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12.05.2011

15:51 Uhr

Business-Monitor

Führungskräfte sind für Euro-Rettungsschirm

VonDorit Marschall

Ein dauerhafter Europäischer Stabilitätsmechani smus (ESM) könnte die Lösung sein. Dieser Beschluss der europäischen Staats- und Regierungschefs stößt nach einer Umfrage des Handelsblattes bei Führungskräften auf Zustimmung.

Ein 750-Milliarden-Schirm soll den Euro wieder stabiler machen. Quelle: dpa

Ein 750-Milliarden-Schirm soll den Euro wieder stabiler machen.

Frankfurt Der Beschluss der europäischen Staats- und Regierungschefs, einen dauerhaften Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) einzurichten, ist aus Sicht der deutschen Wirtschaft „richtig“. Drei Viertel der Führungskräfte in Deutschland sind dieser Ansichtzeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Handelsblattes unter fast 800 Führungskräften, die das Marktforschungsinstitut Psephos in den zurückliegenden Tagen erhoben hat (Handelsblatt Freitags-Ausgabe). Besonders hoch ist die Zustimmungsquote mit knapp 90 Prozent unter den Managern, die jünger als 40 Jahre alt sind. Die Kritiker des ESM befürchten dagegen vor allem, dass „die Anreize für Schuldnerstaaten wachsen, unsolide zu haushalten“.

Den Gesamtkurs der Bundesregierung während der Euro-Krise hält dagegen gerade einmal die Hälfte der befragten Führungskräfte für richtig. 37 Prozent kritisieren, die schwarz-gelbe Koalition agiere „zu nachgiebig“, sieben Prozent halten sie für „zu blockierend“. Mit Griechenland, Irland und Portugal ist es nicht getan, fürchten die    Führungskräfte in Deutschland. Gerade einmal sechs Prozent der für den Handelsblatt Business-Monitor Befragten gehen davon aus, dass keine weiteren Länder auf Unterstützung angewiesen sein werden. 30 Prozent erwarten hingegen, dass „sicher“ Hilfe für weitere Euro-Länder nötig sein wird. 62 Prozent schätzen, das treffe  „eventuell“ ein.

Eine breite Mehrheit plädiert in der Umfrage für das Handelsblatt dafür, private Gläubiger nicht nur dann zwingend zu beteiligen, wenn zuvor in politischen Verhandlungen festgestellt wird, dass ein Land seine Schulden nicht wird begleichen können. 68 Prozent fordern, private Gläubiger „in jedem Fall“ zu beteiligen. Unter den Großunternehmen spricht sich dafür allerdings nur jeder zweite Manager aus.

 

Kommentare (1)

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Jagtsiedavon

12.05.2011, 22:14 Uhr

Tja wen wundert es wenn die deutschen Manager dafür sind Steuerzahlers Geld anderen Staaten hinterher zu werfen. Im Grund genommen sind sie doch die einzigen Profiteure dieser ganzen "Rettungsmaßnahmen". Der kleine Angestellte o. Arbeiter hat schon seit Jahren mit Reallohnverlusten zu kämpfen, während die Herren in den Vorstandsetagen seit eh u. je Einkommenszuwächse von über 5% im Jahr verbuchen. Damit diese ganze Rettungsscheiße finanziert werden kann, greift man den kleinen Mann dann auch noch kräftig via Steuererhöhungen ab, frei nach dem Motto rettet ihr mal unsere üppigen Gehälter. Unterm Strich bezahlen wir damit über Umwege nur den eigenen "Aufschwung". Dass dies alles nicht mehr allzu lange gut gehen ist eigentlich schon heute klar, denn ohne weiter Geld zu drucken werden alle Rettungsbemühungen umsonst sein. Am ende dieser ganzen völlig aus den Fugen geratenen Wirtschaftsposse wird der gemeinschaftliche Bankrott stehen. Man muss sich als Arbeitnehmer in Deutschland wirklich ernsthaft fragen ob es überhaupt noch einen Sinn macht für diese Idioten an der Führungsspitze das Hamsterrad zu drehen. Es wird Zeit, dass die Leute in diesem Land wieder solidarisch werden mit ihren eigenen Bürgerinnen u. Bürgern u. nicht diesem unsäglichen "Alternativlos Gequake" von irgendwelchen überversorgten nichtsnutzigen Politikern u. Managern, respektive deren Staatsmedien glauben schenken.

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