Fällen ein „Sicherheitsrisiko“ festgestellt. Aus der Antwort geht auch hervor, dass die Bundeswehr inzwischen mehr als 350 ihrer Liegenschaften von privaten Sicherheitsfirmen überwachen lässt.

Die Kosten dafür lagen im vergangenen Jahr bei annähernd 220 Millionen Euro. Grund für die Anfrage war ein ungeklärter Einbruch in einer Fallschirmjäger-Kaserne in Seedorf bei Bremen. Dort wurden Anfang Februar annähernd 35.000 Patronen Handwaffenmunition gestohlen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums war dies der bislang „schwerste Fall von Einbruch und von Munitionsdiebstahl bei der Bundeswehr überhaupt“.

Von

dpa

Kommentare (2)

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30.04.2014, 13:08 Uhr

Vielleicht sollte man die Bundeswehr nicht ausbluten lassen und so unter Kostendruck setzen, dass im Ausland eingesetzte (ich will nicht sagen für Deutschland kämpfende / eingesetzte Soldaten) Soldaten oder die Sicherung der Kasernen sehenden Auges in Gefahr gesetzt werden. Ja, ich glaube der Wasserkopf ist im Vergleich (Kampfsoldaten vs Verwaltung) viel zu hoch und es benötigt eine grundlegende Verschlankung und Fokussierung auf Schlagkraft und Effizienz.

Account gelöscht!

30.04.2014, 13:47 Uhr

Dieser Staat hat extrem hohe Anforderungen an Sportschützen und Jäger gesetzlich definiert, wie diese ihre im Vergleich zur Bundeswehr deutlich leichteren Waffen vor unberechtigtem Zugriff schützen müssen.

Für sich selbst geht er aus Kostengründen assozial leichtsinnig mit diesem Thema um. Es kann nicht sein, dass immer wiedre mit unterschiedlichem Maß gemessen wird. Waffen sind nicht ungefährlich und sichere Aufbewahrung macht Sinn. Aber dann bitte für alle, ohne jede Ausnahme.

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