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16.05.2013

10:51 Uhr

Bundeswehrverband

Truppe versteht geplatztes Drohnenprojekt nicht

In der Truppe des Bundeswehrverbandes hat das geplatzte Drohnenprojekt für Unverständnis gesorgt. De Maizières Vorgänger Franz Josef Jung startete das Projekt des unbemannten Aufklärungsflugzeug.

Verbandschef Ulrich Kirsch sieht Franz Josef Jung in der Verantwortung. dapd

Verbandschef Ulrich Kirsch sieht Franz Josef Jung in der Verantwortung.

BerlinDas geplatzte Drohnenprojekt hat nach Darstellung des Bundeswehrverbandes in der Truppe Unverständnis ausgelöst. Die Soldaten schüttelten den Kopf darüber, dass an allen Ecken und Enden geknausert werde, während gleichzeitig "so ein Projekt in den Sand gesetzt wird", sagte Verbandschef Ulrich Kirsch am Donnerstag im Deutschlandfunk. Ein Anlass zum Rücktritt von Verteidigungsminister Thomas de Maiziere sei das derzeit aber nicht. "Ich sehe hier nicht den Minister in der Verantwortung", sagte Kirsch. Das Projekt eines unbemannten Aufklärungsflugzeugs sei schließlich von de Maizieres Vorgänger Franz Josef Jung gestartet worden.

Das Vorhaben war wegen Zulassungsschwierigkeiten für den europäischen Luftraum gescheitert. Dadurch sind Kosten von bislang 500 Millionen Euro entstanden. De Maiziere wird am Vormittag im Bundestag eine Regierungserklärung zur Bundeswehrreform abgeben. Die Bundeswehr sei eine Großbaustelle. Seit 1990 seien sechs Reformen in Angriff genommen worden, von denen keine zu Ende geführt worden sei. So lasse sich bei der Hälfte der Soldaten nicht der Grundsatz einhalten, auf vier Monate Einsatz eine einsatzfreie Zeit von 20 Monaten folgen zu lassen.

Von

rtr

Kommentare (9)

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J.Rosendahl

16.05.2013, 11:14 Uhr

Thomas de Maiziere kann es halt nicht besser. Auf Grund der aktuellen Berichte, war es schon vor einigen Jahren klar, dass es mit den Drohnen gewaltige Probleme geben wird. Er hätte längst die Reißleine ziehen müssen.Und Einsparungen bei der Truppe nach neun Reformen gibt es immer noch nicht.
Der Mann gehört raus aus dem Kabinett.

Account gelöscht!

16.05.2013, 11:15 Uhr

Der gute Herr Kirsch sieht nicht den Minister in der Verantwortung? Der gute Mann ist wohl blind.
Er hat es nicht gestartet, aber das in den letzten 1 1/2 Jahren Millionen um Millionen in das Projekt gepumpt wurden, obwohl er bereits wusste, dass das Gerät keine Betriebszulassung erhalten würde - das hat er sehr wohl zu verantworten.
Damit befindet er sich in guter Gesellschaft der übrigen geldverschwendenen Minister. Also in der Tat kein Grund, zurückzutreten.
Und das die Truppe das nicht versteht - hängt entweder mit der Intelligenz der Truppe zusammen, ober mit deren Ignoranz. Das kann man sich aussuchen.

Account gelöscht!

16.05.2013, 13:14 Uhr

Das ist ein typisches Resultat eine Kontinents verblödeter Gutmenschen wie Westeuropa. Wir wollten eine Drohne entwickeln, in der aus humanitären Gründen trotzdem einen Menschen mit herumfliegen musste.

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